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Oberlausitz

Bischofswerda: Baustart an der alten Fronfeste

Donnerstag, 31 Januar 2019 01:21 geschrieben von 
Vom Stadtgefängnis zum Hospiz: Fronfeste Bischofswerda Vom Stadtgefängnis zum Hospiz: Fronfeste Bischofswerda Quelle: Bert Wawrzinek

Bischofswerda – Am 18. Februar 2019 soll es losgehen, werden vorbereitende Abbrucharbeiten beginnen, damit die urtümliche Fronfeste, das wohl älteste Bauwerk der sächsischen Kreisstadt, wieder in neuem Glanz erstrahlt. Bis ins 13. Jahrhundert weisen die Spuren des „Dresdner Turmes“, der einst Teil mittelalterlicher Stadtbefestigung war, das Gefängnis und Diensträume der Polizei beherbergte und neben den Gefängniszellen auch über einen „Marterkeller“ verfügte. 2010 gründete sich der Förderverein Fronveste Bischofswerda e. V. mit dem ehrenvollen Ziel, den traditionsreichen Bau vor dem voranschreitenden Verfall zu retten.

Wie das Schicksal spielt, wird die Christliche Hospiz Ostsachsen eGmbH in und um die historischen Gemäuer nun eine „Wohneinrichtung für Menschen in der letzten Lebensphase“, das „Stationäre Hospiz Siloah“ errichten. Ganze zwölf Plätze für Sterbende und 27 Arbeitsstellen sollen dabei entstehen. Die Stadt Bischofswerda fördert die 4,9 Millionen Euro-Investition und stellt bis zu einer Million in Aussicht. 80 Prozent davon kommen aus dem Bund-Länder Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“, der Rest sind Eigenmittel.

Ein langwieriger Genehmigungsprozeß ist abgeschlossen und nein, schutzheischende Fledermäuse wurden dabei nicht gefunden; Aufträge können vergeben werden. Hinein in feuchten Grund geht es dann im März, wenn Tiefbauarbeiten einen Neubau auf Pfählen möglich machen. Ab dem Folgemonat wird gebaut, bis zur im Frühling 2020 geplanten Eröffnung. Doch schon jetzt freuen sich die „Schiebocker“ ihrer Fronfeste im neuen Gewand, die sich als Haus des Abschieds ihrer ernsten Aufgabe abermals gewachsen zeigen wird.

Einen kleinen Film zum Thema gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=bx0NA85h0ps

Letzte Änderung am Donnerstag, 31 Januar 2019 01:26
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Bert Wawrzinek

Bert Wawrzinek wurde 1959 in Leipzig geboren und lebt heute im Stolpener Land.

Im ersten Leben Rockmusiker, betreibt er seit 25 Jahren das HISTORICA Antiquariat im Dresdner Barockviertel.
Für SACHSEN DEPESCHE schreibt er seit April 2016 zu Themen der sächsischen Kultur und Geschichte.

Webseite: www.sachsen-depesche.de/show/author/56-bert-wawrzinek.html
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