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Feiertage in Sachsen

Zum Buß- und Bettag am 22. November

Dienstag, 21 November 2017 04:06 geschrieben von 
Innere Einkehr - am 22. November Innere Einkehr - am 22. November Quelle: Bert Wawrzinek

Dresden – Der Buß- und Bettag ist im evangelischen Kirchenjahr ein Tag der inneren Einkehr. Im engeren Sinn geht es um die Gewissensprüfung des Einzelnen gegenüber Gott. Inwieweit entspricht die eigene Lebensführung den Glaubensmaximen? Wer seine Fehler eingesteht, soll zu einem Neuanfang ermutigt sein. Darüber hinaus bietet der Feiertag Gelegenheit, auf gesellschaftliche Mißstände aufmerksam zu machen.

In früherer Zeit waren Buß- und Bettage bei Not und Gefahr anberaumt worden, um die Bevölkerung zu Gebet und Umkehr zu veranlassen. Schon in der Antike kannte man gemeinsame Bußzeiten, Bußtage wurden im Mittelalter von der Obrigkeit bestimmt oder ergaben sich aus der Kirchenordnung. Beide Formen führte die evangelische Kirche fort; erstmals - auf kaiserliche Anordnung – ein Bettag wegen der „Türkengefahr“, 1532 in Straßburg. 1934 bestimmte man den letzten Mittwoch des Kirchenjahres, jenen vor Totensonntag also, zum einheitlichen Zeitpunkt im ganzen Deutschen Reich.

Als bundesweit gesetzlicher Feiertag wurde der Buß- und Bettag seit 1981 begangen, bis er 1995 wieder aufgehoben wurde, mit einer Ausnahme: Sachsen, wo am 22. November 2017 ein ganzer Feiertag zum Innehalten einlädt.

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Bert Wawrzinek

Bert Wawrzinek wurde 1959 in Leipzig geboren und lebt heute im Stolpener Land.

Im ersten Leben Rockmusiker, betreibt er seit 25 Jahren das HISTORICA Antiquariat im Dresdner Barockviertel.
Für SACHSEN DEPESCHE schreibt er seit April 2016 zu Themen der sächsischen Kultur und Geschichte.

Webseite: www.sachsen-depesche.de/show/author/56-bert-wawrzinek.html
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