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Mittwoch, 04 Oktober 2017 03:25

Allerlei Historisches - in Bischofswerda

Bischofswerda – Es war im Kriegsjahr 1641. Viele Wochen schon plünderten die Schweden das unglückliche Bischofswerda. Besonders arg taten sich dabei die Leute der Truppenführer Wanke und Hänßgen hervor. Die Reiter des letzteren hatten es auf die Stadtkirche abgesehen. Hier aber war kaum etwas zu holen, was andere nicht schon genommen hätten. In der Sakristei raubte ein Soldat schließlich grüne „taffete“ (seidene) Tüchlein, die sonst zum Auswischen des Kelches nach der Kommunion dienten. Lachend schlug der Mann die Warnungen seiner Kameraden in den Wind und knüpfte sich daraus eine „Leibbinde“, eine Schärpe also, die um Hüfte oder Schulter gebunden wurde. Dann aber geschah Merkwürdiges. Von jenem Tag an, da er die heiligen Tücher um sich geschlungen trug, ging es dem Manne immer schlechter. Sein Körper schien zu verdorren und binnen eines Monats war der Frevler „erbärmlich und elend“ gestorben. (Nach Fr. Bernhard Störzner: Was die Heimat erzählt, 1904)

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