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London - Der Deal steht. Zwar muss er noch vom britischen Parlament abgesegnet werden, doch ist der mehrere Hundert Seiten starke Entwurf für den EU-Austritt des Königreichs offenbar ein Kompromiss, mit dem beide Seiten leben können. Großbritannien wird demnach Herr seiner Fischereipolitik, scheidet als EU-Finanzierer aus und darf die Einwanderung nach eigenen Vorstellungen regulieren. Monatelang hatte Premierministerin May dem Sturm standgehalten, der nicht nur aus dem beleidigten Europa, sondern auch aus den eigenen Reihen kam. Einen Minister nach dem anderen hat sie dabei gehen sehen, manch enge Vertraute gar wie Innenministerin Amber Rudd oder “Brexit”-Minister David Davis. Am Mittwoch präsentierte sie nun voller Stolz das Dossier: Großbritannien und Europa sagen sich im kommenden Frühjahr Lebewohl. Zwar beinhaltet der Deal keine harte Trennung, wie sie mancher Hardliner in Mays konservativer Partei gerne gehabt hätte, doch darf mit Fug und Recht behauptet werden, dass sich das Kämpfen für die zwischenzeitlich in Nöte geratene Regierungschefin gelohnt hat. Theresa May gab die “Eiserne Lady”, wobei sie ihr Vorbild Margaret Thatcher niemals wird erreichen können. Schon ihr ungelenker Gang steht dem im Weg. Während die echte “Eiserne Lady” stets aufrecht und mit festem Schritt den Saal betrat und schon durch ihr Mienenspiel die versammelte Männerriege einzuschüchtern wusste, schleicht May eher heran, immer eine Spur zu freundlich. Offensichtlich hat sich ihre Maxime, Brüssel nicht um jeden Preis vor den Kopf zu stoßen, aber nun ausgezahlt.

London – Es hatte sich angekündigt. Der Vorsprung schmolz von Woche zu Woche. Gestartet mit einem riesigen Abstand zur Labour Party, kamen Großbritanniens Konservative am Ende gerade noch so als Erste ins Ziel. Dem britischen Wahlrecht haben sie es zu verdanken, dass sie dennoch deutlich stärkste Kraft im Unterhaus bleiben. Wie aber ein künftiges Regieren aussehen soll, weiß derzeit niemand.

New York – Der US-Großinvestor und Gründer der Open Society Foundations, George Soros, warnt vor einem Auseinanderbrechen der Europäischen Union. In einem aktuellen Gastbeitrag für die Tageszeitung „Die Welt“ zieht der Multimilliardär einen direkten Vergleich zum Untergang der Sowjetunion vor 25 Jahren und sieht vor allem in den jüngsten Entwicklungen Anzeichen dafür, dass die EU schon bald ihrem Ende entgegensehen könnte, wenn die Staatengemeinschaft nicht rasch reformiert werde.

München – Experten gehen davon aus, dass die internationale Volatilität 2017 wegen der tiefgreifenden politischen und wirtschaftlichen Veränderungen (Brexit, Zinspolitik, geopolitische Neuformierung nach dem Wahlsieg Trumps in den USA, Präsidentschaftswahl in Frankreich, Bankenkrise in Italien etc.) weiter zunehmen wird. Zu erwarten ist, dass institutionelle Investoren vor diesem Hintergrund ihre Portfolios neu strukturieren und künftig verstärkt auf Alternative Investmentfonds (AIF) zurückgreifen werden.

Berlin – Privatanleger in Deutschland besitzen laut einer aktuellen Studie der Berliner Steinbeis-Hochschule die Rekordmenge von 8.672 Tonnen Gold, was einem Gesamtwert von 333 Milliarden Euro entspricht. Dies ist eine Steigerung um fast 500 Tonnen seit dem Jahr 2014. Vor zwei Jahren besaßen bereits 67 Prozent der Deutschen Gold in Form von Schmuck, Barren oder Münzen, nun sind es 75 Prozent.

Berlin/Washington – Ein Erdbeben hat die Welt erschüttert. Gerade erst hatte sich die europäische Berufspolitik vom Brexit-Votum der Briten erholt, da musste sie den nächsten Niederschlag hinnehmen. Seit Mittwoch ist nichts mehr wie es war. Verantwortlich dafür ist ein Mann, den Medien und Meinungsforscher mit einem nie zuvor gekannten Aufwand am Einzug ins Weiße Haus hindern wollten. All ihren Bemühungen zum Trotz mussten sie im Morgengrauen des 9. November mit ansehen, wie Donald Trump triumphierte.

Sonntag, 13 November 2016 18:15

Breitbart will nach Europa expandieren

in Medien

Los Angeles – Nach dem Wahlsieg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen zeichnet sich immer deutlicher ab, dass der konservative Mediendienst Breitbart, der zu den wichtigsten publizistischen Stützen des Republikaners im Wahlkampf zählte, nach Europa expandieren will. Breitbart-Chef Stephen Bannon führte zuletzt das Wahlkampfteam Trumps und zeichnet maßgeblich verantwortlich für dessen erfolgreiche Kampagne in den sozialen Medien.

Mittwoch, 21 September 2016 00:29

Europapolitiker der AfD trafen sich in Dresden

in Politik

Dresden – Am Montag haben sich auf Einladung der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag die europapolitischen Sprecher der Fraktionen aus Brandenburg, Baden-Württemberg, Bremen, Sachsen und Thüringen in Dresden getroffen. Mit dabei waren auch die beiden AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch und Marcus Pretzell.

Helsinki - Finnland, ein EU Mitglied in der Eurozone, mag für viele im Kontext der Europolitik unbedeutend erscheinen. Aber ein Finnexit, ein Austritt Finnlands aus der EU, könnte als Signalwirkung die EU in der jetzigen Verfassung erschüttern. Der Sieg der EU-skeptischen Partei Perus, „wahre Finnen“, im Jahre 2011 veränderte drastisch die finnische Parteienlandschaft. Die Niederlage der Zentrumspartei und der gleichzeitige Aufstieg der „wahren Finnen,“ begründet sich in der Sichtweise der Europapolitik.

Verona - Folgt auf den Brexit nun der Italexit? Die Bankenkrise in Italien könnte Premier Matteo Renzi aus dem Amt drängen und der Austritt Italiens aus der EU wäre wahrscheinlich. Die von dem ehemaligen Star-Komiker Beppe Grillo gegründete „Movimento Cinque stelle" (Fünf-Sterne-Bewegung) nimmt in Italien den Platz eines ernsthaften Konkurrenten gegenüber der PD (Partito Democratico) mit ihrem Vorsitzenden Matteo Renzi ein.

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