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99. „Spaziergang“ von PEGIDA durch Dresden

Sind Schlümpfe Nazis?

Freitag, 07 April 2017 05:10 geschrieben von  Jan Erbenfeld
Lutz Bachmann am  3. April 2017 auf dem Dresdner Altmarkt Lutz Bachmann am  3. April 2017 auf dem Dresdner Altmarkt Quelle: Jan Erbenfeld

Dresden – Montagabend auf dem Altmarkt. Lutz Bachmann über die „absurde Berichterstattung“ der Medien. Ein Online-Portal vermelde, dass die Schlümpfe Nazis und Rassisten seien, weiße Mützen wie der Ku-Klux-Klan trügen, gern marschierten und um ein Feuer herumtanzen würden. Einmal seien sie einer Krankheit zum Opfer gefallen, waren schwarz angelaufen und aggressiv geworden, worauf die „befallenen“ Schlümpfe von den gesunden ausgegrenzt worden wären. Gelächter.

Hingegen stehe Sachsen an der Spitze der Bundesrepublik, sowohl bei „Pisa“ als auch beim Wachstum. Speziell in Dresden, der „Hauptstadt des Widerstandes“, gebe es einen „positiven Pegida-Effekt“, da viele der „ankommenden Asylbetrüger“ sich nicht sicher bei Ausübung ihrer „mutmaßlich bevorzugten Tätigkeiten wie Vergewaltigung, Antanzen, Raub, Diebstahl usw.“ fühlen und sich gleich in Richtung der alten Bundesländer abwenden würden.

Dann eine jüngst bekanntgewordene Studie des sächsischen Innenministeriums: „Anteil ermittelter tatverdächtiger Zuwanderer im Verhältnis zur Anzahl der Zuwanderer nach Staatsangehörigkeit für das Jahr 2015“. Tatsächlich sind danach allein von 182 nach Sachsen „eingewanderten“ Algeriern 140 als Tatverdächtige ermittelt worden (81,9%), bei den 1.182 Tunesiern waren es immerhin noch 67,6 %. Für Bachmann eine Gelegenheit, seine eigene kriminelle Vergangenheit zu relativieren und sich selbstgerecht als politischer Saubermann aufzuspielen.

Während man also die Flüchtlingskriminalität, befürchteter Verallgemeinerungen wegen, nicht an die große Glocke hänge, werde er, Bachmann, obwohl er „bezahlt“ habe, bis heute diskriminiert, was ihn aber nicht störe. Applaus, „Volksverräter“-Rufe. Er stelle nicht den Anspruch, ein Vorbild zu sein, habe lediglich „das Maul aufgemacht“, als er merkte, dass „etwas schiefläuft“. Jedenfalls werde man sich auch künftig nicht beirren lassen, und weiter auf „den Unrat im Lande“ hinweisen.

Abschließend wünschte Bachmann noch allen Kandidaten der AfD-Landesliste Sachsen Erfolg für die anstehende Bundestagswahl. Er sei froh, dass sich die Mehrheit des AfD-Delegiertenparteitages in Weinböhla für ein Ende des Redeverbotes von AfD-Funktionären bei PEGIDA entschieden habe. Eine bessere Bühne, als die in Dresden „vor tausenden Patrioten“, könne man als „Kandidat einer echten Volkspartei“ gar nicht haben. Und das war kein bisschen ironisch gemeint.

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Redaktion