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„Sächsische Begegnungsstätte“ soll Verbindungen zu Muslimbrüdern haben

Volksbank-Gebäude in Riesa beherbergt offenbar muslimischen Gebetsraum

Sonntag, 16 April 2017 16:57 geschrieben von  Johann W. Petersen
Blick über die Elbe auf Riesa Blick über die Elbe auf Riesa Quelle: wikimedia.org | Kolossos | CC BY-SA 3.0

Riesa – In Riesa (Landkreis Meißen) gibt es offenbar einen Gebetsraum, der schon seit einiger Zeit von Dutzenden muslimischen Migranten als solcher genutzt wird, ohne dass es dafür eine entsprechende Genehmigung gibt. Der Raum befindet sich im Volksbank-Haus in der Goethestraße nahe dem Puschkinplatz und beherbergte bis vor kurzem noch ein Büro des Malteser-Hilfsdienstes.

Neuer Mieter ist die sogenannte „Sächsische Begegnungsstätte“ (SBS), der von Sicherheitsbehörden Verbindungen zur radikal-islamistischen Muslimbruderschaft nachgesagt werden. SACHSEN DEPESCHE berichtete schon im Februar über die verstärkten Tätigkeiten der Organisation, die vor allem unter Asylbewerbern für ihre Sache wirbt (https://www.sachsen-depesche.de/politik/muslimbrüder-verstärken-ihre-aktivitäten-in-sachsen.html). Laut Sachsens Verfassungsschutzchef Gordian Meyer-Plath strebt die international agierende Muslimbruderschaft die Einführung der Scharia in Deutschland an.

Der Gebetsraum in Riesa geriet nun in den Fokus der Öffentlichkeit, weil ein NPD-Stadtrat bei Riesas Oberbürgermeister Marco Müller (CDU) angefragt hatte, ob die Räumlichkeiten in dem Volksbank-Gebäude zwischen Haupt- und Goethestraße entsprechend genutzt werden könnten. Dies räumte Müller bei der letzten Stadtratssitzung ein, nachdem er zuvor noch angegeben hatte, dass ihm keinerlei Informationen darüber vorlägen.

Laut einem Bericht der „Sächsischen Zeitung“ soll sich der OB inzwischen in dem Objekt umgeschaut haben, wobei ihm aufgefallen sei, dass dort „eine Vielzahl von Asylbewerbern“ anwesend gewesen seien. Man prüfe nun, ob die Wohnung möglicherweise unzulässig genutzt werde, teilte Stadtsprecher Uwe Päsler mit. Ein Verstoß gegen die zulässige Nutzung als Wohnraum sei jedoch schwer nachzuweisen, da es sich um Privateigentum handle. „Dennoch versucht die Stadt nach den aktuellen Hinweisen, die Umstände dort genauer zu recherchieren und mit dem Eigentümer in Kontakt zu kommen“, so Päsler laut „Sächsischer Zeitung“.

Einige Anwohner reagierten beunruhigt auf die neuen Meldungen und fürchten um die Sicherheit in ihrer Nachbarschaft. „Ich habe mich immer für eine Aufnahme von Flüchtlingen und ihre Integration eingesetzt, aber mit Islamisten ist nicht zu spaßen“, so eine Riesaer Bürgerin, die unweit des Volksbank-Hauses ein Geschäft betreibt, auf Nachfrage der SACHSEN DEPESCHE. Ein anderer Anwohner erklärte: „Wenn Moslems dort nur beten, ist prinzipiell nichts dagegen einzuwenden. Wenn da aber islamistisch indoktriniert wird, dann müssen die Behörden einschreiten.“ Er erwarte eine genaue Prüfung der Vorgänge. Wegen der Feiertage war in der Stadtverwaltung niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Welche Rolle die Muslimbrüder bei dem anmietenden Verein spielen, welche Imame in Riesa aktiv sind und ob eventuell auch ausländische Gelder in das Projekt fließen, ist nach wie vor unklar. Die städtischen Behörden dürften dies auch kaum vollständig eruieren können. Insofern wird es im Falle des Riesaer Gebetsraums auch auf Informationen von Landesbehörden wie dem Amt für Verfassungsschutz ankommen. Dort hält man sich bislang bedeckt.

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