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Dresden – 175. PEGIDA in der Landeshauptstadt vor mehr als 1000 Demonstranten auf dem Altmarkt. Wolfgang Taufkirch über eine neue Studie des Hallenser Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung, die zu Monatsbeginn für Aufregung sorgte. Danach leisteten „ostdeutsche 20 Prozent weniger als westdeutsche Arbeiter“. Im Kern gehe es um Produktivität und Wertschöpfung. Deren Motor sei der Mittelstand, 3,46 Millionen kleinere und mittlere Unternehmen, meistens Familienbetriebe. Die aber verkommen zunehmd zur „Melkkuh der Politiker“ und werden durch die Globalisierung in ihren Grundlagen erschüttert. So diktiere der Weltkonzern Volkswagen Preisvorgaben für deutsche Zulieferer, die sich ohnehin im Wettbewerb mit rumänischen, bulgarischen oder polnischen Firmen befänden.

Dresden - 1925 erschien unter obigem Titel die zweite Auflage einer kleinen Sammlung von 12 Farbreproduktionen nach Bildern, die einst im Auftrag des Geh. Postrats Karl Thieme (+ 1917 Großgraupa) entstanden waren. Im Laufe von fünfzig Dienstjahren hatte jener auch posthistorische Darstellungen zusammengetragen, wonach Gustav Otto Müller (1827-1922) dann seine Dokumentation erschuf. In den Erläuterungstexten führt uns Thieme stimmungsvoll zurück in jene Ära, als noch uniformierte Landbriefträger zu Fuß bei Wind und Wetter das Königreich durchmaßen, um auch die Dorfbewohner zuverlässig mit Briefen und Paketen zu versorgen. Die treuen Boten waren eine Institution und genossen das Vertrauen der Landbevölkerung, an deren Schicksal sie sozusagen „dienstlich“ Anteil zu nehmen wußten:

Dresden - Wie sah die sächsische Landeshauptstadt um 1900 aus? Antworten finden sich in einem neuen Buch aus dem Sonnenblumen-Verlag („Spaziergang durch das alte Dresden in Ansichtskarten um 1900 – Die innere Altstadt“), das am kommenden Sonnabend, 16. März 2019, beim Büchertag in der Neustädter Markthalle erworben werden kann.

Dresden – Bereits das 12. Jahr wird an verdiente ehrenamtliche Heimatkundler der „Sächsische Landespreis für Heimatforschung“ vergeben. Prämiert werden Arbeiten, in denen „beispielhaft Aspekte der sächsischen Heimat erforscht und dargestellt sind“. Verantwortlich zeichnen das Sächsische Kultusministerium in Kooperation mit dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz. „Wir leben in einer digitalisierten, globalisierten Welt, in der Heimat unerläßlich ist für Miteinander. Die Wurzeln unserer sächsischen Indentität verkümmern aber, wenn sie nicht gepflegt werden“, erklärt Schirmherr Christian Piwarz (CDU), Kultusminister des Freistaates.

Dresden – 11. März 2019, einige hundert Demonstranten sind am Hauptbahnhof zusammengekommen. „Ines“, Urgestein aus dem inneren Zirkel der Organisation, hält eine Wutrede, macht ihrem Unmut Luft, da angesichts zunehmender Vergewaltigungen weder Männer für die Sicherheit ihrer Frauen demonstrierten, noch ein „Aufschrei“ der feministischen Bewegung erfolge. Der deutsche Mann sei „verweichlicht“ und „zu schwach für die Bundeswehr“, mutiert zum „Kinderwagenschieber“ und „Spielplatzgänger“. Wo seien die Großdemos der Männer für den Erhalt unserer Wirtschaft? Wo die „Männer mit Rückgrat“? „Höcke, Höcke“, skandieren die Pegidianer.

Montag, 04 März 2019 23:25

Susanne Dagen vor Gericht

Dresden – Am 5. März steht Susanne Dagen vor Gericht - als Klägerin gegen ihren Ausschluß von einer Tagung, die vom 17. bis 19. September 2018 im Deutschen Hygiene-Museum stattfand. Unter dem Motto „Die neue Mitte? Rechte Ideologien und Bewegungen in Europa“ hatten u. a. die Bundeszentrale für politische Bildung, die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen und das Kulturbüro Sachsen eingeladen, um „einen Überblick über die rechten und rechtsextremen Gruppierungen und Akteure in Deutschland und Europa zu geben, die aktuell die freiheitliche Grundordnung unserer Demokratie in Frage stellen und in ihrem Bestand bedrohen“.

Samstag, 02 März 2019 23:36

PEGIDA am 25. Februar am Hauptbahnhof

in Politik

Dresden – 173. Kundgebung der PEGIDA in der Landeshauptstadt. Ein Montagabend wie andere auch. An die 1000 Demonstranten sind zum Wiener Platz gekommen, um den Tiraden der drei Stammsprecher zu lauschen. Wenig Neues, doch hinter all dem Wortgetöse eine kaum unterdrückte Wut auf die AfD, verbunden mit dem Mantra, allein via Straßenprotest habe „Gesicht zeigen“ Sinn. So bemängelt Wolfgang Taufkirch die Sitzungsdisziplin der Bundestagsabgeordneten, könne hier aber „auch die AfD“ nicht ausnehmen. Für Lutz Bachmann gehe Protest „nur auf der Straße“, sich auf Wahlen zu verlassen, wäre der „falsche Weg“. Erschreckend sei, wie viele Bürger „meckern, aber nicht handeln“ und die illegale Migration ignorierten, meint Siegfried Däbritz im Anschluß.

Dresden – Allmählich erst erwacht das Land aus winterlicher Starre. Wo Schneegestöber noch und Kälte triumphierten, zeigt sich nun junges Grün, lockt warme Sonne uns‘re Sinne, erneut sich mancher Wunsch und staunend steht ein Fan und fragend: Lebt denn die alte „Heavy Mörtel Mischmaschine“ noch? Sachsen Depesche wollte es genau wissen und hat sich im Dresdner Norden auf den Weg gemacht.

Dresden – 172. PEGIDA in der Landeshauptstadt, an die 1000 Demonstranten sind auf den Neumarkt gekommen. Wolfgang Taufkirch über eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung, Titel: „Zuwanderung und Digitalisierung. Wie viel Migration aus Drittstaaten benötigt der deutsche Arbeitsmarkt künftig?“ Antwort: Bis 2060 brauche Deutschland mehr als 10 Millionen Zuwanderer, also „260 000 Fachkräfte pro Jahr“. Richtig sei, so der Bajuware mit heller Stimme, daß die Arbeitskraft bei zunehmender Digitalisierung bestimmte Qualifikationen benötige. Diese unterteilten sich in drei Stufen: Zunächst die hohe Qualifikation mit Experten, Akademikern und Meistern. Dann die mittlere Qualifikation jener, die sich aus- oder weiterbilden ließen. Die dritte Kategorie seien Leute mit niedriger Qualifikation oder Helfer, die An- oder Ungelernten, meist mit mangelnder Schulbildung. Diese Gruppe werde am wenigsten nachgefragt und sollte bei fortschreitender Digitalisierung „ganz verschwinden“.

Dresden – Hier nun Folge 9 unserer kleinen Postgeschichte nach Gemälden von Gustav Otto Müller (1827-1922), deren zweite Auflage 1925 in Dresden erschien. Abermals versetzt uns der Geheime Postrat Thieme mit einer launigen Bildbeschreibung in jene Zeit, als Sachsen noch ein Königreich war. Diesmal geht es - nicht ohne Wehmut - um die letzte sächsische Eilpostfahrt zwischen Löbau und Görlitz, die im Jahre 1846 einer neuen stählernen Konkurrenz weichen mußte.

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