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Junge Alternative: Damian Lohr führt nun AfD Nachwuchs an

Montag, 19 Februar 2018 13:44 geschrieben von  Robin Classen
Damian Lohr ist Bundesvorsitzender der AfD-Nachwuchsorganisation JA Damian Lohr ist Bundesvorsitzender der AfD-Nachwuchsorganisation JA Quelle: BAYERN DEPESCHE

Büdingen - Damian Lohr, Landtagsabgeordneter in Rheinland-Pfalz und Redakteur der HESSEN DEPESCHE ist nun Bundesvorsitzender der JA. Am vergangenen Wochenende hat sich die Jugendorganisation der AfD, die Junge Alternative, in Büdingen in der Wetterau in der Werner-Zinnkann-Halle versammelt, um dort ihren Bundeskongress abzuhalten. Der Bundeskongress der Jugendorganisation ist eine Art Jugend-Bundesparteitag, auf dem unter anderem ein neuer Vorstand gewählt wird. Über 360 Mitglieder waren vor Ort.

 

Der bisherige Vorstand um den Nationalkonservativen Markus Frohnmaier und den Nationalliberalen Sven Tritschler, die beide das Gesicht der Jugendorganisation in den letzten Jahren entscheidend geprägt haben, hat sich nicht wieder zur Wahl gestellt und den Weg für eine Erneuerung freigemacht, nachdem innerhalb der Jugendorganisation die Stimmen lauter wurden, dass organisatorisch in der letzten Amtszeit zu viel liegengeblieben sei.

Damian Lohr setzt sich gegen Reimond Hoffmann durch

Mit Spannung erwarteten Beobachter die Wahl des neuen Vorsitzenden der Jugendorganisation. Anders als bislang wird künftig nur noch eine Person an der Spitze stehen und zwar der Mainzer Landtagsabgeordnete Damian Lohr. Er siegte mit etwas unter 60 Prozent der Stimmen gegen seinen Herausforderer Reimond Hoffmann aus Baden-Württemberg. In seiner Rede skizzierte der 24 Jahre junge Mainzer, was er künftig mit der JA vorhat: So soll es eine Geschäftsstelle und eine „schlagkräftige Verwaltung“ geben, die unter anderem Mitgliederausweise schneller versendet und Mitgliedsbeiträge automatisch verrechnet. Inhaltlich trat Lohr gemeinsam mit einer im Vorfeld kolportierten Liste aus nationalkonservativen und liberalen Mitgliedern an. Ziel sei es, die Mitgliedschaft zu einen und alle Flügel angemessen zu vertreten. Ob Lohr, der auch europapolitischer Sprecher der rheinland-pfälzischen AfD-Fraktion ist, möglicherweise für das Europaparlament kandidiert, ist derweil weiter offen. Eine entsprechende Nachfrage von Lars Steinke ließ jedoch erkennen, dass Lohr sich die Option offenhält.

So sieht der restliche Vorstand aus

Als Stellvertreter wurden Jörg Sobolewski aus Berlin und Nicolai Boudaghi aus Nordrhein-Westfalen gewählt. Während Sobolewski dem nationalkonservativen Lager angehört, repräsentiert Boudaghi, der Wurzeln im Iran hat, den liberalen Part. Schatzmeister und Stellvertreter sind Jan Hornuf und Felix Koschkar, als Schriftführer wurden Moritz Brodbeck und Christian Mertens gewählt. Für die sechs Beisitzerposten setzten sich Alexander Leschik, Matthias Scholz, Alischa Marczinczik, Christopher Jahn, Tim Ballschuh und Lydia von Wangenheim durch. Bereits in einem Jahr wird ein neuer Vorstand bestimmt, hat der Bundeskongress entschieden.

Grußwörter von AfD-Prominenz

Dass die Jugendorganisation in der AfD über eine gute Reputation verfügt, zeigten die Grußwörter. Aus dem Bundesvorstand sprachen die beiden JA-Beauftragten Andreas Kalbitz und Guido Reil zu den Anwesenden. Aus dem hessischen Landesverband gab es ein Grußwort von Klaus Herrmann, einem der beiden erst kürzlich gewählten Landessprecher der Partei. Auch der Bundestagsabgeordnete Jan Nolte, der zugleich Landesvorsitzender der hessischen JA ist, lieferte ein Grußwort.

Jungen Union demonstrierte mit der Antifa

Vor der Halle lieferten sich etwa 50 Gegendemonstranten aus der linken Szene Wortgefechte mit den zahlenmäßig deutlich überlegenen JA-Kadern. Zu Auseinandersetzungen mit der Polizei kam es nicht, Protest und Gegenprotest verliefen friedlich. Bemerkenswert war jedoch, dass umringt von linken Plakaten und Fahnen auch die Junge Union Büdingen ihren Vorsitzenden Andreas Knippel einen Redebeitrag sprechen ließ. Der JA-Landesvorsitzende Jan Nolte zeigte sich darüber entsetzt: „Dass die Junge Union sich ein weiteres Mal nicht z uschade war, mit erklärten Deutschlandhassern zusammenzuarbeiten, zeigt, dass es in Deutschland im Grunde nur zwei Parteien gibt: Die interparteiliche, linksgerichtete Koalition der Altparteien und die konservativ-patriotische AfD“. Die Geschäftsstelle der JU Wetterau war am Sonntag für eine Stellungnahme telefonisch nicht zu erreichen.

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