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Zittau – Am 08. Dezember ist es soweit. Anläßlich des Lichterfestes, dem weihnachtlichen Lichtspektakel an Salz- und Rathaus, findet von 14.00 – 18.00 Uhr im Durchgang zwischen Rathausplatz und Fleischbänken ein Benefizverkauf von Strick- und Häkelwaren statt, dessen Erlös der weiteren Notsicherung der Mandaukaserne zufließt. Eine Wiederholung findet die Verkaufsaktion dann am 15. und 16. Dezember am selben Platz zur gleichen Zeit.

Sonntag, 16 September 2018 15:49

Eighth Wonder of the World

Dresden – Dieser Tage traf ich einen begeisterten Amerikaner, der unsere - nach 1989 in neuem Glanz erstandene - sächsische Landeshauptstadt beim Abschied gar als "Eighth Wonder of the World" pries. Tatsächlich vergeht keine Woche, in der nicht Gäste aus zahllosen Ländern ihre Bewunderung für die Schönheit der Elbmetropole zum Ausdruck bringen.

Montag, 03 September 2018 23:04

Trojanisches Meißen

Meißen – Die historische Altstadt ist wunderschön und in ihrer Geschlossenheit einzigartig. Hier haben große Bauepochen ihre Spuren hinterlassen: Renaissance, Barock, Klassizismus, Gründerzeit und Jugendstil. Liebevoll restauriert, erscheint Meißen mit seinen Gassen und Winkeln als Inbegriff einer alten deutschen Stadt. Am Heinrichplatz, vor der ehemaligen Franziskanerklosterkirche (die das Stadtmuseum birgt), hat an diesem Sonnabend (1.9.) das „Trojanische Pferd“ des Vereins „Pro Mitsprache e. V.“ um den Dresdner Rene Jahn Station gemacht.

Zittau - Schon zum dritten Mal beteiligen sich am Tag des offenen Denkmals in der Neißestadt auch die Kasernenretter um Thomas Göttsberger. Jeweils 3.000 Besucher waren in den vorangegangenen Jahren gekommen, um Zittaus größtem Bauwerk ihre Referenz zu erweisen. Die 1868/69 unter Leitung des Stadtbaumeisters Emil Trummler errichtete Kaserne war bis 1918 Quartier des Kgl. Sächs. 3. Infanterie-Regiments Nr. 102, wurde später für Wohnzwecke genutzt und steht seit 1997 leer. Mit der 2015/16 vom Stadtforum Zittau initiierten Notsicherung des Südturmes konnte der geplante Abriß in letzter Stunde verhindert werden. Wenn es am 9. September traditionell darum geht, die Öffentlichkeit für Belange des kulturellen Erbes und der Denkmalpflege zu sensibilisieren, werden auch die Pforten der Kaserne am Martin-Wehnert-Platz geöffnet und Teile ihres Südflügels zugänglich sein.

Zittau – Es ist wieder still geworden, um Zittaus größtes Gebäude, die 1868/69 unter Leitung des Stadtbaumeisters Emil Trummler errichtete 102er-Kaserne. So freut sich der interessierte Beobachter einstweilen an Meldungen über den sympathischen Falkennachwuchs, der das dritte Jahr in Folge in dem traditionsreichen Bau das Licht der Welt erblickt. Und doch grenzt es an ein Wunder, daß die Kaserne mit ihren 200 Räumen und 12 000 m² Nutzfläche zwischen Stadtzentrum und Südvorstadt bis heute den Zeitläuften trotzt, der geplante Abriß in letzter Stunde verhindert werden konnte. Nachdem Notsicherungs- und Sanierungsarbeiten neue Perspektiven zu eröffnen schienen, standen Mitte 2017 immerhin 3,9 Millionen Euro Fördermittel aus dem Bundesbauministerium im Raum, rückte ein Erfolg in greifbare Nähe.

Dresden – Noch bis zum 2. März 2018 läuft die Jahresausstellung „Sächsische Landsitze“ des Landesamts für Denkmalpflege (LfD) im Dresdner Ständehaus am Schloßplatz (Sachsen Depesche berichtete: https://www.sachsen-depesche.de/kultur/sächsische-landsitze“-im-dresdner-ständehaus.html) Neben erhaltenen und sanierten Landsitzen werden auch Schlösser und Herrenhäuser dokumentiert, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört wurden. Eines jener traurigen Beispiele planmäßiger Vernichtung ist Schloß Döben bei Grimma in Westsachsen.

Dresden – Noch bis zum 2. März 2018 läuft die Jahresausstellung „Sächsische Landsitze“ des Landesamts für Denkmalpflege (LfD) im Dresdner Ständehaus. Landschlösser und Herrenhäuser adeliger oder bürgerlicher Besitzer zählten und zählen mit ihren Wirtschaftsgebäuden und Gärten zu den überragenden Bauten einer vielgestaltigen Denkmallandschaft. Die Exposition stellt mit rund 45 Objekten eine Auswahl von ehemals über 800 sächsischen Herrensitzen vor, die anhand großformatigerZeichnungen aus dem Bestand der wissenschaftlichen Plansammlung des Landesamts dokumentiert werden. Gezeigt werden erhaltene und sanierte Landsitze, in ihrer Bausubstanz gefährdete und vernichtete Objekte, zuletzt auch „Luftschlösser“, d. h. Planungen, die nie zur Ausführung gelangten.

Dienstag, 09 Januar 2018 19:07

Die Kaditzer Linde in Dresden

Dresden – 1000 Jahre alt soll er sein, Dresdens ältester Baum auf dem Kirchhof von Kaditz, einem ehemaligen Bauerndorf im Nordwesten der Stadt. Das deutsche Baumarchiv zählt die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) von 20 Metern Höhe und noch etwa 10 Metern Stammumfang zu den national bedeutsamen Bäumen (NBB). Im Mittelalter soll ihr Stamm auch als Gemeindepranger gedient haben. Noch bis ins 18. Jahrhundert waren Delinquenten, an ein Halseisen gekettet, hier der Verachtung vorbeiziehender Gottesdienstbesucher ausgesetzt. Die außergewöhnliche Gestalt des Baumes, der als eine der mächtigsten Linden Deutschlands galt, beeindruckte auch Goethe, der Kaditz bei seinem letzten Dresden-Aufenthalt besucht hat.

Oschatz – Zuletzt ging alles ganz schnell: Am 26. Oktober 2017 hatte Sachsen Depesche auf den bevorstehenden Abriss aufmerksam gemacht (https://www.sachsen-depesche.de/kultur/denkmalalarm-in-oschatz.html). Zwei Tage später startete die Facebookseite https://www.facebook.com/rotesvorwerk/ der Oschatzer Abrissgegner, gefolgt von einer Online-Petition des Vogtshaus Oschatz e. V. am 6. November (https://www.openpetition.de/petition/online/kein-abriss-des-baudenkmals-rotes-vorwerk-in-oschatz). Wenig später (12.11) versammelten sich ein Dutzend Vorwerks-Unterstützer zu einer Mahnwache für den Erhalt am umstrittenen Ort.

Oschatz – Am 25. Oktober 2017 berichteten wir an dieser Stelle, daß eines der ältesten Bauwerke der Stadt, das denkmalgeschützte „Rote Vorwerk“ in der Bahnhofstraße abgerissen werden soll (https://www.sachsen-depesche.de/kultur/denkmalalarm-in-oschatz.html). Einst lieferte das, vielleicht schon im 12. Jahrhundert vorhandene, kommunale Gut einen beachtlichen Beitrag zum Stadthaushalt. Mit dem Hospital entstand 1840 darin das erste städtische Krankenhaus. Nach dessen Schließung diente das Anwesen noch bis 2004 zu Wohnzwecken.

 

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