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Rechtspopulismus in Dresden

„Global Compact for Migration“ bei PEGIDA am Dresdner Hauptbahnhof

Donnerstag, 04 Oktober 2018 13:56 geschrieben von  Jan Erbenfeld

Dresden – 158. PEGIDA am 1. Oktober 2018 in der Landeshauptstadt. Zu Beginn die gewohnten Redebeiträge von Wolfgang Taufkirch und Lutz Bachmann. Beim folgenden „Spaziergang“ durch die Innenstadt treffen in der Prager Straße „Nazischweine“ (O-Ton Antifa) auf „faules Pack“ (O-Ton PEGIDA). Zurück am Wiener Platz kommt PEGIDA-Vize Däbritz abermals auf den UN-Migrationsvertrag (Global Compact for Migration) zu sprechen. Dieses Abkommen baue auf das bestehende humanitäre Völkerrecht auf, insbesondere das Nichtzurückweisungsprinzip aus Art. 33 der Genfer Flüchtlingskonvention, um „die in Marsch gesetzte illegale Migration jetzt zu legalisieren, zu vereinfachen und zu vergrößern.“

260 Millionen „Reisende“ weltweit würden so in „lebenswerte Regionen der Erde“ umgesiedelt werden. Dies betreffe nicht allein Deutschland oder Europa. Könnten die „Bürger auf der Straße“ jene von Deutschland geplante Unterzeichnung nicht verhindern, müsse man das wohl miterleben. Die allgemeine Lethargie spiele den Verantwortlichen in die Hände. Alle „gutgemeinten Unterschriftensammlungen“ gingen den Weg des Unvermeidlichen, änderten aber nichts. „Nur die Straße“ könne diesen „gesellschaftszerstörerischen Kurs“ noch stoppen, „keine Landtagswahl, keine Bundestagswahl, keine Europawahl“ sei dazu in der Lage, beschwört der stämmige Meißner mit dramatischer Geste das Publikum. „Wi-der-stand“ skandieren die Pegidianer finster.

Das „allerwichtigste Pfund“ der Globalisierer, so Däbritz weiter, sei die „Unwissenheit der Menschen“. Nahezu niemand wisse überhaupt von besagtem Pakt, der im Dezember in Marokko unterzeichnet werden soll. Kritische Stimmen würden von einer „linksliberalen Kamerilla“ niedergemacht. Doch gegenüber den Folgen der Umsetzung dieses Vertrages seien die Grenzöffnung 2015, sämtliche illegalen Einreisen, sämtliche Überfahrten über das Mittelmeer „zahlenmäßig zu vernachlässigen“, werde man erleben, was sich hinter dem Schlagwort „Umvolkung“ wirklich verberge. Dann nämlich würden „unsere Freiheit“, ein über Jahrhunderte erarbeiteter „gesellschaftlicher Fortschritt“ und „alle zivilisatorischen Errungenschaften“ schneller in der Versenkung verschwinden, „als ein CDUler, der Frau Merkel widerspricht.“

Letzte Änderung am Freitag, 05 Oktober 2018 22:35
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