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sachsen-depesche.de

Rio de Janeiro – Die Olympischen Spiele ziehen uns in ihren Bann. Wir freuen uns über Bestleistungen, wünschen uns aber zugleich fairen, sauberen Sport. Es ist daher wichtig, dass diejenigen aufgespürt und von den Wettbewerben ferngehalten werden, die sich durch die Einnahme unerlaubter Mittel einen Vorteil verschaffen wollen.

Johanngeorgenstadt – Unbekannte haben am Wochenende in Johanngeorgenstadt (Erzgebirgskreis) einen blutigen Schweinekopf an einem selbstgebauten Holzständer angebracht und in der Nähe des früheren Ferienheims, das heute als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird, aufgestellt. Eine Streife der Polizei entdeckte die geschmacklose Installation am Sonntag gegen 23:20 Uhr in der Steigerstraße.

Wiesbaden/Dresden – Der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi (CDU) hat nach Medienberichten über mehr als 50 im Ausland geschlossene „Kinder-Ehen“ in Sachsen (http://www.sachsen-depesche.de/politik/skandal-über-50-„kinder-ehen“-in-sachsen.html) Politik und Justiz aufgefordert, gegen die Anerkennung von Ehen zwischen erwachsenen Männern und minderjährigen Monaten vorzugehen.

Kelkheim – Gut zwei Wochen haben wir nun ohne großen Anschlag hinter uns gebracht. Nach einer Serie furchtbarer Attentate innerhalb weniger Tage ist trügerische Ruhe eingekehrt. Doch die Angst bleibt. Zu sehr ist auch dem Letzten klar geworden, dass selbst im kleinsten Nest hinter den Hecken gerade jetzt jemand darauf warten könnte, seinen IS-Befehl zu bekommen. Denn genau das ist die Nachricht der Attentäter: Niemand ist mehr sicher. Nirgends.

Donnerstag, 04 August 2016 04:55

PEGIDA auf verlorenem Posten?

Dresden – Trostlos schnarrt die Stimme des DVB-Dispatchers aus dem Lautsprecher der Straßenbahnhaltestelle Wilsdruffer Straße, um Störungen „wegen einer Demonstration im Stadtgebiet“ zu vermelden. Nach dem stattlichen Zug der vorbeiziehenden PEGIDA-„Spaziergänger“ zu urteilen – 3000 oder mehr können es am vergangenen Montag gewesen sein –, handelt es sich um eine machtvolle Demonstration widerständiger Patrioten, von deren Erscheinungsbild ähnlich geartete Initiativen anderer Städte nur träumen können. Doch die farbenfrohe Pracht trügt, denn es ist eine gar dürftige politische Kost, die die Bachmann-Truppe ihrer Anhängerschaft zum Wochenauftakt anzubieten hat.

Dienstag, 02 August 2016 12:33

Koranverteilungen in Dresden

Dresden – Seit April 2016 wurden in Dresden bei insgesamt 38 Infoständen islamischer Gruppen Koran-Ausgaben verteilt. Dies geht aus einer Antwort von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) auf eine Anfrage von Stadtratsmitglied Jens Baur (NPD) hervor. Für Juli und August hat das zuständige Straßen- und Tiefbauamt demnach vier weitere Informationsstände auf der Prager Straße genehmigt.

Dresden – Der Generalsekretär der AfD Sachsen und Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Uwe Wurlitzer, hat der Bundesregierung die Schuld an den Gewalttaten von München, Reutlingen, Würzburg und Ansbach gegeben. Wörtlich sprach der AfD-Politiker von „Terroranschlägen“ durch „Asyl-Begehrer“.

Ankara/Köln – Die Demokratie ist ein hohes Gut. Doch sie ist anfällig und muss täglich neu verteidigt werden. Zu leicht macht sie es dem, sie zu missbrauchen, der ihre Toleranz ausnutzen will. Dies gilt auch für jene, die sich auf ihre religiösen Überzeugungen berufen und dabei den säkularen Staat ablehnen. Es ist ein schmaler Grat zwischen dem gewollten Pluralismus, der auch wirren oder gar extremen Ansichten Gehör gibt, und der Verbreitung demokratiefeindlicher Ideologien. In Deutschland bildet der Rechtsextremismus die „rote Linie“.

Dresden – Die CDU Dresden hat sich von ihrem Vorstandsmitglied Maximilian Krah distanziert. Der 39-jährige Jurist, der Beisitzer im Dresdner CDU-Kreisvorstand ist, hatte am Freitagabend nach dem Amoklauf eines 18-jährigen Mannes mit iranischem und deutschem Pass im Münchener Einkaufszentrum OEZ getwittert: „Ich bin in München. Das muss der Wendepunkt sein: Die Willkommenskultur ist tödlich. Es geht um unser Land!“ Für diese Bemerkung erntete Krah einen regelrechten Shitstorm im Netz.

Donnerstag, 21 Juli 2016 17:24

PEGIDA nach dem Terroranschlag von Nizza

Dresden – Der Motor ist wieder angesprungen, am vergangenen Montag bei PEGIDA am Dresdner Hauptbahnhof. Auch die Formel „Einfach nur präsent sein“, zu Veranstaltungsbeginn aus dem Brief eines anonymen Pegidianers verlesen, ist sowohl Indiz für Ernüchterung wie für Realismus. Ob der von Lutz Bachmann verkündete Vollzug der Gründung einer „Freiheitlich Direkt-Demokratischen Volkspartei“ (FDDV) eine Relevanz hat, darf bezweifelt werden.

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