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Stolpen – Auf den nördlichen Ausläufern der Stolpener Flur liegt hinter Feldern und Waldflecken eine Hochfläche mit vereinzelten Gehöften, die an ein untergegangenes Bauerndorf erinnern. Spärliche Nachrichten nur künden vom Schicksal, daß diesen im Zug der deutschen Besiedelung gegründeten (und 1262 als „Reutendorph“ ersterwähnten) Ort und seine Bewohner ereilt haben mag. 1429 sollen böhmische Hussiten Röthendorf verbrannt haben. Tatsächlich trieben jene damals in Kursachsen ihr Unwesen, brandschatzten Altendresden und zogen elbabwärts weiter bis Magdeburg. Erfolglos hatten sie acht Wochen lang die Burg Stolpen belagert und in ohmächtigem Zorn das benachbarte Jockrim dem Erdboden gleichgemacht.

Bischofswerda – Letztmalig für dieses Jahr gehen die Bischofswerdaer Stadtführer am Sonnabend, dem 29. September 2018 mit ihren Gästen auf „Lebendige Stadtführung“. Die beliebte Veranstaltung war anläßlich der 790-Jahrfeier 2017 entstanden. Bei einem etwa 75-minütigen Rundgang durch die historische Altstadt (Start 15.00 Uhr) erwarten den Teilnehmer überraschende Begegnungen mit ehemals stadtbekannten Originalen. Karten gibt es im Bürger- und Tourismusservice Bischofswerda (Tel. 03594/786140, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Bischofswerda - liegt etwa 30 Kilometer östlich von Dresden am Westrand der sächsischen Oberlausitz. Bischof Benno von Meißen (1010-1106) soll den Flecken „Werda“ 1076 zur Stadt erhoben haben, eine erste urkundliche Erwähnung datiert von 1227. In Ostsachsen wird die Kreisstadt mit gegenwärtig 11 573 Einwohnern bis heute umgangssprachlich „Schiebock“ genannt, nach einer Schubkarre, mit der einst Waren auf den Markt „geschoben“ wurden. Ihren (früheren) Wohlstand verdankte sie nicht zuletzt den Bischöfen von Meißen, die über Jahrhunderte (bis 1559) im nahen Stolpen residierten. 1429 verwüsteten die Hussiten Bischofswerda, forderten der Dreißigjährige Krieg, die Pest und immer wieder schwere Stadtbrände – zuletzt 1813 - ihren Tribut. Kein Geringerer als Gottlob Friedrich Thormeyer (1775-1842), dem die Stadt auch ihr klassizistisches Rathaus verdankt, leitete den Wiederaufbau.

Bolkow – Ab Donnerstag wird das polnische Bolkow wieder von Schwarzgewandeten bevölkert. Bereits seit 1997 findet dort jedes Jahr Ende Juli an geschichtsträchtigem Ort die sogenannte „Castle Party“ statt, ein Gothic- und Darkwave-Festival, das inoffiziell bereits den Beinamen „schlesisches WGT“ trägt. Zwar pilgern bei weitem nicht so viele Besucher nach Bolków wie jedes Jahr nach Leipzig, aber dafür nehmen immer mehr Musikfreunde aus Sachsen die Gelegenheit wahr, ein Wochenende lang die Konzerte in traumhaftem Ambiente am Fuße der Bolkoburg zu genießen und das einzigartige Flair dieses noch weitgehend unkommerzialisierten Festivals einzuatmen.

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