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Bert Wawrzinek

Bert Wawrzinek

Bert Wawrzinek wurde 1959 in Leipzig geboren und lebt heute im Stolpener Land.

Im ersten Leben Rockmusiker, betreibt er seit 25 Jahren das HISTORICA Antiquariat im Dresdner Barockviertel.
Für SACHSEN DEPESCHE schreibt er seit April 2016 zu Themen der sächsischen Kultur und Geschichte.

Dresden – „Wiesn“ (bairisch) bedeutet Wiese und meint umgangssprachlich vor allem das Münchner Oktoberfest. „Die Hofewiesn“ aber sind sächsisch und finden als Familien-Oktoberfest mit Frühschoppen, Weißwurstfrühstück und vielem mehr am 29. und 30. September 2018 in Dresden-Langebrück statt. Gastgeber ist das „Landgut Hofewiese“ von Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow, der das traditionsreiche Ausflugslokal in der Dresdner Heide 2015 übernommen hat.

Sonntag, 16 September 2018 15:49

Eighth Wonder of the World

Dresden – Dieser Tage traf ich einen begeisterten Amerikaner, der unsere - nach 1989 in neuem Glanz erstandene - sächsische Landeshauptstadt beim Abschied gar als "Eighth Wonder of the World" pries. Tatsächlich vergeht keine Woche, in der nicht Gäste aus zahllosen Ländern ihre Bewunderung für die Schönheit der Elbmetropole zum Ausdruck bringen.

Dresden – Am 3. Oktober 2018, dem Tag der Deutschen Einheit, lädt der Dresdner Flughafen zu einem Kunst-, Antik- und Trödelmarkt nach Klotzsche ein. Offeriert werden Antiquitäten, gebrauchter Hausrat, Schallplatten, Kleinmöbel und Selbstgemachtes. Zusätzlich gibt es ein Rahmenprogramm für die ganze Familie mit einer Spielzeug- und Modelleisenbahnbörse, Kinderflohmarkt und vielem mehr. Nach der Hitze des Jahrhundertsommers bietet eine Kunststoffeislaufbahn Raum für winterliche Freuden (Schlittschuhe können ausgeliehen werden), gehört die Aussichtsplattform ganz den kleinsten Gästen, die sich zwischen Hüpfburg, Kinderschminken (Maringel) und Porträtanfertigungen (Daniela Veit) einmal richtig ausprobieren können.

Montag, 03 September 2018 23:04

Trojanisches Meißen

Meißen – Die historische Altstadt ist wunderschön und in ihrer Geschlossenheit einzigartig. Hier haben große Bauepochen ihre Spuren hinterlassen: Renaissance, Barock, Klassizismus, Gründerzeit und Jugendstil. Liebevoll restauriert, erscheint Meißen mit seinen Gassen und Winkeln als Inbegriff einer alten deutschen Stadt. Am Heinrichplatz, vor der ehemaligen Franziskanerklosterkirche (die das Stadtmuseum birgt), hat an diesem Sonnabend (1.9.) das „Trojanische Pferd“ des Vereins „Pro Mitsprache e. V.“ um den Dresdner Rene Jahn Station gemacht.

Kutno – 3. August 1750. Am frühen Abend waren die Königlichen Hoheiten auf ihrer Reise nach Dresden in Kutno eingetroffen, um sich nach einem Abendessen alsbald in ihre Gemächer zurückzuziehen. Derweil hatte Wackerbarth ganze Arbeit geleistet und alles Notwendige veranlaßt. Allein die Unterbringung des Hofstaats hatte ein Vermögen verschlungen und jene aus Dresden mitgebrachten Musici probten seit Tagen von früh bis spät, was manchen Lakaien allmählich mit stummer Verzweiflung erfüllte. Außerdem hatte man sämtliche Eiskeller der Region requirieren müssen, da eine ungewöhnlich langanhaltende Hitze die Bemühungen der königlichen Küche zunichte zu machen drohte. Und irgendwann war selbst der unermüdliche Wackerbarth in einen traumlosen Schlaf gesunken ...

Dresden - Die Geschichte der Galopprennbahn reicht bis ins ausgehende 19. Jahrhundert zurück, als Walter von Treskow 1890 den Dresdener Rennverein begründete. Seit dieser Zeit finden in Dresden-Seidnitz Pferderennen statt. Am Sonntag, dem 9. September, besteht zwischen 10.00 und 16.00 Uhr abermals Gelegenheit, das Areal mit der denkmalgeschützten Holztribüne in geführten Rundgängen (45 Minuten, EUR 3.-/Person) oder ganz individuell zu erkunden. Treffpunkt ist jeweils 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr vor dem historischen Waagegebäude (Ansprechpartner Peter Werner). Natürlich eignet sich das parkartige Areal ebenso für einen ungezwungenen Spaziergang mit der ganzen Familie.

Zittau - Schon zum dritten Mal beteiligen sich am Tag des offenen Denkmals in der Neißestadt auch die Kasernenretter um Thomas Göttsberger. Jeweils 3.000 Besucher waren in den vorangegangenen Jahren gekommen, um Zittaus größtem Bauwerk ihre Referenz zu erweisen. Die 1868/69 unter Leitung des Stadtbaumeisters Emil Trummler errichtete Kaserne war bis 1918 Quartier des Kgl. Sächs. 3. Infanterie-Regiments Nr. 102, wurde später für Wohnzwecke genutzt und steht seit 1997 leer. Mit der 2015/16 vom Stadtforum Zittau initiierten Notsicherung des Südturmes konnte der geplante Abriß in letzter Stunde verhindert werden. Wenn es am 9. September traditionell darum geht, die Öffentlichkeit für Belange des kulturellen Erbes und der Denkmalpflege zu sensibilisieren, werden auch die Pforten der Kaserne am Martin-Wehnert-Platz geöffnet und Teile ihres Südflügels zugänglich sein.

Meißen - „Umstritten“ im besten Wortsinn ist das „Trojanische Pferd“, ein Kunstprojekt des Vereins „Pro Mitsprache e. V.“ um Rene Jahn, Dresdens politischsten Hausmeister. Bereits im April hat die 5 Meter hohe Monumentalskulptur vor dem Dresdner Kulturpalast für Aufsehen gesorgt, um Ende Juni in Pirna Diskussionen anzuregen. Offenbar scheint der Mythos des hölzernen Pferdes, mit dem die Griechen das antike Troja nach zehnjähriger Belagerung durch eine List in die Knie zwangen, nicht nur den Initiatoren als Sinnbild einer als „besorgniserregend“ empfundenen Gegenwart.

Dresden – Um die 90 Aussteller aus ganz Deutschland und Europa werden es sein, wenn die 87. internationale Dresdner Sammlerbörse am Samstag, dem 8. September, ihre Pforten öffnet. Von 09.00 - 14.00 Uhr gibt es Briefmarken, Münzen, Medaillen, Orden, Abzeichen, Geldscheine, historische Ansichtskarten und vieles, was das Sammlerherz begehrt. Einen Schwerpunkt bilden abertausende antike Postkarten aus dem alten Dresden, ebenso dürften die beliebten Mosaik-Hefte von Hannes Hegen (1925-2014) manch Assoziation an selige Kinderzeiten wecken, wenn Ausgaben selbst aus den 1950er Jahren offeriert werden.

Dresden – Im Anschluß an die ersten beiden Folgen unserer Postgeschichte nach Gemälden von Gustav Otto Müller (1827-1922) hier nun eine Fortsetzung der 1925 erschienenen Dokumentation. Und wieder versetzt uns der Geheime Postrat Karl Thieme mit einer launigen Bildbeschreibung in jenes Zeitalter, als Sachsen noch ein Kurfürstentum war. Diesmal stellen wir einen „Kursächsischen Postillion mit ledigen Pferden“ vor, der die Dresdner Fahrpost, also (im Gegensatz zur „reitenden Post“) die Beförderung von Personen und sperrigem Gut mittels Postkutsche, von Königsbrück nach dem (damals noch sächsischen) 40 Kilometer entfernten Hoyerswerda erledigt hat und sich nun auf dem Heimritt befindet:

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