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Dresden – Noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunders hielt die Fachwelt Franz Hogenbergs Dresden-Kupferstich in Georg Brauns Städtebuch „Civitates orbis terrarum“ (1572) für die älteste erhaltene Ansicht Dresdens. Zwei frühere Prospekte von 1529 und 1547 fanden noch um 1800 Erwähnung; und wenn überhaupt jemals existent, galten sie schon damals als verlorengegangen. Im Jahre 1906 erschien in den Dresdner Geschichtsblättern ein Beitrag des Ratsarchivars Otto Richter (1852-1922), worin diese bisherige Auffassung revidiert und der Blick auf den Maler Hendrick (Heinrich) van Cleef (Henricus a Cleve) gelenkt wurde. Richter verwies zunächst auf einen Eintrag im „Verzeichnis der Landkarten und vornehmsten topographischen Blätter der Sächsischen Lande“ (Meißen 1796) des kurfürstlichen Oberbibliothekars Johann Christian Adelung.

Dresden - Vorab: Ihr Körnerdenkmal wird den Dresdnern auch künftig erhalten bleiben. Wer angesichts des provokanten Mottos „Lobpreisung eines chauvinistischen Romantikers? Das Denkmal für Theodor Körner am Georgplatz“ Schlimmes befürchtet hatte, kann aufatmen. Auch wenn, im Zuge des geplanten Rathausneubaus am benachbarten Ferdinandplatz, die 1871 von Ernst Hähnel geschaffene Monumentalskulptur einen neuen Standort finden muß, ging es am 2. Mai im Neustädter Kügelgenhaus für zwei Stunden vielmehr darum, Blickwinkel aufzuzeigen und in offener Diskussion zu erörtern, in welchen Kontexten die Stadtgesellschaft künftig mit besagtem Denkmal umgehen sollte. Der örtliche Rahmen hätte nicht passender sein können: Im Barockhaus „Gottessegen“, dem berühmten früheren Wohnhaus des Malers Georg von Kügelgen, ist seit 1981 das Museum für Frühromantik eingerichtet, in dessen Ausstellung auch Uniformteile und Waffen aus dem persönlichem Besitz Theodor Körners zu bewundern sind.

Montag, 18 Dezember 2017 00:28

Dresden: 2 x 3 Tage Weihnachtströdelmarkt

Dresden – Deutschlands vielleicht schönste Markthalle liegt in der Neustadt, zwischen Ritter- und Metzer Straße. Der imposante Sandsteinbau im Stil der Neorenaissance war 1899 durch Edmund Bräter errichtet worden. Seit November dieses Jahres verwandeln sich darin, jeden Sonnabend, zwei Stockwerke zu einem einzigen Antik- und Trödelmarkt mit bis zu 4000 Besuchern – pro Tag! Als ob das nicht genug wäre, stehen jetzt noch 2 x 3 Tage "Trödelmarkt mit Antik & Sammeln" auf dem Programm: vom 21. bis 23. sowie 28. bis 30. Dezember 2017. Getrödelt wird im Untergeschoß, Antikes und Sammelwürdiges ist, wie gewohnt, im oberen Stockwerk zu finden.

Dienstag, 28 November 2017 04:55

Der Augustusmarkt am Goldenen Reiter

Dresden – Weihnachten in der Landeshauptstadt! Wenn Betonpoller zur Terrorabwehr auch an der Elbe von einer absurden Normalität künden: jüngster und zweitgrößter Weihnachtsmarkt Dresdens ist noch immer der Augustusmarkt auf der Hauptstraße. Nachdem der 583. Striezelmarkt in der Altstadt am Mittwoch seine Pforten öffnet, werden traditionell am Folgetag auch die Neustädter nicht zurückstehen. Ab kommenden Donnerstag (30.11.) lädt zum nunmehr sechsten Mal der Augustusmarkt die Dresdner und ihre Gäste zum weihnachtlichen Flanieren ein.

Dresden – 26 Meter Durchmesser – das ist Dresdens größter Ringbrunnen auf dem Neustädter Palaisplatz. Schon 1722/23 war das Areal um das damalige Holländische Palais angelegt worden, ein Platz entstanden (seit 1825 „Palaisplatz“), von dem aus die repräsentative Königstraße zum Schwarzen Tor geführt wurde.

Donnerstag, 01 Juni 2017 21:46

Ein Hofbrunnen in der Hauptstraße

Dresden – Dresden zählt zu den brunnenreichsten Städten Deutschlands. Neben zahlreichen monumentalen und wertvollen Kunstwerken sind es auch ganz schlichte Anlagen, deren Existenz allein einem praktischen Zweck entspringt, die besonders anrühren und unsere Phantasie beflügeln.

Donnerstag, 26 Januar 2017 22:57

Der Jägerhof in Dresden

Dresden – Das älteste Baudenkmal der Dresdner Neustadt ist der Jägerhof vis-à-vis dem sächsischen Finanzministerium. Nachdem die sächsische Kurwürde 1547 auf die albertinischen Wettiner übergegangen war, setzte in der nunmehr kurfürstlichen Residenzstadt Dresden eine intensive Bautätigkeit ein. Mit Schloss, Zeughaus (Albertinum) und dem Stallgebäude entstanden prachtvolle und berühmte Bauwerke der deutschen Renaissance. Auch rechts der Elbe, im damaligen Altendresden, wurde gebaut, entstand der „Jägerhof“.

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