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München – Wenn ein früherer Geheimdienstchef aus dem Nähkästchen plaudert, dann erfährt man entweder Dinge, die man sich mit etwas Zeitungslektüre und Internetrecherche auch selbst hätte zusammenreimen können, oder man bekommt tatsächlich einen aufschlussreichen Einblick in eine Welt, die dem Normalbürger üblicherweise verschlossen bleibt. In letztere Kategorie gehört definitiv das neue Buch des ehemaligen Direktors des österreichischen Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, Dr. Gert-René Polli, der sich zudem kritisch mit der europäischen „Intelligence Community“ auseinandersetzt, weil er sie, wie er aus eigener Erfahrungen berichten kann, am Rockzipfel der mächtigen US-Geheimdienste hängen sieht.

Dresden - Wer sich in Deutschland über mögliche Souveränitätsdefizite der Bundesrepublik auslässt, gerät schnell unter Verdacht, ein Verschwörungstheoretiker zu sein. Tatsächlich gibt es eine Menge Spinner, die sich für „staatenlos“ erklären, eine „Reichsbürgerschaft“ inklusive eines entsprechenden „Passes“ annehmen oder behaupten, die Bundesrepublik sei gar kein Staat, sondern eine „GmbH“. Solche Figuren erschweren Kritikern die ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema ungemein. Viele Menschen stellen nämlich die berechtigte Frage, warum sich die deutsche Regierung die Ausspähung durch den amerikanischen Geheimdienst NSA einfach so gefallen lässt.

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