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Stolpen – Nordwestlich der Burgstadt, vis-a-vis des nach Wilschdorf führenden Abzweigs, ragt die imposante Ruine einer barocken Dreiflügelanlage auf, ein verfallener Gebäudekomplex des ehemals kurfürstlichen Kammerguts. Durch den Zusammenkauf von Gütern war im 16. Jahrhundert ein Vorwerk entstanden, 1742 der als „Kammergut“ bezeichnete Dreiseithof. Seit 1778 befand sich darin die Hauptzuchtstelle für spanische Merinoschafe. Jene Feinwoll-Rasse hat ihren Ursprung in Nordafrika und war über Spanien nach Deutschland gekommen, wo 1765 in Sachsen die ersten „Merinos“ heimisch wurden.

Dresden - Die älteste und bedeutendste Pfarrkirche in Dresden-Neustadt ist die Dreikönigskirche. Ihre Ersterwähnung datiert von 1421, als Altendresden noch eine selbständige Gemeinde war und (seit 1403 ) auch das Stadtrecht besaß. Erst 1549 verfügte Kurfürst Moritz den Zusammenschluß Altendresdens mit der vis-a-vis gelegenen Stadt Dresden zur neuen Residenz der albertinischen Wettiner. Benannt wurde das Gotteshaus nach seinem ursprünglichen Altar, in dessen Mitte die Heiligen Drei Könige, die Sterndeuter des biblischen Matthäeusevangeliums, abgebildet waren. Nach dem großen Stadtbrand von 1685 stand die Kirche den Planungen Augusts des Starken für seine Neue Königsstadt im Wege, der daselbst eine barocke Prachtstraße durchzuführen gedachte. Der Kurfürst ließ den Bau abreißen und nach Plänen von Matthäus Daniel Pöppelmann 1732-1739 neu errichten. Kein Geringerer als George Bähr, der Schöpfer der Frauenkirche, hatte die eigentliche Leitung des Baues. Da die Kirche nach der Westseite der Hauptstraße hin ausgerichtet werden mußte, lag der von Johann Benjamin Thomae gestaltete Altar, nicht wie üblich im Osten, sondern im Westen der Kirchenhalle.

Die zwei steinernen Nymphen eingangs der Dresdner Hauptstraße haben schon viel gesehen: Geschäftige Passanten, Gäste aus aller Herren Länder, vergnügte Striezelmarktbesucher ebenso wie vom Schreck gezeichnete Überlebende der Bombennächte 1945.

Großsedlitz – Großsedlitz ist Sachsens bedeutendste Gartenschöpfung und eine der authentischsten Barockanlagen Deutschlands. Für seinen Ruhesitz hatte Reichsgraf August Christoph von Wackerbarth (1662-1734) einst Schloss, Orangerie und Teile einer großangelegten Gartenanlage errichten lassen. Für einen Tag im Juli stand „Sachsens Versailles“ aus besonderem Anlass im Blickpunkt der Barockfreunde, denn illustrer Besuch aus Polen hatte sich angesagt.

 

Dresden – 26 Meter Durchmesser – das ist Dresdens größter Ringbrunnen auf dem Neustädter Palaisplatz. Schon 1722/23 war das Areal um das damalige Holländische Palais angelegt worden, ein Platz entstanden (seit 1825 „Palaisplatz“), von dem aus die repräsentative Königstraße zum Schwarzen Tor geführt wurde.

Großsedlitz – „Sachsens Versailles“ – liegt eine halbe Autostunde südöstlich von Dresden, im gleichnamigen Heidenauer Stadtteil. Die bedeutendste sächsische Gartenschöpfung umfasst 18 Hektar und gilt als eine der authentischsten Barockanlagen Deutschlands. Für seinen Ruhesitz ließ Reichsgraf August Christoph von Wackerbarth, Bauminister Augusts des Starken, von 1719 bis 1723 – wohl durch Johann Christoph Knöffel – ein dreiflügeliges Schloss, eine Orangerie und Teile einer großangelegten Gartenanlage errichten.

Dresden – Am 9. März vor 320 Jahren wurde Friederike Caroline Weißenborn in Reichenbach im Vogtland geboren. Als „Neuberin“ wurde sie berühmt. Mit ihren Reformen und Anregungen gilt die Theaterprinzipalin als Begründerin des modernen Schauspiels und Wegbereiterin des deutschen Nationaltheaters.

Kutno – Überpünktlich, einen Tag vor seinem 320. Geburtstag am 17. Oktober, besuchte der polnisch-sächsische Monarch August III. (in Gestalt Uwe Müllers von der Dresdner Barocktruppe „Augustus Rex“) das Stadtschloss im polnischen Kutno, wo eine zünftige Jubelfeier anberaumt war. Erwartungsgemäß empfing die Kutnower Einwohnerschaft den König (der in originalgetreuer polnischer Nationaltracht einem Gemälde von Louis de Silvestre entstiegen schien) und sein Gefolge enthusiastisch.

Montag, 17 Oktober 2016 23:02

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Dresden – Am 17. Oktober vor 320 Jahren wurde Kurprinz Friedrich August als einzig ehelicher und damit erbfähiger Sohn von Friedrich August I. dem Starken, Kurfürst von Sachsen und als August II. König von Polen, und dessen Gemahlin Christiane Eberhardine von Brandenburg-Bayreuth in Dresden geboren. Unter der Obhut seiner Mutter und der aus Dänemark stammenden Großmutter wuchs August heran, was seine ohnehin empfindsame Wesensart weiter verstärkte.

Dresden – Bereits im Altertum war die Beförderung ägyptischer und babylonischer Würdenträger in Sänften üblich. Seit dem 17. Jahrhundert kam die Portechaise (frz. = Tragestuhl) auch in europäischen Städten in Gebrauch, wurde in Paris und Berlin heimisch und gelangte schließlich auch an die Elbe, in die Residenz Augusts des Starken.

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