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Dresdner Brunnen und Wasserspiele

Ein Ringbrunnen vor dem Japanischen Palais

Freitag, 09 Juni 2017 16:11 geschrieben von 
Der Ringbrunnen am Japanischen Palais in Dresden Der Ringbrunnen am Japanischen Palais in Dresden Quelle: Bert Wawrzinek

Dresden – 26 Meter Durchmesser – das ist Dresdens größter Ringbrunnen auf dem Neustädter Palaisplatz. Schon 1722/23 war das Areal um das damalige Holländische Palais angelegt worden, ein Platz entstanden (seit 1825 „Palaisplatz“), von dem aus die repräsentative Königstraße zum Schwarzen Tor geführt wurde.

Mit der Reichsgründung 1871 in „Kaiser-Wilhelm-Platz“ umbenannt, wurden dessen benachbarte Verkehrswege 1894 reguliert und eine Gartenanlage errichtet. In deren Entwurfszeichnung (1898) ist der kreisrunde Brunnen in seinen heutigen Maßen dokumentiert. Becken und Podest bestehen aus Granit, umrahmt von Schmuckpflaster. Die veranschlagten Kosten sollen 24.800 Reichsmark betragen haben.

Anfangs sprudelte lediglich ein 8,10 Meter hoher Mittelstrahl, später (1979) kamen 34 kleinere, nach dem Rand gerichtete Fontänen hinzu. Eine Komplettsanierung erfolgte 1991/92, wobei die Wassertechnik modernisiert und fünf leistungsstarke Unterwasserscheinwerfer installiert wurden.

So wird in den Abendstunden ein prachtvolles Bild in Szene gesetzt: Mit einer Gesamtleistung von 219.600 l/h schießt aus 41 Düsen glitzerndes Wasser empor, was selbst August dem Starken, der im „Japanischen Palais“ nebenan seine Porzellansammlung untergebracht hatte, gefallen haben könnte.

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Bert Wawrzinek

Bert Wawrzinek wurde 1959 in Leipzig geboren und lebt heute im Stolpener Land.

Im ersten Leben Rockmusiker, betreibt er seit 25 Jahren das HISTORICA Antiquariat im Dresdner Barockviertel.
Für SACHSEN DEPESCHE schreibt er seit April 2016 zu Themen der sächsischen Kultur und Geschichte.

Webseite: www.sachsen-depesche.de/show/author/56-bert-wawrzinek.html
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