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Rund um die Landeshauptstadt

Das „Trojanische Pferd“ am 1. September in Meißen

Montag, 27 August 2018 22:58 geschrieben von 
Das "Trojanische Pferd" in Dresden (April 2018) Das "Trojanische Pferd" in Dresden (April 2018) Quelle: Bert Wawrzinek

Meißen - „Umstritten“ im besten Wortsinn ist das „Trojanische Pferd“, ein Kunstprojekt des Vereins „Pro Mitsprache e. V.“ um Rene Jahn, Dresdens politischsten Hausmeister. Bereits im April hat die 5 Meter hohe Monumentalskulptur vor dem Dresdner Kulturpalast für Aufsehen gesorgt, um Ende Juni in Pirna Diskussionen anzuregen. Offenbar scheint der Mythos des hölzernen Pferdes, mit dem die Griechen das antike Troja nach zehnjähriger Belagerung durch eine List in die Knie zwangen, nicht nur den Initiatoren als Sinnbild einer als „besorgniserregend“ empfundenen Gegenwart.

Am 1. September wird die Styropor-Großplastik am Heinrichplatz in Meißen zu erleben sein. Unweit des Marktes in der Altstadt gelegen, markiert dort ein Brunnen mit dem Denkmal Heinrichs I. (876-936) von Robert Henze den Beginn (ober)sächsischer Geschichte. Der ostfränkische König hatte einst (929 ) auf dem Hügel an der Elbe eine Burg erbaut, die zum Sitz der Markgrafen von Meißen wurde. Ab 1089 kamen diese aus dem Haus Wettin, welches die Geschicke der sächsischen Lande bis 1918 bestimmen sollte.

Kein Zufall ist das Datum der Aktion, wählen doch die Meißner einige Tage später (9. September) einen neuen Oberbürgermeister. Mit dem parteilosen OB Olaf Raschke konkurrieren dabei der frühere Bürgerrechtler Frank Richter (parteilos), Martin Bahrmann (FDP), Joachim Keiler (AfD) und Heiko Lorenz von der Sächsischen Volkspartei. Insofern bietet die Idee von einem „Gesprächsangebot für die Meißner“ eine originelle Möglichkeit, jenseits verhärteter Fronten Argumente auszutauschen und dabei auch kritischen Stimmen ein öffentliches Forum zu bieten.

01.09.2018, Beginn 12.00 Uhr, Heinrichplatz, 01662 Meißen.
Weitere Informationen: https://www.facebook.com/Kunst-ist-frei-das-Trojanische-Pferd-494639054272516/

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Bert Wawrzinek

Bert Wawrzinek wurde 1959 in Leipzig geboren und lebt heute im Stolpener Land.

Im ersten Leben Rockmusiker, betreibt er seit 25 Jahren das HISTORICA Antiquariat im Dresdner Barockviertel.
Für SACHSEN DEPESCHE schreibt er seit April 2016 zu Themen der sächsischen Kultur und Geschichte.

Webseite: www.sachsen-depesche.de/show/author/56-bert-wawrzinek.html
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