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Wahlmanipulationen bei der AfD in NRW?

Marcus Pretzell und eine "geheime WhatsApp-Gruppe" gefährden Glaubwürdigkeit der AfD

Sonntag, 27 November 2016 16:32 geschrieben von 
http://www.marcus-pretzell.de http://www.marcus-pretzell.de Quelle: Screenshot - http://www.marcus-pretzell.de vom 19.08.2016

Düsseldorf - Die AfD wollte eigentlich anders sein und sich von den etablierten Parteien in Handlungsweisen und Auftreten abgrenzen. Mehr Demokratie fordert die AfD. Mit dieser Forderung scheint es nicht so weit her zu sein. In Sachsen ließ der Vorstand unter der Leitung der AfD-Sprecherin Frauke Petry den demokratisch gewählten Kandidaten Arvid Samtleben von der Liste streichen. In diesem Zusammenhang ermittelt die Staatsanwaltschaft, so wird berichtet, gegen Frauke Petry wegen einer möglichen eidlichen Falschaussage vor dem Sächsischen Wahlprüfungsausschuss.

Namhafte Juristen, u. a. der Düsseldorfer Parteienrechtsexperte Martin Morlok, halten die gesamte sächsische Landtagswahl von 2014 für ungültig. "Der Landtag ist wegen der unzulässigen Streichung des AfD-Kandidaten nicht verfassungsgemäß zusammengesetzt“, so Martin Morlok und weiter: „An Neuwahlen führt kein Weg vorbei.“

Nun scheint auch dem Lebensgefährtenvon Frauke Petry, Nordrhein-Westfalens AfD-Parteichef Marcus Pretzell, ein eisiger Wind ins Gesicht zu blasen. Unter seinem Vorsitz soll bei der AfD-Listenaufstellung zur NRW-Landtagswahl getrickst und manipuliert worden sein. Ein AfD Mitglied soll sogar fünf Stimmzettel auf dem Aufstellungsparteitag in Soest in einer äußert knappen Stichwahl vernichtet haben. Eine „geheime WhatsApp-Gruppe“ um Marcus Pretzell soll offensichtlich versucht haben, die Landesliste exakt mit ihren Wunschkandidaten zu besetzen. Entsprechende der Illustrierten STERN vorliegenden Chat-Protokolle sollen diese Manipulationen bestätigen.

In NRW kann die die AfD mit etwa 30 Mandaten rechnen, also erheblich zu verteilende Pfründe, die es gilt zu verteilen. So berichtet auch der STERN, dass „Kandidaten, die Marcus Pretzell gewogen sind, von der „geheime Whatsapp-Gruppe“ protegiert werden.“

Die ach so von der AfD geächtete Postenjägerei, Karrieregeilheit und Versorgungsmentalität der Altparteien scheint die NRW-AfD um Marcus Pretzell gegenüber den Altparteien noch zu übertrumpfen. Mit Demokratie hat eine derartige Vorgehensweise nichts mehr zu tun. Hoffentlich heißt es nicht einmal: „Mit Angela Merkel über Frauke Petry und Marcus Pretzell in die Sch……"

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Josef Mühlbauer

Dipl. Kfm. Josef Mühlbauer, München

Vita: Nach dem Abitur folgte ein Studium der Wirtschaftswissenschaft und der Rechtswissenschaft  an der Uni München. Mit dem Abschluss Diplom Kaufmann und in Jura dem ersten und zweiten Staatsexamen mit Referendars-Ausbildung hat er seine Universitätszeit abgeschlossen. Danach war Josef Mühlbauer als Vorstandsassistent und dann Leiter Recht und Finanzen in einer großen Aktiengesellschaft tätig.

Dem folgte eine Zeit als freiberuflicher Rechtsanwalt und freier Unternehmensberater in einer Beratungsfirma. Später war Josef Mühlbauer für größere Firmen zuständig.

Zuletzt engagierte er sich im gemeinnützigen Bereich im Rahmen politischer Bildung und gilt als ausgewiesener Spezialist insbesondere für Parteienforschung und Parteienfinanzierung.

Webseite: www.sachsen-depesche.de/show/author/54-josef-mühlbauer.html
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