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Rechtspopulismus in Dresden

Andreas Kalbitz (AfD) bei PEGIDA in Dresden

Mittwoch, 28 März 2018 08:15 geschrieben von  Jan Erbenfeld
PEGIDA-Protest in Dresden (Archivbild) PEGIDA-Protest in Dresden (Archivbild) Quelle: Jan Erbenfeld

Dresden – 140. PEGIDA am 26. März 2018 in der Landeshauptstadt. Nach dem „Spaziergang“ spricht Andreas Kalbitz, Fraktionsvorsitzender der AfD im Potsdamer Landtag. Nazis und Rechtsextremisten sehe er keine auf dem Altmarkt, dafür „Bürger in Bewegung“, gewaltfrei und friedlich. Dann „träumt“ Kalbitz für sein Publikum von einem Land, das seine Identität wahre und Kultur pflege, in dem deutsche Kinder keine Koranverse lernen müßten, seine Tochter auch nachts sicher U-Bahn fahre, man von einem Beruf und ehrlicher Arbeit gut lebe und keine Angst haben müsse, im Alter hilflos, arm und bedürftig zu sein. Er träume von einem Land, in dem es keine sexuellen Übergriffe und Messerattacken durch „angebliche Bereicherer“ gebe und Kinder kein Armutsrisiko wären. Dies sei das Land gewesen, „in dem wir gut und gerne gelebt haben.“

Gewiß entspricht Kalbitz‘ Vorstellung noch immer dem Wunsch einer Bevölkerungsmehrheit nach Sicherheit und Frieden. Doch ist dies angesichts ungebremster Massenzuwanderung noch realistisch? Gerade erst berichtete die BILD-Zeitung von einem „blutigen Wochenende“ und dokumentiert in nur zwei Tagen ein Dutzend Messerattacken und -stechereien im Bundesgebiet. Angesichts der bürgerkriegsähnlichern Szenen auf deutschen Straßen wirken Kalbitz‘ Wünsche wie ein Märchen aus vergangener Zeit. Die Bundestagswahl 2017 hat dem Multikulturalismus der Kanzlerin erneut die Bahn bereitet, Innenminister Seehofer will nun einen „starken Staat“. Den wird es brauchen, um die auseinanderstrebenden Bevölkerungsteile beieinanderzuhalten, wenn der Ausnahmezustand längst Normalität geworden ist.

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