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sachsen-depesche.de

Freitag, 22 Dezember 2017 15:07

PEGIDA-Weihnachten 2017 auf dem Theaterplatz

in Politik

Dresden – Vielleicht muß man außerhalb der Grenzen der heutigen BRD geboren sein, um als Vertreter einer archaischen Gedankenwelt jenes urtümliche Deutsch zu sprechen, wie es der in Temeschburg zur Welt gekommene, rumäniendeutsche AfD-Politiker Thomas Tillschneider (MdL) am Sonnabend auf dem Theaterplatz tat. Nach einem Exkurs zur deutschen Sprache („In der deutschen Sprache ist ein deutsches Denken eingeschrieben“) schlug der promovierte Islamwissenschaftler den Bogen, hin zu den christlichen und heidnischen Wurzeln des Weihnachtsfestes. Genau darum ging an diesem Nachmittag des 16. Dezember, beim vierten Weihnachtsliedersingen der Dresdner PEGIDA.

Donnerstag, 31 August 2017 04:53

Chor der Gefangenen

in Politik

Dresden - 123. PEGIDA-Veranstaltung bei schönstem Sommerwetter auf dem Dresdner Altmarkt. Einführende Worte von Wolfgang Taufkirch und eine Schweigeminute für die jüngsten Opfer des „Moslem-Terrors“. Sicher, die Bundestagswahlen rücken näher, der Ton wird rauher, nicht nur hier auf dem Platz. Im Anschluß brechen die Pegidianer zum obligatorischen „Spaziergang“ durch die Dresdner Innenstadt auf, geht es in farbenfrohem Gepränge über die Wilsdruffer hin zum Pirnaischen Platz.

 

Mittwoch, 26 April 2017 14:35

Zivilcourage

Dresden – Für die auf dem Dresdner Schloßplatz versammelten Pegidianer die Nachricht des Tages: Kurz nach Beginn des Prozesses gegen vier Arnsdorfer vor dem Amtsgericht Kamenz, hatte der Richter das Verfahren nach einem sogenannten Rechtsgespräch eingestellt. Die Vorgeschichte: Im Mai 2016 war ein psychisch kranker Flüchtling mit dem Personal eines Arnsdorfer Supermarktes in Streit geraten. Darauf hatten die vier Männer den Iraker festgebunden, der Polizei übergeben und sahen sich wegen „Freiheitsberaubung“ vor Gericht wieder.

Dresden – Spätestens seit seiner launigen US-Reisereportage „Allein unter Amerikanern“ ist der israelisch-amerikanische Buchautor und Theatergründer Tuvia Tenenbom auch Literaturfreunden in Deutschland ein Begriff. Vor kurzem erschien bei Suhrkamp Tenenboms viertes Buch „Allein unter Flüchtlingen“, eine „Entdeckungsreise“ durch Deutschland, die die Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf Einheimische und Migranten beleuchtet.

Freitag, 14 April 2017 01:22

Selbstverständlichkeiten

Dresden – Gedenkminute für die Opfer der vier islamistischen Terroranschläge vergangener Woche auf dem Altmarkt. PEGIDA-Stammredner Wolfgang Taufkirch führt mit heller bayrischer Stimmfärbung durch den regnerischen Abend. Es ist Montag, der 10. April, die 105. Veranstaltung und der 100. „Spaziergang“. Zunächst spricht ein Pfarrer. „Hans“ – unverkennbar Sachse – schämt sich für seine evangelische Landeskirche, die sich um die Lebensbedingungen hier lebender Moslems sorge, zur Christenverfolgung in muslimischen Ländern aber schweige.

Dienstag, 14 März 2017 23:28

„Mosaik des Widerstands“

Dresden – „Der Osten der Republik“ sei eine „Festung“, schwört Philipp Stein (25), Vorsitzender der neurechten „Einprozent“-Bewegung, am Montagabend bei PEGIDA sein Publikum ein. „Das Eigene“ habe hier einen besonderen Platz, stelle automatisch „eine Verteidigungsbereitschaft“ her. Balsam auf die Seelen der zahlreich auf dem Altmarkt erschienenen Pegidianer, die mit „Wir bleiben stolz“ antworten. Ein Teil des Volkes sei „aufgewacht“, wachgerüttelt durch „Massen an Fremden“, die nun auch durch Merseburg, Einsiedel, Dresden und Halle marschierten. Die sogenannte Asylkrise wirke dabei als Katalysator, Ziel sei „das Ende der Masseneinwanderung, die Remigration und ein ernstzunehmender politischer Wechsel in diesem Land.“

Dienstag, 07 März 2017 22:32

Max & Moritz

Dresden – Schmuddelwetter bei PEGIDA am Montag in der „Schlossplatzarena“. Lutz Bachmann platzt fast vor Selbstgefälligkeit. Die Staatsanwaltschaft Dresden habe einen dicken Brief geschickt, 16 gegen ihn eröffnete Ermittlungsverfahren seien eingestellt worden: Volksverhetzung, Beleidigung, falsche Verdächtigung. Das Publikum jubelt. Noch im März starte der „Dresdner Frühling“ mit „Einprozent“, „Compact“, der Identitären Bewegung, PI-News, der AfD und natürlich PEGIDA. Dann eine der Lieblingsideen des Vorsitzenden: Alle, natürlich dem Wahlkampf geschuldeten Forderungen der Berliner Politik seien „Eins zu eins abgeschrieben von PEGIDA!“

Erfurt – Die dem Spektrum der „Neuen Rechten“ zuzuordnende Gruppierung „Einprozent“ hat gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Bürger für Erfurt“ eine Protestaktion gegen den geplanten Bau einer Ahmadiyya-Moschee im Erfurter Stadtteil Marbach durchgeführt. Dabei wurden nach Angaben der Initiatoren mehrere Tausend Protestpostkarten gegen den Moscheebau verteilt. Diese sollen an Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) geschickt werden.

Dresden/Schnellroda – Das frühere Dresdner CDU-Vorstandsmitglied Maximilian Krah zieht es nach seinem Austritt aus der Union in rechte Kreise. Laut einer Ankündigung des Verlegers Götz Kubitschek auf der Internetseite der Zeitschrift „Sezession“ soll Krah am 5. November 2016 in Schnellroda (Sachsen-Anhalt) auf einer Tagung des Instituts für Staatspolitik (IfS) sprechen (http://www.sezession.de/55748/kongress-in-schnellroda-jongen-krah-und-die-75-sezession.html). Das IfS gilt als führender Thinktank der sogenannten „Neuen Rechten“. Kubitschek trat mehrfach bei Demonstrationen von PEGIDA auf und gründete mit dem Journalisten Jürgen Elsässer das zuwanderungskritische „Einprozent“-Projekt. Neben Krah ist der AfD-„Parteiphilosoph“ Marc Jongen als Referent in Schnellroda angekündigt.

Linz – Das FPÖ-nahe Magazin „Info-DIREKT“, hinter dem nach Informationen der SACHSEN DEPESCHE ein Autorenkollektiv um den Parlamentsreferenten und Journalisten Jan Ackermeier („Zur Zeit“) steht, lädt für den 29. Oktober 2016 zu einer Tagung nach Linz an der Donau ein. Der Kongress, der unter dem unbescheidenen Motto „Verteidiger Europas“ firmiert, versammelt eine Schar mehr oder minder bekannter rechter Referenten aus dem In- und Ausland.

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