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Dresden – Am 13. November 1918 unterzeichnete Sachsens letzter König Friedrich August III. (1865-1932) auf Schloß Guteborn bei Ruhland eine aus ganzen fünf Worten bestehende Erklärung: „Ich verzichte auf den Thron.“ Jene Abdankung aber war der Schlußstrich unter eine mehr als 800 Jahre währende Ära, in der die Wettiner, eines der ältesten deutschen Fürstengeschlechter, im Gebiet des heutigen Sachsens und der Lausitz, als Markgrafen, Herzöge, Kurfürsten und Könige die politischen Geschicke in den Händen hielten. Es entbehrt nicht der Tragik, daß ausgerechnet Friedrich August, jener „Bilderbuchkönig einer für ihre Zeit freiheitlich-demokratischen und rechtsstaatlichen sächsischen Kulturmonarchie“ (Christoph Jestaedt), dieses Zeitalter beschließen sollte.

Dresden – Am 17. Dezember vor 170 Jahren wurde Max Clemens Lothar Freiherr von Hausen als Sohn des späteren sächsischen Generals und Dresdner Stadtkommandanten Clemens Heinrich Lothar von Hausen und dessen Ehefrau Anna Wilhelmine in Dresden geboren. Die uradelige Familie entstammt dem lothringischen Raum und trat Anfang des 19. Jahrhunderts in sächsische Dienste. Zu den wohlhabenden Familien Sachsens haben die Freiherren von Hausen indes nie gehört. „Reich an Ehren, aber arm an Gut widmeten sie ihr Leben dem Heeresdienste und dem Vaterlande.“ (A. Brabant). Ihrem sächsischen Vaterland stellte das Geschlecht in einem Jahrhundert 18 Offiziere, darunter sechs Generäle.

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