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Täter Ali Davoud Sonboly wird David S. genannt

Ramin Peymani (FDP) wirft Medien Antisemitismus bei Berichterstattung über München-Amokläufer vor

Mittwoch, 27 Juli 2016 15:49 geschrieben von 

Kelkheim – Der Journalist und Kelkheimer FDP-Kommunalpolitiker Rahmin Peymani hat den Medien ein bewusstes Schüren antisemitischer Ressentiments im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den Amokläufer von München vorgeworfen. „Ein junger Mann, der nachweislich Ali Davoud Sonboly hieß, wird konsequent als David S. bezeichnet, um den muslimischen Hintergrund zu verschleiern. Die Journalisten wissen, dass der Name David eher mit Israel assoziiert wird“, so Peymani am Mittwoch bei Facebook. Dieser „unterschwellige Antisemitismus vieler deutscher Medien“ mache ihn „wütend“, erklärte der Blogger und Autor des Buches „Spukschloss Deutschland“.

Peymani weiter: „Es ist kaum zu fassen, dass dieselben Journalisten, die so gerne die Nazikeule schwingen, bewusst oder fahrlässig den Eindruck eines Halbisraelis als Massenmörder erwecken.“ Jenen Medienvertretern scheine es nicht um „den wirklichen Kampf gegen Antisemitismus zu gehen, sondern nur darum, diesen als ideologische Waffe einzusetzen“.

Peymani hatte sich in der Vergangenheit mehrfach kritisch mit der Asyl- und Migrationspolitik der Bundesregierung auseinandergesetzt. Für dieses Nachrichtenportal unterzog er zuletzt den „verlängerten Arm“ des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Deutschland und Europa einer kritischen Betrachtung (http://www.sachsen-depesche.de/politik/kritik-am-system-erdogan-der-verlängerte-arm-des-despoten-nach-europa.html).

Bekanntheit erfuhr Peymani vor allem durch seine journalistische Richtigstellung der Umstände einer Unfallrettung im hessischen Wetteraukreis (http://www.hessen-depesche.de/medien/„frankfurter-rundschau“-korrigiert-berichterstattung-zum-unfall-von-stefan-jagsch-npd.html), die seinerzeit hohe Wellen schlug.

Der leidenschaftliche Hobbyfußballer (Jahrgang 1968) lebt in Kelkheim, ist dort Vorsitzender des FDP-Stadtverbandes sowie stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP im Main-Taunus-Kreis. Neben seinem ehrenamtlichen politischen Engagement hält der Ex-Banker Fachvorträge zur Euro- und Staatsschuldenkrise sowie zum Thema Corporate Social Responsibility und betätigt sich publizistisch für eine Reihe von Debattenmagazinen. Der Ökonom und Ex-Banker (Citibank, Goldman Sachs) war von 2002 bis 2008 war er beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) beschäftigt, erst als Büroleiter des damaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger, danach als Leiter der Revision. Seit 2008 arbeitet Peymani als freier Autor und Publizist.

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Michael Krug

Michael Krug (Jahrgang 1974) kam vor Jahren aus dem norddeutschen Hamburg nach Sachsen.

Seine alte und seine neue Heimat verbindet die Elbe. Heute pendelt er zwischen Dresden und Frankfurt am Main. Ursprünglich aus der volkswirtschaftlichen Richtung kommend, entwickelte sich der studierte Journalist zu einem Vollblutberichterstatter aus Politik, Medien, Lifestyle, Kultur und Wirtschaft. Seit Mai 2016 gehört er unserer Redaktion an.

Webseite: https://www.sachsen-depesche.de/show/author/55-michael-krug.html
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