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Dresdner Abschiede

Walter Battisti (1968-2018)

Samstag, 23 Juni 2018 01:55 geschrieben von 
Walter Battisti  (+) Walter Battisti (+) Quelle: Bert Wawrzinek

Dresden – Walter Battisti ist tot. Er hinterläßt eine erwachsene Tochter, traurige Freunde und ein bildnerisches Werk, das die Nachwelt weiterhin mit dem Südtiroler Künstler verbinden wird, dessen Wahlheimat Dresden war. 1968 in Bozen geboren, hatte es Battisti nach einem Studium der Kunstgeschichte in Wien und Innsbruck an die Elbe verschlagen. An der Dresdner Hochschule für Bildende Künste wurde er (1999-2007) zum akademischen Maler und Grafiker, waren Siegfried Klotz, Max Uhlig und Peter Bömmels seine Lehrer.

Obschon der Fokus bis zuletzt auf die Malerei gerichtet blieb, zeugen nicht minder Battistis kunstgeschichtliche Essays, ein Hörbuch sowie Ausstellungsaktivitäten mit der von ihm gegründeten freien Künstlergruppe „12 Nischen“ von der schöpferischem Unrast eines vielseitig inspirierten, außergewöhnlichen Menschen.

Noch im April hatte der Künstler mit einer Ausstellung in der „Alten Fabrik“ für Aufsehen gesorgt, die eine Wiederentdeckung des Dresdner Malers Richard Miller (1905-1959), dessen Werke Battisti gleichfalls zur Verfügung stellte, mit eigenen Bildern vereinte. Darunter ein Stilleben „nach altmeisterlicher Manier“ mit stummen Vogelpräparaten vor schwarzem Grund, dazu Papierschiffchen von beklemmender Verlorenheit. Am 31. Mai 2018 starb Walter Battisti einsam in seinem Atelier in der Prießnitzstraße.

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Bert Wawrzinek

Bert Wawrzinek wurde 1959 in Leipzig geboren und lebt heute im Stolpener Land.

Im ersten Leben Rockmusiker, betreibt er seit 25 Jahren das HISTORICA Antiquariat im Dresdner Barockviertel.
Für SACHSEN DEPESCHE schreibt er seit April 2016 zu Themen der sächsischen Kultur und Geschichte.

Webseite: www.sachsen-depesche.de/show/author/56-bert-wawrzinek.html
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