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Bert Wawrzinek

Bert Wawrzinek

Bert Wawrzinek wurde 1959 in Leipzig geboren und lebt heute im Stolpener Land.

Im ersten Leben Rockmusiker, betreibt er seit 25 Jahren das HISTORICA Antiquariat im Dresdner Barockviertel.
Für SACHSEN DEPESCHE schreibt er seit April 2016 zu Themen der sächsischen Kultur und Geschichte.

Dresden - 1925 erschien unter obigem Titel die zweite Auflage einer kleinen Sammlung von 12 Farbreproduktionen nach Bildern, die einst im Auftrag des Geh. Postrats Karl Thieme (+ 1917 Großgraupa) entstanden waren. Im Laufe von fünfzig Dienstjahren hatte jener auch posthistorische Darstellungen zusammengetragen, wonach Gustav Otto Müller (1827-1922) dann seine Dokumentation erschuf. In den Erläuterungstexten führt uns Thieme stimmungsvoll zurück in jene Ära, als noch uniformierte Landbriefträger zu Fuß bei Wind und Wetter das Königreich durchmaßen, um auch die Dorfbewohner zuverlässig mit Briefen und Paketen zu versorgen. Die treuen Boten waren eine Institution und genossen das Vertrauen der Landbevölkerung, an deren Schicksal sie sozusagen „dienstlich“ Anteil zu nehmen wußten:

Dresden - Wie sah die sächsische Landeshauptstadt um 1900 aus? Antworten finden sich in einem neuen Buch aus dem Sonnenblumen-Verlag („Spaziergang durch das alte Dresden in Ansichtskarten um 1900 – Die innere Altstadt“), das am kommenden Sonnabend, 16. März 2019, beim Büchertag in der Neustädter Markthalle erworben werden kann.

Dresden – Bereits das 12. Jahr wird an verdiente ehrenamtliche Heimatkundler der „Sächsische Landespreis für Heimatforschung“ vergeben. Prämiert werden Arbeiten, in denen „beispielhaft Aspekte der sächsischen Heimat erforscht und dargestellt sind“. Verantwortlich zeichnen das Sächsische Kultusministerium in Kooperation mit dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz. „Wir leben in einer digitalisierten, globalisierten Welt, in der Heimat unerläßlich ist für Miteinander. Die Wurzeln unserer sächsischen Indentität verkümmern aber, wenn sie nicht gepflegt werden“, erklärt Schirmherr Christian Piwarz (CDU), Kultusminister des Freistaates.

Leipzig – 1995 hatte alles begonnen, als die Antiquariatsmesse – Verkaufsausstellung für Bücher, Graphiken und Autographen – im Rahmen der traditionellen Buchmesse ihr Leipziger Debüt gab. So kann die Veranstaltung in wenigen Tagen ein Jubiläum feiern, wenn vom 21. bis 24. März 2019 die nunmehr 25. Leipziger Antiquariatsmesse in Halle 3 der Buchmesse ihre Pforten öffnet.

Zittau – In der Klosterstraße vor dem Stadtmuseum, das in alter Zeit Teil eines Franziskanerklosters gewesen, steht der künstlerisch wertvollste Brunnen der Stadt. Über dem sechseckigen Becken erhebt sich schmiedeeisernes Gitterwerk, das in einer goldenen Kugel mit dem Kurwappen seinen Abschluß findet. Die barocke Pracht mit Ornamenten und Monogrammen schuf Schlossermeister Michael Fröhlich, die Zahl „1679“ weist auf die Entstehungszeit. Einst an der Südostseite des Marktes gelegen, kam der „Grüne Born“ (oder „Grüne Brunnen“) 1934 an seinen jetzigen Platz.

Montag, 04 März 2019 23:25

Susanne Dagen vor Gericht

Dresden – Am 5. März steht Susanne Dagen vor Gericht - als Klägerin gegen ihren Ausschluß von einer Tagung, die vom 17. bis 19. September 2018 im Deutschen Hygiene-Museum stattfand. Unter dem Motto „Die neue Mitte? Rechte Ideologien und Bewegungen in Europa“ hatten u. a. die Bundeszentrale für politische Bildung, die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen und das Kulturbüro Sachsen eingeladen, um „einen Überblick über die rechten und rechtsextremen Gruppierungen und Akteure in Deutschland und Europa zu geben, die aktuell die freiheitliche Grundordnung unserer Demokratie in Frage stellen und in ihrem Bestand bedrohen“.

Donnerstag, 28 Februar 2019 01:31

Es war einmal ein Gasthaus …

Zittau – Ein prunkvoller Tanzsaal mit festlich gedeckten Tafeln auf blitzendem Parkett – so präsentierte sich einst das Familien-Restaurant „Stadt Zittau“ in Hörnitz auf einer Werbepostkarte. Selbstbewußt bewarb Wirt Richard Tilgner ebenso sein „Garten Etablissement“ und zur weißen Jahreszeit lockte entsprechend „Herrlicher Wintersport“ die Gäste hinaus an den Rand des Gebirges. Das ist mehr als 100 Jahre her. Doch wenn dieser Beitrag erscheint, hat die Geschichte jener gastlichen Stätte gerade ihr unwiderrufliches Ende gefunden.

Dresden – Es dauert noch ein paar Tage, bis warme Sonnenstrahlen wieder hinaus auf Straßen und Plätze locken und junges Grün die Gärten und die Parks belebt. Wie wäre es einstweilen mit einem Abstecher in Dresdens schönste Markthalle, wo Anfang März das Sammlervolk zusammenströmt, um Anticus, dem Gott der schönen alten Dinge einen Besuch zu machen?

Dresden – Allmählich erst erwacht das Land aus winterlicher Starre. Wo Schneegestöber noch und Kälte triumphierten, zeigt sich nun junges Grün, lockt warme Sonne uns‘re Sinne, erneut sich mancher Wunsch und staunend steht ein Fan und fragend: Lebt denn die alte „Heavy Mörtel Mischmaschine“ noch? Sachsen Depesche wollte es genau wissen und hat sich im Dresdner Norden auf den Weg gemacht.

Dresden – Hier nun Folge 9 unserer kleinen Postgeschichte nach Gemälden von Gustav Otto Müller (1827-1922), deren zweite Auflage 1925 in Dresden erschien. Abermals versetzt uns der Geheime Postrat Thieme mit einer launigen Bildbeschreibung in jene Zeit, als Sachsen noch ein Königreich war. Diesmal geht es - nicht ohne Wehmut - um die letzte sächsische Eilpostfahrt zwischen Löbau und Görlitz, die im Jahre 1846 einer neuen stählernen Konkurrenz weichen mußte.

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