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Dresden – Die Dresdner Friedrichstadt kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Nachdem das links der Elbe gelegenen Dorf Ostra (sorb. „Flussinsel“) 1559 in kurfürstlichen Besitz gelangte, wurde das zur Versorgung von Hof und Festung Dresden dienende „Ostravorwerk“ gegründet. In der Folge entstanden ein Tiergehege und die Vorstadt Ostra, welche 1730 zu Ehren des Kurprinzen und späteren Kurfürst-Königs Friedrich August II. (1696-1763) in „Friedrichstadt“ umbenannt wurde und seit 1835 Teil von Dresden ist. Im späten 19. Jahrhundert kam dann der Aufschwung, entwickelte sich die Siedlung zum vitalen Industrie- und Arbeiterwohnviertel, wurde zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt.

Samstag, 21 Oktober 2017 21:27

Das Dresdner Herbstfest geht zu Ende

Dresden – Am 31. Oktober, noch eine reichliche Woche also, dann schließt das Dresdner Herbstfest 2017 seine Pforten. Bis dahin werden auf dem Pieschener Volksfestgelände alle Register gezogen. Dafür sorgen Schausteller und Fahrgeschäfte mit zahlreichen Karussells, einer Familienachterbahn, dem atemberaubenden „Break Dance“, Losbuden, Biergarten, Imbißständen und traditionellen Leckereien wie Chremewaffeln, Kräppelchen, gebrannten Mandeln oder Zuckerwatte.

Dresden – „Fake News und Hate Speech im Social Web – Was der Staat dagegen tun kann und muss“ war das Thema eines Vortrags von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD), zu dem das Dresdner Institut für Kommunikationswissenschaften am 17. Juli in die neue BallsportARENA in der Friedrichstädter Weißeritzstraße geladen hatte. Am 30. Juni war im Bundestag Maas‘ ureigenstes Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) beschlossen worden.

Dresden – Am 6. Juni vor 180 Jahren starb in Pillnitz König Anton von Sachsen. Das Bild dieses Monarchen erscheint uns blass, und doch erinnern noch heute in Dresden ein Stadtviertel, die Antonstadt, eine Straße und ein Platz an jenen König, dem die Nachwelt einst den Beinamen „der Gütige“ verliehen hatte.

 

Donnerstag, 28 April 2016 20:30

Die geheimnisvolle Dresdnerin

Dresden – Wer den Alten Katholischen Friedhof in der Friedrichstadt besucht, wird schnell dem Zauber von Dresdens erstem katholischen Gottesacker erliegen. Einst von Maria Josefa (1699-1757), der Schwiegertochter Augusts des Starken, für ihren Hofstaat angelegt, finden wir noch heute die klangvollsten Namen vereint: Balthasar Permoser, Gerhard von Kügelgen, der Chevalier de Saxe, und Carl Maria von Weber seien exemplarisch genannt. Eine weitere Besonderheit sind die Gräber von 120 polnischen Notabeln, die schon in der Barockzeit zum augustäischen Hof gehörten bzw. nach 1830 als nationalpolnische Exilanten in die sächsische Hauptstadt kamen.

Dresden – Der AfD-Landtagsabgeordnete und Dresdner Stadtrat Jörg Urban ist der Ansicht, dass der momentane Flüchtlingszustrom die Stadt und seine Bürger überfordert. „Die stetig steigende Anzahl von Asylbewerbern wächst dem Freistaat Sachsen sowie der Landeshauptstadt Dresden über den Kopf“, wird der konservative Politiker in einer Presseaussendung der AfD-Stadtratsfraktion zitiert. Urban fügte hinzu: „Von Tag zu Tag erreichen die Bürger neue Meldungen über neue Notunterkünfte in der Stadt. Es entsteht der Eindruck, dass sich Stadt und Land konzeptionslos von einer Notsituation zur nächsten hangeln.“

Dresden – Bis zu 200 Asylbewerber werden am Dienstag die neue Asylbewerberunterkunft in zwei Sporthallen an der Nöthnitzer Straße beziehen. Halle 1, die vor rund zwei Jahren saniert worden war, bietet Platz für 290 Betten. In Halle 2 wurden 315 Feldbetten notbehelfsmäßig aufgebaut. Helfer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Technischen Hilfswerk (THW) hatten die beiden Turnhallen der TU Dresden bereits am vergangenen Wochenende eingerichtet. In einer weiteren Halle sollen die Asylbewerber mit drei Mahlzeiten am Tag versorgt werden.

Dresden – Gerade mal eine Woche existiert das Asylbewerber-Zeltlager in Dresden-Friedrichstadt – und schon machen Nachrichten über katastrophale hygienische Zustände die Runde. Die Verantwortung dafür soll natürlich einzig und allein bei der Landesdirektion, den städtischen Mitarbeitern und der Müllabfuhr liegen, nicht etwa bei den Bewohnern selbst. Die machten ihrem Unmut Luft und bestreikten – unter Beteiligung einheimischer Pro-Asyl-Aktivisten – zeitweise den Eingang des umstrittenen Camps, so dass DRK und andere Hilfskräfte bei ihrer Arbeit erheblich behindert wurden.

Dresden – „Verletzte bei NPD-Demonstration gegen Flüchtlinge“, „Ausschreitungen bei NPD-Demo“, „Gewalt eskaliert bei NPD-Demo gegen Asylbewerber“ – dies sind nur einige Beispiele für die Schlagzeilen, die seit Ende letzter Woche durchs Internet geistern. Ausgelöst wurde das Medienecho durch eine als Eilversammlung angemeldete Kundgebung der rechten Partei gegen die in einer Nacht- und Nebelaktion errichteten Zeltunterkünfte für 1.100 Asylbewerber in Dresden-Friedrichstadt (die SACHSEN DEPESCHE berichtete) am vergangenen Freitag. Kurzfristig hatten auch linke Gruppen mobil gemacht und eine Gegendemo an gleicher Stelle angemeldet.

Dresden – Die NPD will am Freitagabend direkt vor den neuen Zeltunterkünften für Asylbewerber in Dresden-Friedrichstadt eine Kundgebung abhalten. Dies berichtet die „Morgenpost“ in ihrem MOPO24-Ticker. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Asylflut stoppen – Nein zur Zeltstadt auf der Bremer Straße“. Die Rechten wollen sich um 18:30 Uhr an der Bremer Straße 25 treffen. Auf einem landeseigenen Grundstück wurden dort in einer Art Nacht- und Nebelaktion Zelte für 1.100 Personen errichtet.

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