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Aus der Landeshauptstadt

Die Dresdner Brunnensaison geht zu Ende

Samstag, 04 November 2017 05:06 geschrieben von 
"Stille Wasser" - Brunnenanlage von Robert Diez (1894) "Stille Wasser" - Brunnenanlage von Robert Diez (1894) Quelle: Bert Wawrzinek

Dresden – Die Saison ist vorüber, die zahlreichen Brunnen und Wasserspiele der Landeshauptstadt wirken still und weitgehend winterfest. Nur an wenigen Anlagen sind noch Vorkehrungen zu treffen: auf der Prager Straße, vor dem Kulturpalast - und auf dem Neustädter Albertplatz. Genau dort stehen seit 1894 die mächtigen Zwillingsbrunnen von Robert Diez (1844-1922), dessen „Stille Wasser“ und „Stürmische Wogen“ gegensätzliche Naturgewalten symbolisieren und als schönstes Brunnenensemble Dresdens gelten.

Schon 1875 standen hier zwei schlichte Wasserbecken, an deren Platz nunmehr monumentale Kunstwerke traten. Beide Granitbecken haben einen Durchmesser von je 18 Metern, darin auf einem Sockel die überlebensgroßen Bronzeplastiken von Robert Diez, darüber eine Brunnenschale, deren Durchmesser fünf Meter misst. Der Nachguss eines Teilstücks der „Stürmischen Wogen“ erzielte auf der Pariser Weltausstellung 1889 eine Goldmedaille.

Nach 1945 wurde jener, durch Luftangriffe beschädigte Brunnen abgebaut, eingelagert und durch ein sowjetisches Siegesmal ersetzt. Erst 1994 kamen die restaurierten „Stürmischen Wogen“ an ihren Ursprungsort zurück. Seither bilden Wasser, Stein und Bronze beiderseits des Platzes ein überbordendes Gesamtkunstwerk, das nun erst wieder zum Saisonbeginn 2018 mit sprudelnden Fontänen zu neuer Pracht erwachen wird.

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Bert Wawrzinek

Bert Wawrzinek wurde 1959 in Leipzig geboren und lebt heute im Stolpener Land.

Im ersten Leben Rockmusiker, betreibt er seit 25 Jahren das HISTORICA Antiquariat im Dresdner Barockviertel.
Für SACHSEN DEPESCHE schreibt er seit April 2016 zu Themen der sächsischen Kultur und Geschichte.

Webseite: www.sachsen-depesche.de/show/author/56-bert-wawrzinek.html
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