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Dresden – 158. PEGIDA am 1. Oktober 2018 in der Landeshauptstadt. Zu Beginn die gewohnten Redebeiträge von Wolfgang Taufkirch und Lutz Bachmann. Beim folgenden „Spaziergang“ durch die Innenstadt treffen in der Prager Straße „Nazischweine“ (O-Ton Antifa) auf „faules Pack“ (O-Ton PEGIDA). Zurück am Wiener Platz kommt PEGIDA-Vize Däbritz abermals auf den UN-Migrationsvertrag (Global Compact for Migration) zu sprechen. Dieses Abkommen baue auf das bestehende humanitäre Völkerrecht auf, insbesondere das Nichtzurückweisungsprinzip aus Art. 33 der Genfer Flüchtlingskonvention, um „die in Marsch gesetzte illegale Migration jetzt zu legalisieren, zu vereinfachen und zu vergrößern.“

Dresden - 147. PEGIDA in der Elbmetropole bei Sommerwetter auf dem Altmarkt. Nach der Begrüßung betritt Michael Stürzenberger den Sprecherwagen. Der Islamkritiker zitiert die gestrige BILD am Sonntag, wonach Angela Merkel und Peter Altmaier schon Anfang 2017 «von dem ganzen Sumpf im BAMF» gewußt haben sollen. «Merkel muß weg!», antworten die Pegidianer reflexhaft.

Dresden – „Vielen Dank, daß ich da sein darf“, meint der Redner mit dem Pathos der Bescheidenheit vor den Tausenden auf dem Dresdner Postplatz. Und dann auch noch bei „Kaiserwetter“ an diesem sommerlichen 14. Mai, der 145. PEGIDA in der Landeshauptstadt. Der Auftritt Björn Höckes bei PEGIDA ist eine Premiere, und das Publikum jubelt wie bei einem Messias. Was aber hat der umstrittene Thüringer AfD-Chef den erwartungsvollen Dresdnern zu sagen?

Dienstag, 23 Januar 2018 19:06

PEGIDA auf dem Dresdner Neumarkt

in Politik

Dresden – 135. PEGIDA bei naßkaltem Wetter auf dem Neumarkt. Taufkirch eröffnet, dann Bachmann wie gehabt und ja, das TV-Gespräch von Sandra Maischberger mit dem österreichischen Bundeskanzler war gewiß keine journalistische Glanzleistung. Dafür entschuldige sich PEGIDA bei Sebastian Kurz mit einem Applaus. Gesagt, getan. Jetzt stehen noch „Anne“ und Christoph Berndt von „Zukunft Heimat“ auf der Bühne. Die Bürgerinitiative hatte am vergangenen Samstag eine asylkritische Demonstration in Cottbus organisiert, der Stadt mit dem höchsten Ausländeranteil in Brandenburg (8,5 %). 2500 Teilnehmer waren gekommen. Dann folgt der obligatorische „Spaziergang“ der Rechtspopulisten durch die Innenstadt.

Mittwoch, 15 November 2017 16:41

Bachmann fordert Todesstrafe für Pädophile

in Politik

Dresden – Kaum Bemerkenswertes von Wolfgang Taufkirch oder Siegfried Däbritz bei herbstlichem Wetter am Wiener Platz. Lediglich PEGIDA-Chef Lutz Bachmann zieht zur Freude seiner Anhänger wieder richtig vom Leder und beweist einmal mehr, daß ihm politische und rechtliche Zusammenhänge entweder unbekannt oder gleichgültig sein dürften.

Frankfurt am Main - Als ein gewisser Donald Trump zum Entsetzen der Medienmeute ins Weiße Haus einzog, war dies der Startschuss für eine nie dagewesene Hetzkampagne. Nicht zuletzt die linkspopulistischen Politmagazine verloren sämtliche Hemmungen. „Spiegel“-Titelbilder zeigten den amerikanischen Präsidenten mal als blutrünstigen Schlächter, mal als zerstörerischen Kometen, der alles irdische Leben vernichtet. Noch diffamierender fielen die Verbalinjurien aus, an denen sich bald auch das Feuilleton und selbst der Sportjournalismus mit Wollust beteiligten. Die von den Medienschaffenden initiierten und von deren politischen Gesinnungsgehilfen befeuerten Herabwürdigungen sind inzwischen salonfähig. Und immer weiter werden die Grenzen des Sagbaren verschoben, immer hemmungsloser gebärdet sich das linke Hasskartell. Inzwischen schrecken die selbsternannten Guten auch vor offenen Aufrufen zur Gewalt nicht mehr zurück. Dass Angriffe auf Leib und Leben Teil der linken Protestkultur sind, ist nichts Neues. Alle Tabus sind aber gefallen, wenn das Satire-Magazin „Titanic“ seine Leser zum Mord an Österreichs Wahlsieger Sebastian Kurz anstiftet, oder eine „Spiegel“-Kolumne die „Neudefinition des Begriffs linker Aktivismus“ fordert und keinen Zweifel daran lässt, dass damit mehr Gewaltbereitschaft gemeint ist. Die Autorin rechtfertigt dabei die Ausschreitungen Linksextremer auf der Frankfurter Buchmesse gegen die Vertreter konservativer Verlage, denen ein Appell der Ausrichter zu mehr Zivilcourage „gegen rechts“ vorausgegangen war.

Freitag, 20 Oktober 2017 00:41

„Erntedank“ bei PEGIDA

in Politik

Dresden - Beim Erntedankfest im Herbst danken die Christen Gott für das Gedeihenlassen der eingebrachten Früchte. Dabei kommt zum Ausdruck, daß das „tägliche Brot“ keinesfalls eine mühelose Selbstverständlichkeit ist, vielmehr erst durch harte Arbeit erkämpft werden muß. Dezidiert Christliches hört man montags auf den Dresdner Straßen selten. Bei der 128. PEGIDA auf dem Altmarkt ist das anders. „Hans“, unverkennbar Sachse, kommt nicht als Unbekannter. Schon mehrfach sprach der ambitionierte Christ bei den Islamkritikern, zumeist vor Weihnachten. Gewiß ist er kein „richtiger“ Pfarrer, wie anfangs suggeriert wurde. Eher ist „Hans“ eine Art PEGIDA-Theologe, mit ausgeprägtem Mutterwitz jedenfalls, und so gibt es bei der Gelegenheit einen jener selteneren Redebeiträge, Motto: Wenn schon Rechtspopulismus, dann bitte nicht ohne Humor!

Dienstag, 05 September 2017 22:46

Je suis banana?

in Politik

Dresden – 124. Veranstaltung der PEGIDA in der Landeshauptstadt am 4. September 2017 an der Frauenkirche. Sicher, durch besonderen Humor ist der diesmal anwesende PEGIDA-Gründer Bachmann in den zweieinhalb Jahren seiner Volksrednertätigkeit eigentlich nicht aufgefallen. Eher durch ein vulgäres Politsprech voll abgedroschener Phrasen, woran sich sein Publikum mittlerweile gewöhnt zu haben scheint. Heute aber zeigt Bachmann nicht nur keinen Humor, offenbar versteht er auch den Sinn von Satire nicht. So schwadroniert er wichtigtuerisch von „Trittbrettfahrern“, die in letzter Zeit im Umfeld seiner „Bewegung“ unterwegs seien. Das „Orgateam“ habe darüber diskutiert, distanziere sich und empfinde es als „No-Go“, wenn Symbole Deutschlands, wie Hymne, Fahne usw., „in irgendeiner Weise verunglimpft“ würden.

Berlin - Völlig unerwartet hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU die linksextremistische Internetseite „linksunten.indymedia“ verboten – kein x-beliebiges Hetzportal, sondern nach Auskunft des Ministers „die einflussreichste Internetplattform gewaltbereiter Linksextremisten“. Niemand hatte damit rechnen können, dass nach Jahren der ausschließlichen Verfolgung rechtsextremer Internetauftritte tatsächlich einmal mit der gleichen Konsequenz gegen den organisierten Linksextremismus vorgegangen würde. Lange war bekannt, dass dieser unter anderem die seit 2008 bestehende Plattform zur Verbreitung von Beiträgen mit strafbaren und verfassungsfeindlichen Inhalten nutzt. Mit dem Verbot verbunden ist auch die Strafbarkeit der Verwendung der Kennzeichen des Vereins, der als Betreiber hinter der Internetseite steht, die wiederum Teil des Internetauftritts von Indymedia Deutschland ist, den das Verbot jedoch nicht betrifft. So können Linksextreme auch weiterhin ganz offiziell ihre Propaganda verbreiten und sich zu Gewaltaktionen verabreden. In anonymisierten Netzwerken wie „Tor“ tun sie dies ohnehin. Allerdings bedarf es derlei Anstrengungen gar nicht. Die Jugendorganisationen der Grünen und der Linkspartei, aber auch weite Teile der SPD-Jugendorganisation, bieten genügend Raum und ausreichend Deckung. Wie sehr sich gerade Linksjugend und Grüne Jugend dem Linksextremismus verbunden fühlen, zeigen nicht nur ihre aktuellen Reaktionen auf das Verbot. Vor vier Jahren fielen sie etwa mit der gemeinsamen Bekennerkampagne „Ich bin linksextrem“ auf.

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