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Bert Wawrzinek

Bert Wawrzinek

Bert Wawrzinek wurde 1959 in Leipzig geboren und lebt heute im Stolpener Land.

Im ersten Leben Rockmusiker, betreibt er seit 25 Jahren das HISTORICA Antiquariat im Dresdner Barockviertel.
Für SACHSEN DEPESCHE schreibt er seit April 2016 zu Themen der sächsischen Kultur und Geschichte.

Dresden – Weitgehend störungsfrei und unter anhaltendem Zuspruch von mehr als 500 000 Besuchern fand am vergangenen Wochenende (18. bis 20. August) das alljährliche Stadtfest „CANALETTO“, Dresdens Volksfest der Superlative, statt. Auf 90 000 Quadratmetern mit 15 thematischen Schauplätzen und 9 Bühnen wurde nach Herzenslust musiziert, gefeiert, flaniert und getanzt, wofür mehr als 1000 Künstler und 350 Handelsleute, dazu Handwerker, Gastwirte und nicht zuletzt die obligatorischen Sicherheitsdienstleister sorgten. Auch Petrus hatte ein Einsehen und beließ es nach Regenfällen am Freitagabend bei trockenem und angenehmem Festtagswetter.

Zittau – Die Mandaukaserne in Zittau bleibt ein Politikum. Nachdem 2015 ein Abriß verhindert werden konnte, brachten Notsicherungsmaßnahmen und die Aussicht auf vier Millionen Euro Fördermittel neuen Schwung in die Rettungsaktivitäten. Dann die Ernüchterung und Vorbehalte auf allen Seiten (Sachsen Depesche berichtete: https://www.sachsen-depesche.de/interview/thomas-göttsberger-„alle-beteiligten-sind-aufgerufen,-für-zittau-und-die-mandaukaserne-zu-kämpfen“.html). Zuletzt bezeichnete Birgit Kaiser von der Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft das Projekt als „traumtänzerisch“.

Dresden – Deutschlands vielleicht schönste Markthalle steht in Dresden, zwischen Ritter- und Metzer Straße in der Inneren Neustadt. Als Sandsteinbau im Stil der Neorenaissance, wurde das imposante Gebäude 1899 durch Stadtbaurat Edmund Bräter (1855-1925) auf dem Gelände der abgerissenen Infanterie-Kasernen errichtet. Die damaligen Baukosten betrugen 600 000 Mark. Im Innern überzeugt die zweigeschossige, 86 Meter lange und 30 Meter breite Halle mit stählernen Pfeilern, Treppen und Galerien im schönsten Jugendstil. Großzügige Fensterfronten, besonders aber ein sich über den Scheitel des 17 Meter hohen Raumes erstreckendes Oberlicht, sorgen für natürliche und ausreichende Lichtverhältnisse.

Dresden - Die älteste und bedeutendste Pfarrkirche in Dresden-Neustadt ist die Dreikönigskirche. Ihre Ersterwähnung datiert von 1421, als Altendresden noch eine selbständige Gemeinde war und (seit 1403 ) auch das Stadtrecht besaß. Erst 1549 verfügte Kurfürst Moritz den Zusammenschluß Altendresdens mit der vis-a-vis gelegenen Stadt Dresden zur neuen Residenz der albertinischen Wettiner. Benannt wurde das Gotteshaus nach seinem ursprünglichen Altar, in dessen Mitte die Heiligen Drei Könige, die Sterndeuter des biblischen Matthäeusevangeliums, abgebildet waren. Nach dem großen Stadtbrand von 1685 stand die Kirche den Planungen Augusts des Starken für seine Neue Königsstadt im Wege, der daselbst eine barocke Prachtstraße durchzuführen gedachte. Der Kurfürst ließ den Bau abreißen und nach Plänen von Matthäus Daniel Pöppelmann 1732-1739 neu errichten. Kein Geringerer als George Bähr, der Schöpfer der Frauenkirche, hatte die eigentliche Leitung des Baues. Da die Kirche nach der Westseite der Hauptstraße hin ausgerichtet werden mußte, lag der von Johann Benjamin Thomae gestaltete Altar, nicht wie üblich im Osten, sondern im Westen der Kirchenhalle.

Dresden - Am 23. Juli 2012 verstarb Seine Königliche Hoheit Maria Emanuel Markgraf von Meißen, Prinz von Sachsen, Herzog zu Sachsen in seinem Schweizer Exil La Tour de Peilz im Alter von 86 Jahren. Geboren wurde der Enkel des letzten Sachsenkönigs am 31. Januar 1926 als Sohn Markgraf Friedrich Christians und der Elisabeth Helene Prinzessin von Thurn und Taxis auf Schloss Prüfening bei Regensburg.

Die zwei steinernen Nymphen eingangs der Dresdner Hauptstraße haben schon viel gesehen: Geschäftige Passanten, Gäste aus aller Herren Länder, vergnügte Striezelmarktbesucher ebenso wie vom Schreck gezeichnete Überlebende der Bombennächte 1945.

Struppen – Am 23. Juni vor 150 Jahren wurde der Maler Robert Sterl (1867-1932) in Großdobritz bei Dresden geboren. (siehe: www.sachsen-depesche.de/kultur/zur-erinnerung-an-robert-sterl-1867-1932.html). Im letzten Domizil des Künstlers, dem Naundorfer Robert-Sterl-Haus, hat am 16. Juli eine Sonderausstellung eröffnet, die Sterls Schaffen als Illustrator von Zeitschriften und Kinderbüchern dokumentiert.

Großsedlitz – Großsedlitz ist Sachsens bedeutendste Gartenschöpfung und eine der authentischsten Barockanlagen Deutschlands. Für seinen Ruhesitz hatte Reichsgraf August Christoph von Wackerbarth (1662-1734) einst Schloss, Orangerie und Teile einer großangelegten Gartenanlage errichten lassen. Für einen Tag im Juli stand „Sachsens Versailles“ aus besonderem Anlass im Blickpunkt der Barockfreunde, denn illustrer Besuch aus Polen hatte sich angesagt.

 

Dresden – Elf Aufenthalte Napoleons verzeichnen die Dresdner Annalen für den Zeitraum 1807 – 1813. Der erste Besuch des französischen Kaisers im Juli 1807 war glanzvoll und von der Hoffnung der Sachsen auf eine friedliche und glückliche Zukunft an der Seite Frankreichs getragen. Die Malerin Dora Stock (1759-1832), eine Tante Theodor Körners, notierte: „Die Tage, die Napoleon hier verweilte, waren äußerst merkwürdig. Das Zuströmen der Massen aus allen Ständen, die hierherkamen, ihn zu sehen, worunter sehr viele waren, die berühmt und ausgezeichnet sind, das Leben und die Tätigkeit, die von früh bis auf den Abend auf den Straßen war, gab eine eigene fröhliche Stimmung, die schwer zu schildern ist.“(3)

Dresden – Elbflorenz ist schön, darin sind sich Bewohner und Gäste der sächsischen Landeshauptstadt einig. Nur an diesem Ort, so scheint es, findet sich jener harmonische Zusammenklang von historischen Bauwerken und glanzvollen Kunstsammlungen, wirtschaftlicher Dynamik und zauberhafter Elblandschaft. Gerade in den letzten 20 Jahren wurde hier Großartiges vollbracht. Geradezu märchenhaft, wie mit dem Neumarktareal ein ganzer Platz buchstäblich aus dem Nichts wiedererstanden ist.

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