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Marokkaner soll Anschlag in Berlin geplant haben

Borsdorf bei Leipzig: Terrorverdächtiger in Asylbewerberheim festgenommen

Montag, 10 April 2017 17:49 geschrieben von  Johann W. Petersen
Festnahmeeinheit der Polizei (Übung) Festnahmeeinheit der Polizei (Übung) Quelle: wikimedia.org | Axel Hindemith | CC BY-SA 2.0

Borsdorf/Leipzig – Bei einem Anti-Terror-Einsatz von Spezialkräften des sächsischen Landeskriminalamtes (LKA) in einem Asylbewerberheim in Borsdorf bei Leipzig wurde am vergangenen Sonnabend ein Verdächtiger festgenommen, der einen Anschlag in Berlin geplant haben soll.

Bei dem Terrorverdächtigen handelt es sich nach Polizeiangaben um einen Marokkaner, dessen Alter mit „Mitte 20“ angegeben wird. Wie das LKA mitteilte, hatte es bereits am Freitagabend Hinweise auf eine eventuell geplante Straftat gegeben. Noch in der Nacht wurde daraufhin bei der Polizeidirektion Leipzig eine Sondereinheit zusammengestellt, die intensiv „an der Bewältigung der Lage“ gearbeitet habe.

Die Polizei rückte dann gegen drei Uhr morgens mit einem Großaufgebot vor der Containerunterkunft in Borsdorf an. Gefahr für die Bevölkerung in der 8.000-Einwohner-Gemeinde habe nach Polizeiangaben nicht bestanden. „Wir hatten einen großen Einsatz, Details können wir nicht nennen“, hieß es am Sonnabend in einer ersten Stellungnahme. Bei dem Marokkaner soll es sich um einen Migranten handeln, der nach seiner Einreise nach Deutschland politisches Asyl beantragt hat. Unklar ist bislang, ob und wann der Mann dem Haftrichter vorgeführt wird.

Laut „Leipziger Volkszeitung“ soll es sich bei dem Festgenommenen um denselben Mann handeln, der am Morgen des 8. Februar 2017 mit einer Bombendrohung einen Polizeigroßeinsatz am Bildungs- und Technologiezentrum in Borsdorf ausgelöst hatte. Damals sprach ein Migrant vermutlich nordafrikanischer Herkunft zwei Schüler vor dem Gebäude an und warnte sie, in die Schule zu gehen, da sich in seinem Rucksack eine Bombe befinde. Die Schulleitung ließ das Gebäude daraufhin räumen. Der Unbekannte wurde beschrieben als südländischer Typ von etwa 1,80 Metern Größe mit dunklen Haaren und dunklem Bart. Die Polizei fand damals weder den Tatverdächtigen noch den Sprengstoff.

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Redaktion