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Öffentlich-Rechtliche immer unbeliebter

ARD und ZDF "angezählt": 70 Prozent der Deutschen gegen gebührenfinanzierten Rundfunk

Montag, 22 Februar 2016 04:35 geschrieben von 
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Erfurt – Die überwältigende Mehrheit der Deutschen spricht sich nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA für eine Abschaffung des gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus. Weit über zwei Drittel (69,4 Prozent) halten diesen für nicht mehr zeitgemäß, nur jeder Achte (12,6 Prozent) ist für seine Beibehaltung.

Jeder vierte Befragte (24,7 Prozent) gab an, dass er keine Zwangsgebühren mehr bezahlen möchte, weil er die Berichterstattung für nicht neutral hält. Ebenfalls jeder Vierte (24,4 Prozent) findet, dass sich ARD und ZDF wie private Sender über Werbung finanzieren und Formate mit geringer Zuschauerzahl als Bezahloption (Pay TV) anbieten sollten. Gegen die jetzige Form der Rundfunkgebühren sprechen sich vor allem Wähler der AfD (81,4 %) aus, gefolgt von FDP-Anhängern (78,8 %) und Wählern der Linken (76,4 %).

Dass die in „Beitragsservice“ umbenannte GEZ immer öfter sogenannte „Ventilwächter“ einsetzt, die bei den Reifen der Pkw von Zahlungsverweigerern die Luft entweichen lässt, empfindet eine klare Mehrheit von 58,6 Prozent als eine „absolute Unverschämtheit“. Mehr als jeder Zweite (52,7 Prozent) hält eine solche Maßnahme für unangemessen, weil eine Mobilitätseinschränkung in keinem vernünftigen Verhältnis zu den entgangenen Rundfunkgebühren stehe. Nur 6,1 Prozent finden den Einsatz dieser Zwangsmaßnahme „gut“.

Für den FDP-Politiker Rene Rock, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion in Hessen, ist das GEZ-System "angezählt". Die Liberalen hätten es ARD und ZDF nicht vergessen wie diese im letzten Bundestagswahlkampf gegen die FDP wirkungsvoll Stimmung machten.

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Enno-Martin Cramer

Enno-Martin Cramer wurde 1986 in Hamburg geboren.

Er studierte in Hamburg und Dresden Volkswirtschaftlehre, Philosophie und Politikwissenschaft.

Vor allem beobachtet und reflektiert er das Geschehen im Finanzmarkt und zu Unternehmensentwicklungen seit Oktober 2015 für unsere Redaktion.

Cramer beschäftigt sich aber auch intensiv mit der Landes- und Kommunalpolitik.

Webseite: www.sachsen-depesche.de/show/author/47-enno-martin-cramer.html
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