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Samstag, 24 Februar 2018 23:50

Ein Mädel aus Sachsen

in Politik

Dresden - Zum Zeitpunkt ihrer Festnahme in Mossul war Linda W. 16 Jahre alt. Erschöpft und verstört wirkte sie, als die Soldaten der „Goldenen Brigade“, einer von den Amerikanern ausgebildeten irakischen Spezialeinheit, mit ihrer Gefangenen vor den Kameras posieren. Nachdem Linda zunächst für eine Jesidin gehalten wurde, die von den IS-Kämpfern versklavt worden war, bekannte die junge Frau jedoch, Deutsche zu sein. Ein Reporter des irakischen Fernsehens, der auch für hiesige Medien arbeitet, darf Linda später in einem Bagdader Militärhospital besuchen. Es ginge ihr gut, auch wenn sie sich bei einem Hubschrauberangriff eine Schußwunde am Bein und einen Splitter im Knie zugezogen habe. "Ich will nach Hause, zu meiner Familie", sagt Linda damals.

Leipzig – Was schon seit geraumer Zeit vor dem regelrecht von Asylantragstellern belagerten Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) zu beobachten ist, wird auch in Sachsen zunehmend zu einem Problem: Immer öfter tauchen radikale Salafisten vor den Unterkünften der Asylbewerber auf, um sie zu „bekehren“ und für den „Dschihad“, den „Heiligen Krieg“ in Syrien und im Irak, zu rekrutieren. Das Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet diese Entwicklung intensiver denn je und spricht von „propagandistischen und sozialen Aktivitäten“ der Salafisten vor Flüchtlingsheimen. Im Blickpunkt der Schlapphüte steht dabei vor allem die Leipziger Al-Rahman-Moschee mit ihrem Prediger Hassan Dabbagh, den Sicherheitsbehörden zu den gefährlichsten Anführern der Salafisten in Deutschland zählen. Der Plattenbau im Zentrum-Nord gilt als „geistiges Zentrum“ der laut Verfassungsschutz etwa 170 Anhänger des Salafismus in Sachsen.

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