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Roxana Miller

Roxana Miller

Roxana Miller wurde 1985 in Minsk/Weißrussland geboren.

Klassisches Ballett ist ihre Leidenschaft.

Sie studierte Germanistik (Universität Minsk) und später Slawistik (Universität Jena).

Seit Januar 2015 arbeitet sie für unsere Redaktion.

Leipzig – Eigentlich hätte der israelisch-amerikanische Erfolgsautor Tuvia Tenenbom am Mittwoch im linken Leipziger Veranstaltungszentrum „Conne Island“ aus seinem neuen Buch „Allein unter Flüchtlingen“ (Rezension: https://www.sachsen-depesche.de/kultur/„allein-unter-flüchtlingen“-–-tuvia-tenenboms-„entdeckungsreise“-durch-deutschland.html) lesen sollen. Weil den Veranstaltern aber offenbar nicht passte, dass Tenenbom nur wenige Tage später auf dem Rittergut Schnellroda des rechten Verlegers Götz Kubitschek (Verlag Antaios) auftritt, sagten sie die Buchlesung kurzerhand ab.

Dresden – Vor kurzem endete die Deutschland-Tournee der österreichischen Industrial und Aggrotech-Band Nachtmahr. Supportet wurde das aktuelle Doppelalbum „Unbeugsam“ mit einem Querschnitt durch eine Dekade musikalischen Schaffens. Die Scheibe wurde anlässlich des 10-jährigen Bandjubiläums als opulentes Doppel-CD Digipak mit 34 Songs, einer Gesamtspielzeit von 133 Minuten und zwei Fotobooklets mit insgesamt 48 Seiten veröffentlicht. Damit wurde Nachtmahr einmal mehr ihrem Anspruch gerecht, nicht nur etwas fürs Ohr, sondern auch fürs Auge zu bieten.

Dresden – Spätestens seit seiner launigen US-Reisereportage „Allein unter Amerikanern“ ist der israelisch-amerikanische Buchautor und Theatergründer Tuvia Tenenbom auch Literaturfreunden in Deutschland ein Begriff. Vor kurzem erschien bei Suhrkamp Tenenboms viertes Buch „Allein unter Flüchtlingen“, eine „Entdeckungsreise“ durch Deutschland, die die Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf Einheimische und Migranten beleuchtet.

Berlin – Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) ruft nach einem Bericht der Berliner B.Z. zu tödlichen Angriffen auf deutsche Polizisten auf. Im Internet kursiert ein Video mit spielfilmartigen Szenen, die vorführen, wie potenzielle Attentäter Beamte ansprechen, ablenken und dann hinterrücks erstechen. Der Film, der laut dem Bericht von den Sicherheitsbehörden „sehr ernst genommen“ wird, trägt den Titel „Greif sie an“ und wurde von „ISIS“ unter anderem auf YouTube gestellt.

Dresden – Am Samstagabend geben sich die Jungs und „Mädchen in Uniform“ von Nachtmahr in der Dresdner „Reithalle“ die Ehre. Im Rahmen der Tour zu ihrem aktuellen Album „Unbeugsam“ machen Thomas Rainer und seine musikalischen Mitstreiter in der Elbmetropole Halt, um den in der Gothic-Szene beliebten Konzertort mit feinstem „Imperial Austrian Industrial“ erbeben zu lassen. Vor dem Gig findet in der Reithalle ein Fantreffen statt, bei dem man sich auf Tuchfühlung mit der gesamten Crew begeben kann.

Wiesbaden – Millionen von Fernsehzuschauern kennen die US-Schauspielerin Leah Remini als Ehefrau des tollpatschigen, aber liebenswürdigen Paketboten Doug Heffernan (Kevin James) in der beliebten Sitcom „King of Queens“. Was viele Fans der Serie bei Erstausstrahlung Ende der neunziger Jahre nicht wussten: Remini war überzeugtes Mitglied der „Scientology Church“ und hatte der Organisation über zwanzig Jahre lang Dollar-Beträge in insgesamt zweistelliger Millionenhöhe gespendet. Erst Mitte 2013 schaffte sie den Absprung, kehrte den Scientologen den Rücken und hat ein Buch über ihre Zeit in der „Church“ geschrieben, das beim Münchner mvg Verlag in deutscher Übersetzung erschienen ist.

Leipzig – Die, man kann es nicht anders sagen, Hysterie um „Nazi-Symbole“ – auch dort, wo gar keine sind – hat in Leipzig eine besonders skurrile Blüte getrieben. An der dortigen Blindow-Schule meldete sich im Sozialkundeunterricht der Schüler Maksym M. (18) „falsch“ – und zwar indem er, wie sein Lehrer später zu Protokoll gab, „halbwegs deutlich seinen rechten Arm mit flacher Hand auf Augenhöhe schräg nach oben streckte“. Der Lehrer deutete dies als „Hitlergruß“ und denunzierte den jungen Mann bei der Schulleitung. Was die Geschichte besonders absurd macht: Maksym M. ist ein Sohn jüdischer Einwanderer aus Russland.

Dresden/Leipzig – Als Airport mit internationalem Flair, Gästen aus aller Welt und Mitarbeitern unterschiedlichster Herkunft achtet der Flughafen Frankfurt in vorbildlicher Weise darauf, den religiösen Bedürfnissen seiner Gäste und seiner Belegschaft nachzukommen. Im September letzten Jahres wurde von Israels Oberrabbiner David Lau und den beiden Frankfurter Rabbinern Julian-Chaim Soussan und Avichai Apel eine Mesusa am jüdischen Gebetsraum in Terminal 1 angebracht. Die Mesusa ist eine Schriftkapsel am Türpfosten, deren Verwendung auf eines der 613 Gebote der Thora zurückgeht. Juden haben die Pflicht, an die Tore und Türen ihrer Häuser und Zimmer die Worte des Hauptgebets zu befestigen und diese segnen zu lassen.

Leipzig – Im Galerie Hotel „Leipziger Hof“ ist noch bis zum 5. Februar 2017 die Ausstellung „Wetterleuchten im Abendland“ mit Bildern des Künstlers Michael Fischer-Art zu sehen. Die Malereien und Zeichnungen des 1969 in Leipzig geborenen ehemaligen Schülers von Prof. Rolf Münzner an der Hochschule für Grafik und Buchkunst erinnern an Pop Art á la Roy Lichtenstein oder Keith Haring, sind grell und bunt, aufrüttelnd und verspielt – und wollen dennoch vor allem Nachdenklichkeit ausdrücken.

Sarstedt – Der Chor der christlichen Christophorus-Schule im niedersächsischen Sarstedt hat bei einem Weihnachtskonzert aus Rücksicht auf muslimische Jugendliche auf das Singen von kirchlichen Weihnachtsliedern verzichtet. Stattdessen sangen die Schüler unter anderem ein DDR-Weihnachtslied.

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