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sachsen-depesche.de

Mittwoch, 14 November 2018 06:58

PEGIDA am 12. November auf dem Theaterplatz

in Politik

Dresden – 163. PEGIDA in der Landeshauptstadt, Wolfgang Taufkirch auf dem Sprecherwagen. Dresdens Oberbürgermeister Hilbert habe es geschafft, dürfe sich nun auch „Schleudersachse“ nennen, werde es langsam „eng“ auf dessen Briefkopf. Tatsächlich hatte der Bund der Steuerzahler den OB beträchtlicher Reiseaktivitäten wegen – 72 Tage im Jahr unterwegs, davon zehn Auslandsreisen – vergangene Woche zum „Schleudersachsen 2018“ gekürt. Der hämische Beifall auf Dresdens Theaterplatz kommt nicht von ungefähr, war Dirk Hilbert doch 2015 auch mit PEGIDA-Stimmen ins Amt gewählt worden und in der Wahrnehmung der Islamkritiker stets als „undankbarer“ Gegenspieler in Erscheinung getreten.

Freitag, 12 Oktober 2018 14:31

Wolfgang Taufkirch bei PEGIDA am 8. Oktober

in Politik

Dresden – 159. PEGIDA in der Landeshauptstadt auf dem Altmarkt. Gleich zu Beginn reflektiert Wolfgang Taufkirch die bevorstehenden Bayernwahl. Die CSU werde ihr schlechtestes, die Grünen ihr bestes Wahlergebnis erzielen können. In der Woche danach, so Taufkirch, wird - der in seiner Partei keine Rolle mehr spielende - Horst Seehofer aber „fallen“. Als „Hofnarr der Union“ habe der Innenminister keine politischen Akzente setzen können. Dann eine groteske Rückschau, ein Soll und Haben zwischen markigen Forderungen („Flüchtlingsobergrenze“, „Grenzkontrollen“) und promptem Zurückrudern des auch als „Horst Drehhofer“ bespöttelten Politikers.

Montag, 24 September 2018 12:53

Naziuhren in Glashütte, PEGIDA in Dresden

in Politik

Dresden – 17. September 2018, 156. PEGIDA in der Landeshauptstadt. Es kommt nicht oft vor, daß bei den Montagsdemonstrationen, wo naturgemäß Anspannung vorherrscht, fröhliches Gelächter zu hören ist. Auslöser ist meist PEGIDA-Vize Siegfried Däbritz, der mit Wortwitz und beißendem Sarkasmus schon manchem Wutbürger die grimmige Miene aufzuhellen wußte. Die Vorlagen dazu liegen auf der Hand und sind den vorangegangenen Tagesereignissen entnommen. So auch heute vor dem Hauptbahnhof, als Däbritz gegen Ende seiner Ausführungen auf die frühere ARD-Journalistin Judith Borowski (49) zu sprechen kommt, die als Chefin der renommierten sächsischen Uhrenfabrik „Nomos Glashütte“ gerade Schlagzeilen macht. Die fesche Blondine zeige sich verunsichert, nachdem Kunden aus aller Welt bei ihr angefragt hätten, ob denn wahrhaftig Nazis an ihren, in Handarbeit gefertigten Luxusuhren beschäftigt gewesen seien.

Dresden – 155. PEGIDA in der Landeshauptstadt. Heute gibt es eine emotionale Wutrede von PEGIDA-Vize Siegfried Däbritz. Der stämmige Meißner gilt längst als das eigentliche Gesicht der Islamkritiker und wirkt authentischer als mancher Mitstreiter: Was immer auch der Tathergang in Köthen gewesen sein mag, Fakt sei, jeden Tag würden Menschen „Opfer der Gäste unserer Kanzlerin“. Die Verantwortung dafür liege bei den einzelnen Tätern aber auch der herrschenden Politik. Die „Hauptschuld“ aber trügen all die Bürger des Landes, welche es „versäumt haben, rechtzeitig, vorbeugend und in viel größerer Masse auf der Straße Gesicht zu zeigen“. Viele Menschen würden heute noch leben, wenn die „Straßen und Plätze vollgewesen wären“. Auch „Max Mustermann“ müsse sich „nun endlich auch mal bewegen“, denn er, seine Freunde oder Verwandten, könnten schon „die Nächsten“ sein.

Dresden - 147. PEGIDA in der Elbmetropole bei Sommerwetter auf dem Altmarkt. Nach der Begrüßung betritt Michael Stürzenberger den Sprecherwagen. Der Islamkritiker zitiert die gestrige BILD am Sonntag, wonach Angela Merkel und Peter Altmaier schon Anfang 2017 «von dem ganzen Sumpf im BAMF» gewußt haben sollen. «Merkel muß weg!», antworten die Pegidianer reflexhaft.

Dresden – 146. PEGIDA an einem sommerlichen 28. Mai in der Landeshauptstadt. Es geht um das „Recht auf freie Meinungsäußerung“. Vergangene Woche war im englischen Leeds der Journalist Tommy Robinson (eigtl. Stephen Yaxley-Lennon) festgenommen worden, nachdem er dort muslimische Angeklagte in einem Kindermißbrauchsprozeß beim Betreten des Gerichtsgebäudes gefilmt und besagtes Video auf Facebook veröffentlicht hatte.

Dresden – „Vielen Dank, daß ich da sein darf“, meint der Redner mit dem Pathos der Bescheidenheit vor den Tausenden auf dem Dresdner Postplatz. Und dann auch noch bei „Kaiserwetter“ an diesem sommerlichen 14. Mai, der 145. PEGIDA in der Landeshauptstadt. Der Auftritt Björn Höckes bei PEGIDA ist eine Premiere, und das Publikum jubelt wie bei einem Messias. Was aber hat der umstrittene Thüringer AfD-Chef den erwartungsvollen Dresdnern zu sagen?

Mittwoch, 11 April 2018 07:46

PEGIDA auf dem Dresdner Altmarkt

in Politik

Dresden - „Orban statt Torban“, reimen die „Spaziergänger“ launig, dann geht es bei frühlingshaftem Wetter über Dr.-Külz-Ring und Seestraße zurück zum Altmarkt. Es ist Montag, der 09.04.2018, die 141. PEGIDA in der Landeshauptstadt. Zu Beginn muß ein Demonstrant mit Herzinfarkt vom Notarzt versorgt werden. Nun gratuliert Lutz Bachmann der alten und neuen ungarischen Regierungspartei Fidesz, um sich darauf an den deutschen Medien abzuarbeiten, die den Wahlausgang bis zuletzt in Zweifel zogen. Ungarn zeige „wie‘s geht“, klingt es im PEGIDA-Sprech. „Auffällig“ sei der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn, der „Unhold“ sagte also, daß die EU-Mitgliedsstaaten jetzt schnell und unmißverständlich „diesen Wertetumor zu neutralisieren haben“ - seltsame Worte eines europäischen Politikers zu einer demokratischen Wahl in einem EU-Mitgliedsland.

Dresden – 136. PEGIDA vor der Frauenkirche. Die Innenstadt vibriert, was nicht nur den zahllosen Polizeitransportern geschuldet ist, die seit dem Nachmittag auf den Straßen unterwegs sind. Während die Pegidianer für einen gefüllten Neumarkt sorgen - 5000 Demonstranten könnten es sein - übernehmen junge Leute von der Antifa die Geräuschkulisse, donnern Beats aus einem LKW mit der Aufschrift „Mimimi-Extremismustheorie“. Irgendwo steht auch Sven Liebich, der quirlige „Eulenspiegel“ aus Halle, dem Dresdner „Spaziergänger“ dann im Vorbeigehen auf die Schulter klopfen. Auch die nimmermmüde Dame in Weiß von staatenlos.info ist wieder auf dem Platz. Neben den Wirmer-Flaggen des 20. Juli 1944 wehen identitäre Lambdas auf gelbem Grund, Bayern-, Sachsen- und Deutschlandfahnen. Eine vorbeihuschende ältere Frau verteilt Flugblätter „STOP-Smartmeter“, denn mit den neuen Stromzählern komme auch die Überwachung … Könnte man die Vitalität all der Betrebungen auf diesem engem Raum bemessen, hätten wir heute einen guten Wert.

Freitag, 22 Dezember 2017 15:07

PEGIDA-Weihnachten 2017 auf dem Theaterplatz

in Politik

Dresden – Vielleicht muß man außerhalb der Grenzen der heutigen BRD geboren sein, um als Vertreter einer archaischen Gedankenwelt jenes urtümliche Deutsch zu sprechen, wie es der in Temeschburg zur Welt gekommene, rumäniendeutsche AfD-Politiker Thomas Tillschneider (MdL) am Sonnabend auf dem Theaterplatz tat. Nach einem Exkurs zur deutschen Sprache („In der deutschen Sprache ist ein deutsches Denken eingeschrieben“) schlug der promovierte Islamwissenschaftler den Bogen, hin zu den christlichen und heidnischen Wurzeln des Weihnachtsfestes. Genau darum ging an diesem Nachmittag des 16. Dezember, beim vierten Weihnachtsliedersingen der Dresdner PEGIDA.

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