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Feiertage in Sachsen

Zum Buß- und Bettag am 21. November

Dienstag, 20 November 2018 16:56 geschrieben von 
Innere Einkehr ... Innere Einkehr ... Quelle: Bert Wawrzinek

Dresden – Der Buß- und Bettag ist im evangelischen Kirchenjahr ein Tag der inneren Einkehr. In den meisten Kirchen finden Gottesdienste statt, um der eigenen Sünden und Fehler in besonderer Weise zu gedenken. Im engeren Sinn geht es um die Gewissensprüfung des Einzelnen gegenüber Gott. Inwieweit entspricht die praktizierte Lebensführung den Glaubensmaximen? Wer seine Fehler eingesteht, soll zu einem Neuanfang ermutigt sein!

In alter Zeit gab es Bußtage angesichts von Not und Gefahr, um die Menschen zu Gebet und Umkehr anzuregen. Gemeinsame Bußzeiten kannte man auch in der Antike. Im Mittelalter wurden Bußtage von der Obrigkeit festgelegt oder ergaben sich aus der Kirchenordnung. Um der „Türkengefahr“ Einhalt zu gebieten, bestimmte eine kaiserliche Anordnung 1532, in Straßburg Bußgottesdienste abzuhalten.

1934 wurde der letzte Mittwoch des Kirchenjahres, jener vor Totensonntag also, zum einheitlichen Zeitpunkt für das gesamte Deutsche Reich bestimmt. Als gesetzlicher Feiertag bundesweit von 1981 bis 1995 begangen, blieb der Buß- und Bettag allein in Sachsen arbeitsfrei, wo am 21. November 2018 jene Zeit für Besinnung und Neubeginn garantiert ist.

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Bert Wawrzinek

Bert Wawrzinek wurde 1959 in Leipzig geboren und lebt heute im Stolpener Land.

Im ersten Leben Rockmusiker, betreibt er seit 25 Jahren das HISTORICA Antiquariat im Dresdner Barockviertel.
Für SACHSEN DEPESCHE schreibt er seit April 2016 zu Themen der sächsischen Kultur und Geschichte.

Webseite: www.sachsen-depesche.de/show/author/56-bert-wawrzinek.html
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