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sachsen-depesche.de

Samstag, 21 Oktober 2017 21:27

Das Dresdner Herbstfest geht zuende

Dresden – Am 31. Oktober, noch eine reichliche Woche also, dann schließt das Dresdner Herbstfest 2017 seine Pforten. Bis dahin werden auf dem Pieschener Volksfestgelände alle Register gezogen. Dafür sorgen Schausteller und Fahrgeschäfte mit zahlreichen Karussells, einer Familienachterbahn, dem atemberaubenden „Break Dance“, Losbuden, Biergarten, Imbißständen und traditionellen Leckereien wie Chremewaffeln, Kräppelchen, gebrannten Mandeln oder Zuckerwatte.

Freitag, 20 Oktober 2017 00:41

„Erntedank“ bei PEGIDA

in Politik

Dresden - Beim Erntedankfest im Herbst danken die Christen Gott für das Gedeihenlassen der eingebrachten Früchte. Dabei kommt zum Ausdruck, daß das „tägliche Brot“ keinesfalls eine mühelose Selbstverständlichkeit ist, vielmehr erst durch harte Arbeit erkämpft werden muß. Dezidiert Christliches hört man montags auf den Dresdner Straßen selten. Bei der 128. PEGIDA auf dem Altmarkt ist das anders. „Hans“, unverkennbar Sachse, kommt nicht als Unbekannter. Schon mehrfach sprach der ambitionierte Christ bei den Islamkritikern, zumeist vor Weihnachten. Gewiß ist er kein „richtiger“ Pfarrer, wie anfangs suggeriert wurde. Eher ist „Hans“ eine Art PEGIDA-Theologe, mit ausgeprägtem Mutterwitz jedenfalls, und so gibt es bei der Gelegenheit einen jener selteneren Redebeiträge, Motto: Wenn schon Rechtspopulismus, dann bitte nicht ohne Humor!

Montag, 16 Oktober 2017 14:13

Dresden im Herbst

Dresden – Goldener Oktober. Die Stadt zeigt ihr herbstliches Gesicht. Ein Gefühl von Wehmut und die Schönheit des Vergehenden rühren das Herz an. Sonnig und warm ist es auch im vornehmen Stadtteil Weißer Hirsch.

Dresden - Seit den 1980er Jahren treffen sich die Liebhaber historischer Telefon- und Telegrafeneinrichtungen um ihrer Sammelleidenschaft zu frönen, Wissen und Geräte auszutauschen und neue Mitstreiter kennenzulernen. Daraus entstand 1992 die „Sammler- und Interessengemeinschaft für das historische Fernmeldewesen e. V.“ (SIG), ein Verein, der sozusagen bundesweit als „Telefonzentrale“ bzw. Ansprechpartner für alle Belange historischer Fernmeldetechnik dient.

Bischofswerda – Es war im Kriegsjahr 1641. Viele Wochen schon plünderten die Schweden das unglückliche Bischofswerda. Besonders arg taten sich dabei die Leute der Truppenführer Wanke und Hänßgen hervor. Die Reiter des letzteren hatten es auf die Stadtkirche abgesehen. Hier aber war kaum etwas zu holen, was andere nicht schon genommen hätten. In der Sakristei raubte ein Soldat schließlich grüne „taffete“ (seidene) Tüchlein, die sonst zum Auswischen des Kelches nach der Kommunion dienten. Lachend schlug der Mann die Warnungen seiner Kameraden in den Wind und knüpfte sich daraus eine „Leibbinde“, eine Schärpe also, die um Hüfte oder Schulter gebunden wurde. Dann aber geschah Merkwürdiges. Von jenem Tag an, da er die heiligen Tücher um sich geschlungen trug, ging es dem Manne immer schlechter. Sein Körper schien zu verdorren und binnen eines Monats war der Frevler „erbärmlich und elend“ gestorben. (Nach Fr. Bernhard Störzner: Was die Heimat erzählt, 1904)

Dresden – Seit Jahren ist es Tradition, das Bürgerfest zum „Tag der Deutschen Einheit“ am „Goldenen Reiter“ in Dresden-Neustadt. Noch bis zum 3. Oktober feiern hier Groß und Klein auf einer Flaniermeile entlang der Hauptstraße, wo nicht nur kulinarische Leckerbissen, Schausteller und eine Vielzahl ambulanter Händler locken.

Montag, 25 September 2017 18:33

Denkmalalarm im Landkreis

Dresden – Wie eine Kleine Anfrage des grünen Landtagsabgeordneten Wolfram Günther kürzlich ans Licht brachte, sinkt die Zahl der geschützten Kulturdenkmale in Sachsen kontinuierlich. Noch im November 2014 gab es laut Innenminister Ulbig 102.911 Denkmale im Freistaat, im Mai 2017 waren es noch 101.600. Demnach gingen binnen zweieinhalb Jahren mehr als 1.300 Denkmale unwiderruflich verloren, und der Abriß geht munter weiter, auch im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Laut sächsischem Landesamt für Denkmalpflege sind die ehemals 9590 in SOE vorhandenen Denkmale (2000) auf aktuell 8422 geschrumpft, wurden, so das Innenministerium, seit der Wiedervereinigung 393 Kulturdenkmale abgerissen, darunter 72 technische. Hinter diesen abstrakten Zahlen verbirgt sich ein Aderlaß an historischer Architektur, der Städten und Dörfern erst ihren unverwechselbaren Charakter, ihren Einwohnern aber einen Teil ihrer Identität verleiht. Nicht selten wird die himmelschreiende Entsorgung des unbequemen Erbes in den Medien auch noch zustimmend kommentiert. Was aber steckt hinter diesen beunruhigenden Metaphern, dem Kampf gegende „drohende Ruinen“, dem Beseitigen von unbeliebten „Schandflecken“?

Mittwoch, 20 September 2017 01:39

PEGIDA und AFD an der Frauenkirche

in Politik

Dresden – 126. PEGIDA in der Landeshauptstadt und zugleich Wahlkampfveranstaltung der sächsischen AfD auf dem Neumarkt. Nach kurzen Ansprachen von Wolfgang Taufkirch, Lutz Bachmann und Siegfried Däbritz gibt es den obligatorischen „Spaziergang“ durch die Dresdner Innenstadt. Auf der AfD-Bühne folgen mit Jens Maier (Dresden), Rechtsanwalt Dubravko Mandic (Freiburg) und dem TU-Professor Heiko Hessenkemper (Freiberg) drei Bundestagsdirektkandidaten mit den üblichen Wahlkampfreden aus dem Arsenal des Rechtspopulismus. Nichts, was man nicht schon unzählige Male gehört hätte. Der Ton auf der Bühne ist streckenweise so derb, wie die Wut im Publikum groß ist. Wohl an die 4000 Sachsen könnten es sein, der übriggebliebene Kern jener Empörung, die vor drei Jahren begann, und noch immer von der verzweifelten Hoffnung getragen wird – gehört und verstanden zu werden.

Donnerstag, 14 September 2017 03:56

„Im Osten wird wieder gekämpft!“

in Politik

Dresden – 125. PEGIDA-Kundgebung auf dem Wiener Platz am Hauptbahnhof. Nach Durchhalteparolen von Taufkirch und Bachmann erfolgt der obligatorische „Spaziergang“ durch die Innenstadt über die St. Petersburger. Auf der Prager Straße geht es retour, treffen Wutbürger auf Antifas, die sich routinemäßig hinter großformatigen Bannern postiert haben. Erbittert versichert man sich wechselseitig heftiger Abneigung, kommt es zu Wortgefechten und Rempeleien. Dann folgt Leyla Bilge, eine Rednerin mit Migrationhintergrund.

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