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Aus der Landeshauptstadt

Dresdner Brunnensaison startet

Samstag, 14 April 2018 13:33 geschrieben von 
„Stürmische Wogen“ von Robert Diez (1894) „Stürmische Wogen“ von Robert Diez (1894)

Dresden – Nach und nach gehen sie wieder in Betrieb: Dresdens Brunnen und Wasserspiele. Um die 300 solcher Anlagen bietet Sachsens Landeshauptstadt einer dankbaren Bürgerschaft und ihren Gästen. Auch am Neustädter Albertplatz ergießt sich glitzerndes Nass von neuem in Dresdens vielleicht schönste Brunnenanlage. „Stille Wasser“ und „Stürmische Wogen“ heißen die von Robert Diez 1894 errichteten Zwillingsbrunnen.

Bereits 1875 standen an deren Stelle zwei schlichte Wasserbecken, die durch das monumentale Brunnenpaar ersetzt wurden. Beide Granitbecken umfassen einen Durchmesser von jeweils 18 Metern, darin auf einem Sockel überlebensgroße Bronzeplastiken, darüber Brunnenschalen von fünf Metern Durchmesser. Der Nachguss (eines Teilstücks) der „Stürmischen Wogen“ erhielt auf der Pariser Weltausstellung 1900 eine Goldmedaille.

Nach 1945 wurde dieser, durch Luftangriffe beschädigte Brunnen abgebaut und durch ein sowjetrussisches Siegesmal ersetzt. Erst 1994 konnten die „Stürmischen Wogen“ zur Freude der Dresdner erneut an ihrem Ursprungsort in Betrieb gehen. Seither bilden Wasser, Stein und Bronze beidseits des Platzes ein berauschendes Gesamtkunstwerk, dem sich der Vorübergehende nur schwer entziehen kann.

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Bert Wawrzinek

Bert Wawrzinek wurde 1959 in Leipzig geboren und lebt heute im Stolpener Land.

Im ersten Leben Rockmusiker, betreibt er seit 25 Jahren das HISTORICA Antiquariat im Dresdner Barockviertel.
Für SACHSEN DEPESCHE schreibt er seit April 2016 zu Themen der sächsischen Kultur und Geschichte.

Webseite: www.sachsen-depesche.de/show/author/56-bert-wawrzinek.html
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