Login

sachsen-depesche.de

Dresden – Kein Monat erfreut sich so der Gunst der Menschen, zu keiner Zeit ist der Jubel so fröhlich wie im Mai, dem schönen Wonnemonat. Die Herrlichkeiten der erwachten Natur, aufkommende Sommerfreude und Dankbarkeit, all dessen teilhaftig zu sein – wer kann sich diesem Glück entziehen?

Samstag, 07 April 2018 16:20

Vom Osterreiten im Sorbenland

Panschwitz-Kuckau – Noch aus der Ferne schält sich die Silhouette der Reiterprozession heraus, tragen Windböen Liedfetzen zu den Wartenden beidseits der Straße. „Christus ist heute auferstanden“ (Dzens Chrystus z mortwych stanyl je), heißt ein sorbischer Osterchoral, der vom Triumph des Lebens über den Tod kündet. In Paaren reiten sie heran, die Spitze mit Kirchenfahnen, Kruzifix und der Christus-Statue, dann in feierlichem Ernst der Zug: Alte und junge Männer, festlich angetan mit Gehrock und Zylinder, auf herausgeputzten Pferden in kostbarem Geschirr, gestickte Schleifen im Schweif, die Schabracken ziert das Osterlamm. Es ist schneidend kalt und mancher Reiter hat zu tun, den Hut auf dem Kopf und das Pferd in der Spur zu halten und doch: Wer an diesem Ostersonntag nach einem Sinnbild für das Heilige sucht, wird nicht unberührt bleiben, hier am Weg der Kreuzreiter von Crostwitz nach St. Marienstern. Was aber hat es mit dem katholischen Brauchtum im protestantisch geprägten Sachsen auf sich?

Dienstag, 09 Januar 2018 19:07

Die Kaditzer Linde in Dresden

Dresden – 1000 Jahre alt soll er sein, Dresdens ältester Baum auf dem Kirchhof von Kaditz, einem ehemaligen Bauerndorf im Nordwesten der Stadt. Das deutsche Baumarchiv zählt die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) von 20 Metern Höhe und noch etwa 10 Metern Stammumfang zu den national bedeutsamen Bäumen (NBB). Im Mittelalter soll ihr Stamm auch als Gemeindepranger gedient haben. Noch bis ins 18. Jahrhundert waren Delinquenten, an ein Halseisen gekettet, hier der Verachtung vorbeiziehender Gottesdienstbesucher ausgesetzt. Die außergewöhnliche Gestalt des Baumes, der als eine der mächtigsten Linden Deutschlands galt, beeindruckte auch Goethe, der Kaditz bei seinem letzten Dresden-Aufenthalt besucht hat.

Samstag, 25 November 2017 03:24

Den Verstorbenen zum Gedenken

Dresden – Am 26. November, dem Toten- oder Ewigkeitssonntag, gedenken wir in Deutschland der Verstorbenen. Der evangelische Feiertag fällt auf den letzten Sonntag vor Beginn der Adventszeit und beschließt das ablaufende Kirchenjahr. Das Totengedenken in der katholischen Tradition wird mit dem Allerseelentag am 2. November begangen.

Stolpen – Rechts der Landstraße, die von Rennersdorf hinauf zur Burgstadt führt, erhebt sich an dem Flusse Wesenitz der Galgenberg, ein mit hohen Bäumen bewachsener Hügel. Einst stand hier der Galgen des Amtes Stolpen, wurden die zum Tode verurteilten Delinquenten des Stolpener Gerichtsbezirks – gehängt! Der Abschreckung wegen vollzog man Todesurteile für Mord, Raub, Brandstiftung und Vergewaltigung in aller Öffentlichkeit und beließ die Gehängten gut sichtbar am Ort ihrer Hinrichtung. Doch damit nicht genug.

Pirna – Freunde des gepflegten Schwermetalls in der Sächsischen Schweiz und darüber hinaus können sich freuen: Vom 16. bis zum 18. September 2016 findet auf dem Gelände des Flugplatzes Pirna-Pratzschwitz zum ersten Mal das Metal-Festival „Odin Storm“ statt. Die Idee für das dreitägige „sächsische Wacken“ ist nach Angaben der Veranstalter aus einer Bierlaune heraus entstanden: Zunächst hat man sich in einem Dresdner Studentenclub getroffen, um schließlich den Verein „MeDDal Heads“ zu gründen – mit dem Ziel, in Eigenregie und ohne große Sponsoren ein Festival in der Region auf die Beine zu stellen.

TEAM