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Schon Erich Kästner schwärmte davon

Affenhitze in Dresden: Die Brunnen von Robert Diez laden zum Verweilen ein

Donnerstag, 28 Juli 2016 12:25 geschrieben von 
„Stürmische Wogen“ von Robert Diez (1894), Albertplatz Dresden „Stürmische Wogen“ von Robert Diez (1894), Albertplatz Dresden Quelle: Bert Wawrzinek

Dresden – Sommer in der Landeshauptstadt. Kein Lüftchen regt sich in den Straßen, die Luft scheint zu stehen und das seit Tagen. Am Albertplatz schieben sich schwitzende Fahrgäste ächzend aus Bahnen und Bussen, um eilig weiter nach der Äußeren Neustadt oder den Gassen des Barockviertels zu streben. Selbst Urlaubsgäste ziehen pflastermüde mit hängenden Schultern ihrer Wege.

Warum dann nicht mal einen Moment innehalten und, vielleicht mit einem Buch in der Hand, auf den einladenden Bänken rund um die beiden Monumentalbrunnen von Robert Diez (1844-1922) verweilen?

Erich Kästner (1899-1974) hat sie auch gesehen und beschrieben, die „Stille(n) Wasser“ und „Stürmische(n) Wogen“, welche seit nunmehr 120 Jahren getreu ihren Dienst versehen. Nur ein paar Meter weiter besaß sein Onkel Franz Augustin ein Haus (heute Erich-Kästner-Museum), in dem der Schuljunge Erich viel Zeit verbrachte. In seinen Kindheitserinnerungen („Als ich ein kleiner Junge war“) findet sich ein ganzes Kapitel darüber.

Man kann auch einfach nur die Augen schließen und dem Rauschen der Fontänen lauschen. Das sprudelnde Nass von Dresdens schönster Brunnenanlage erfrischt den hitzegestressten Passanten garantiert. Probieren Sie es aus!

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Bert Wawrzinek

Bert Wawrzinek wurde 1959 in Leipzig geboren und lebt heute im Stolpener Land.

Im ersten Leben Rockmusiker, betreibt er seit 25 Jahren das HISTORICA Antiquariat im Dresdner Barockviertel.
Für SACHSEN DEPESCHE schreibt er seit April 2016 zu Themen der sächsischen Kultur und Geschichte.

Webseite: www.sachsen-depesche.de/show/author/56-bert-wawrzinek.html
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