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Frankfurt am Main - „Verklärte Willkommenskultur“ – eine skurrile Meldung macht dieser Tage die Runde. Sie ist jedoch nicht etwa deshalb so bizarr, weil über schier Unglaubliches berichtet würde, sondern weil sie etwas derart Offensichtliches zum Inhalt hat, dass man sich fragt, warum es einer wissenschaftlichen Studie bedurft hatte, um es zu manifestieren. Das Ergebnis überrascht so wenig, als hätte jemand nachgewiesen, dass Bäume von unten nach oben wachsen. Und doch ist die Studie der Hamburg Media School und der Uni Leipzig ein echter Meilenstein im Kampf gegen den allgegenwärtigen Kampagnenjournalismus. Erstmals ist wissenschaftlich bestätigt worden, was Millionen von Menschen seit zwei Jahren mit eigenen Augen und Ohren wahrnehmen: Deutschlands Medien haben sich in der Zuwanderungskrise zu willfährigen Komplizen der politischen Klasse gemacht. Die Journalisten haben ein Zerrbild der Realität gezeichnet, um den Bürgern ihre links-grüne Ideologie aufzuzwingen. Die „euphemistisch-persuasive Diktion“ habe dazu geführt, dass „freiwillig von den Bürgern zu erbringende Samariterdienste moralisch eingefordert werden konnten“, stellt der Leiter der Studie, Michael Haller, fest. Er bescheinigt den Redaktionen, die „Willkommenskultur zu einer Art Zauberwort verklärt“ zu haben. „Große Teile der Journalisten haben ihre Berufsrolle verkannt“, so sein vernichtendes Fazit. Die Studie rehabilitiert viele, die sich von Politik und Medien lange als rechte Populisten oder fremdenfeindliche Hetzer beschimpfen lassen mussten.

Kelkheim – Sie haben es getan. Wochenlang durfte man darüber spekulieren, ob sich die Gesellschaft für deutsche Sprache tatsächlich für ein Manöver hergibt, dessen Plumpheit zum Fremdschämen ist. Nun ist es amtlich: „Postfaktisch“ ist das Wort des Jahres. Allerdings hatte sich die Spannung in Grenzen gehalten. Es war klar, dass sich die Riege der deutschen Journalisten zum Ende eines für sie katastrophalen Jahres die Chance nicht entgehen lassen würde, mithilfe einer scheinbar unabhängigen Organisation gegen das immer seltener geneigte Publikum nachzutreten. Denn natürlich dient das Wort des Jahres 2016 vor allem als Aufhänger für eine intensive mediale Debatte.

Berlin - Bis zur Kölner Silvesternacht, in der es zu massiven Sex-Übergriffen und anderen Straftaten durch größtenteils arabische Migranten kam, war es in deutschen Medien redaktionelle Grundregel, die ethnische Täter-Herkunft zu verschweigen. Das Bemühen, offenkundige Ausländerkriminalität zu verschleiern, sorgte in den letzten Jahren für eine zunehmende Entfremdung der Menschen von Presse, Funk und Fernsehen. Die PEGIDA-Losung von der „Lügenpresse“ konnte nur salonfähig werden, weil der Eindruck entstanden war, nicht wahrheitsgemäß über Folgeprobleme der Masseneinwanderung informiert zu werden.

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