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Polizei machtlos, Justiz untätig

Freiberg: Asylbewerber bedroht Supermarkt-Personal mit Machete und Pfefferspray

Dienstag, 15 September 2015 20:32 geschrieben von  Johann W. Petersen
Machete Machete

Freiberg – In der mittelsächsischen Universitätsstadt Freiberg ist es in den vergangenen Tagen zu mehreren schweren Zwischenfällen mit Asylbewerbern im Netto-Markt an der Chemnitzer Straße gekommen. Nachdem zwei Bewohner der Flüchtlingsunterkunft am St.-Niclas-Schacht am Freitag bei einem Ladendiebstahl erwischt worden waren, gingen die Ertappten zunächst auf einen Mitarbeiter los und ergriffen danach die Flucht.

Kurze Zeit später kehrten die beiden Männer, ein 27-jähriger Asylbewerber aus Libyen und sein Kumpan, der nach Augenzeugenberichten mit Pfefferspray und sogar einer Machete bewaffnet war, an den Ort des Geschehens zurück und bedrohten die Mitarbeiter des Supermarktes erneut. Während sich der Libyer von der zwischenzeitlich alarmierten Polizei dann ohne Gegenwehr festnehmen ließ, ging der bewaffnete Asylant auf einen der Beamten los, der daraufhin einen Warnschuss in die Luft abfeuerte. Dem Angreifer gelang schließlich die Flucht.

Doch damit nicht genug: Schon am Sonnabend suchte der mittlerweile aus dem Polizeigewahrsam entlassene libysche Asylbewerber erneut den Netto-Markt an der Chemnitzer Straße auf. Als man ihn dann des Hauses verweisen wollte, bedrohte er eine Mitarbeiterin und führte dabei nach Polizeiangaben eine Geste des Kopfabschneidens aus. Auf dem Parkplatz zückte er schließlich ein Messer und ergriff daraufhin die Flucht.

Wegen der gehäuften Fälle von Asylanten-Gewalt und der Untätigkeit der Justiz ist selbst Freibergs Bürgermeister Sven Krüger (SPD) mittlerweile der Kragen geplatzt. Dieser hatte nach dem Vorfall vom Sonnabend öffentlich angeprangert, dass einer der Männer nach seiner Festnahme wieder auf freien Fuß gesetzt worden sei. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft erklärte daraufhin, dass Untersuchungshaft angeblich nicht angeordnet werden konnte.

Die Beschuldigten seien „nach derzeitigem Stand des Diebstahls, der Bedrohung und eventuell des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verdächtig“, nicht jedoch des Raubes oder räuberischen Diebstahls, da sie „weder unter Androhung von Gewalt einen Diebstahl begangen noch Gewalt angewandt haben“, um zu Diebesgut zu kommen. Der Umstand, dass ein Beschuldigter Asylbewerber ist, reiche zudem nicht für die Einschätzung aus, dass Flucht und Verdunkelungsgefahr bestehe.

Während die Identität des 27-jährigen Libyers geklärt ist, sucht die Polizei noch immer nach dem anderen Tatverdächtigen, der am Freitag mit Pfefferspray und Machete in den Netto-Markt gestürmt ist. Die „Strafe“, die die beiden Asyl-Brutalos zunächst einmal zu erwarten haben, fällt denkbar gering aus: Statt Abschiebung droht ihnen lediglich die Verlegung in eine andere Flüchtlingsunterkunft, womit am Ende allerdings niemandem wirklich geholfen ist.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Vorfälle im Netto-Markt offenbar keine „bedauerlichen Einzelfälle“ waren. Auch der Filialleiter des benachbarten Norma-Marktes, Andreas Winkler, weiß von Übergriffen zu berichten. So sei eine Mitarbeiterin des Ladens in der vergangenen Woche von einem Asylbewerber ins Gesicht geschlagen worden, nachdem sie an der Kasse einen Streit schlichten wollte. „Wir werden angespuckt und beschimpft“, so Winkler gegenüber der „Freien Presse“. Täglich entstehe erheblicher Schaden durch Diebstähle oder aufgerissene Packungen. Da die Täter immer wieder kämen und die Polizei nichts ausrichten könne, hat der Norma-Filialchef mittlerweile einen privaten Sicherheitsdienst engagiert.

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Redaktion