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Dresden - „Mitteldeutschland steht, hier wird kein Milimeter Heimaterde mehr preisgegeben“, eröffnet Wolfgang Taufkirch in Hinblick auf den Politischen Aschermittwoch der AfD in Nenntmannsdorf pathetisch am Wiener Platz. Ob jene Veranstaltung tatsächlich als Gewinn oder Fiasko für die AfD verbucht werden muß, soll dahingestellt sein. Aschermittwoch ist vorbei, und heute geht es z. B. um „Alternative Gewerkschaften“. Auf dem Lautsprecherwagen vorm Hauptbahnhof steht Oliver Hilburger von der Kleingewerkschaft „Zentrum Automobil“. In Kooperation mit „Ein Prozent“ habe man die Kampagne „Werde Betriebsrat“ gestartet, um die Dominanz linker Gewerkschaften in den Betrieben zu brechen. Genau davor hätten die Genossen Angst und verleumden die unliebsame Konkurrenz als „rechtsradikal“. Dagegen kämen Studien zu dem Ergebnis, daß ein Großteil der Angestellten und die Arbeiterschaft eben nicht mehr SPD sondern AfD wählten. „AfD, AfD“, skandiert das Publikum begeistert.

Düsseldorf – In Deutschland hat sich nach einer aktuellen Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung die Zahl der armutsgefährdeten Erwerbstätigen zwischen 2004 und 2014 verdoppelt. Mit diesem Anstieg der Erwerbsarmutsrate um 100 Prozent steht die Bundesrepublik auf einem traurigen ersten Platz aller EU-Staaten.

Samstag, 14 Januar 2017 05:51

Kombilohn für Flüchtlinge?

in Politik

Dresden – Manchmal offenbart sich in einer Fragestellung ein ganzes System. Im Fall der in Sachsen entbrannten Diskussion um den Mindestlohn für Flüchtlinge steht eine Beschäftigungspolitik im Fokus, die jenseits marktwirtschaftlicher Prinzipien auf ideologisches Wunschdenken fixiert bleibt. Mit einer Vielzahl staatlicher Fördermöglichkeiten und dem Ruf nach immer neuen Subventionen soll die erhoffte Integration durch Arbeit gelingen.

Dresden – Vor kurzem trafen sich im „Elbegarten“ in Dresden-Loschwitz noch regelmäßig Fußballfans, um die Spiele der deutschen Nationalmannschaft bei der EM zu verfolgen, nun stellte Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) in dem beliebten Ausflugslokal am Elbufer eine neue Kampagne vor, mit der die Landesregierung Vorurteile gegenüber Migranten abbauen will.

Dresden – Nach Angaben des sächsischen Wirtschaftsministeriums profitieren rund 250.000 Arbeitnehmer im Freistaat von dem im letzten Jahr eingeführten gesetzlichen Mindestlohn, den die Vorsitzende des DGB Sachsen, Iris Kloppich, kürzlich als „Erfolgsgeschichte“ bezeichnete. Für die sächsischen Unternehmen bedeutete die neue Lohnuntergrenze einen tiefen Einschnitt: Mehr als die Hälfte der Betriebe, nämlich 54 Prozent, musste seitdem die Stundenlöhne zumindest für einen Teil seiner Mitarbeiter auf mindestens 8,50 Euro anheben.

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