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Markus Fischer

Markus Fischer

Markus Fischer (Jahrgang 1965) Journalist, Weltenbummler und bekennendes Mitglied der FDP schreibt vornehmlich über das politische Zeitgeschehen.

Doch auch Entwicklungen im Finanzmarkt finden seine Aufmerksamkeit.

Seit Januar 2015 ist er Mitglied unserer Redaktion.

São Tomé - Auf São Tomé e Principe, jener kleinen afrikanischen Doppelinsel-Republik im Golf von Guinea tut sich etwas, seitdem Dr. Stephan Welk, ein gebürtiger Hesse, für die Regierung die Wirtschaftsförderung ankurbelt. Stephan Welk ist bereits seit einigen Jahren im diplomatischen Dienst für São Tomé e Principe. Bei der EU in Brüssel akkreditiert, wirbt Welk um Infrastrukturhilfen bei politischen Entscheidungsträgern. Die frühere portugiesische Kolonie möchte an den Wirtschaftsmarkt Europa besser angeschlossen werden.

Dresden - Die Staatsanwaltschaft Dresden hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Manager Carsten Volkening wegen des Verdachts der Untreue eröffnet. Das vermeldete HESSEN DEPESCHE (http://www.hessen-depesche.de/wirtschaft/oil-gas-invest-ag-unter-druck-staatsanwaltschaft-eröffnet-ermittlungsverfahren-gegen-carsten-volkening.html) bereits am 02. August 2016. Volkening gilt als Schützling des OGI AG-Patriarchen Jürgen Wagentrotz und war früher für die Leipziger publity AG (um Thomas Olek) und die Dresdner PBM Private Banken Makler AG verantwortlich tätig, wechselte aber im Frühjahr 2016 zur Oil & Gas Invest AG.

Frankfurt am Main - Jeder noch so gut gemeinte Vorsatz moralischer Güte kann zur Lächerlichkeit mutieren, verfolgt man diesen mit blinder Konsequenz. Sexuelle Präferenzen, also herkömmlich `Mann mit Frau` oder auch klassisch anders `Frau mit Frau' oder 'Mann mit Mann', sind Privatangelegenheit. Niemand gehört diskriminiert. Und es gibt physiologisch gesehen eben auch Menschen, die nicht genau in die klar maskuline oder ausgeprägt feminine Kategorie passen mögen. Das müssen wir alle akzeptieren.

Mainz - Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) gilt als überaltert in seiner Zuschauerstruktur. Beim privaten Wettbewerber RTL witzelt man gerne über das "Senioren-TV" aus Mainz. Reichtweite hat das Zweite nur noch in der Altersgruppe über 60 Jahre. Doch Reputation verliert das bis in die 1990er Jahre hoch angesehene ZDF vor allem in einer selektiven Berichterstattung und eigenwilligen Art der Satire über Parteien und politische Meinungen, die den Machern des ZDF ganz offenbar nicht lieb sind.

Köln - Exakt 8.131.285.001,97 Euro an Rundfunkbeiträgen hat der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio 2015 eingenommen - knapp 2 Mio Euro weniger als 2014. 5,76 Mrd Euro davon fließen an die ARD, das ZDF bekommt etwa 2 Mrd Euro. Das ist vergleichsweise eine üppige finanzielle Ausstattung, da private Wettbewerber wie beispielsweise RTL mit weit weniger auskommen.

Frankfurt am Main - Im Geschäft der Meinungsforscher nimmt Forsa-Chef Manfred Güllner (Jahrgang 1941) eine eigenwillige Position ein. Als heute die Wochenillustrierte STERN wieder mal "empirische" Daten für die politische Berichterstattung brauchte, lieferte Manfred Güllner gerne. Sein Fazit dieser Woche war der Abgesang der CSU in Bayern unter Horst Seehofer. Dazu vermittelt Manfred Güllner nicht nur den Lesern des STERN ein Bild, dass es eben Horst Seehofer und nicht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei, der die AfD im Zuge der Flüchtlingsfrage groß mache.

Berlin - Offenbar hat die schwelende Flüchtlingskrise das Ansehen der Bundesregierung so erschüttert, dass eine abermalige Finanznot des griechischen Staates vor der europäischen Öffentlichkeit ausgeschwiegen werden soll. Dieser Eindruck entlehnt sich auch aus den heutigen Äußerungen des streitbaren CDU-Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch (CDU). Willsch sagt: "Die griechische Regierung hat wieder einmal einen Etappensieg errungen. Griechenland soll mittel- bis langfristig entlastet werden – beim Schuldendienst. Derzeit wird zwar ein viertes Griechenland-Rettungspaket noch nicht öffentlich ins Spiel gebracht, das braucht es zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht, denn vom aktuellen (dritten) Rettungspaket sind erst 21,4 von 86 Milliarden Euro ausgezahlt. Die aktuellen Winkelzüge Athens dienen lediglich dazu, dass die Geldgeber die nächste (Teil-)Tranche zahlen."

Wiesbaden - Nach einer "Extra3"-Satire des Norddeutschen Rundfunks über den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayip Erdogan bestellte die Türkei den deutschen Botschafter ein. Der Diplomat musste sich nach Medienberichten in einem längeren Gespräch für den Beitrag rechtfertigen. Aus Berlin kam zu diesem Vorfall zunächst keine Reaktion, dann nach heftiger Kritik am Schweigen der Regierung ein Bekenntnis zur Meinungs- und Pressefreiheit. "Es ist gut, aber es war reichlich spät, dass die Bundesregierung unmissverständlich auf Präsident Erdogans Satire-Posse mit ernstem Hintergrund reagiert hat", stellte FDP-Generalsekretärin Nicola Beer, MdL klar.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist nach eigener Aussage zufrieden mit dem nun ausgehandelten Abkommen mit der Türkei. Es soll zwar nicht zu massenhaften Abschiebungen kommen, aber im Prinzip erklärt sich die Türkei bereit dazu, in Griechenland gestrandete Flüchtlinge zurückzunehmen und für jeden zurückgenommenen Zuwanderer einen Flüchtling, der bereits in der Türkei ausharrt, nach Europa zu schicken. Quantitativ wird die Massenzuwanderung nach Deutschland und Europa dadurch zwar nicht gestoppt, aber den Schleuser- und Schlepperbanden soll damit die Geschäftsgrundlage entzogen werden, indem die Zuwanderung der Flüchtlinge auf eine legale Grundlage gestellt wird.

Redaktion