Login

sachsen-depesche.de

Zittau – Die Mandaukaserne in Zittau bleibt ein Politikum. Nachdem 2015 ein Abriß verhindert werden konnte, brachten Notsicherungsmaßnahmen und die Aussicht auf vier Millionen Euro Fördermittel neuen Schwung in die Rettungsaktivitäten. Dann die Ernüchterung und Vorbehalte auf allen Seiten (Sachsen Depesche berichtete: https://www.sachsen-depesche.de/interview/thomas-göttsberger-„alle-beteiligten-sind-aufgerufen,-für-zittau-und-die-mandaukaserne-zu-kämpfen“.html). Zuletzt bezeichnete Birgit Kaiser von der Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft das Projekt als „traumtänzerisch“.

Dresden - Am 23. Juli 2012 verstarb Seine Königliche Hoheit Maria Emanuel Markgraf von Meißen, Prinz von Sachsen, Herzog zu Sachsen in seinem Schweizer Exil La Tour de Peilz im Alter von 86 Jahren. Geboren wurde der Enkel des letzten Sachsenkönigs am 31. Januar 1926 als Sohn Markgraf Friedrich Christians und der Elisabeth Helene Prinzessin von Thurn und Taxis auf Schloss Prüfening bei Regensburg.

Dresden – Elf Aufenthalte Napoleons verzeichnen die Dresdner Annalen für den Zeitraum 1807 – 1813. Der erste Besuch des französischen Kaisers im Juli 1807 war glanzvoll und von der Hoffnung der Sachsen auf eine friedliche und glückliche Zukunft an der Seite Frankreichs getragen. Die Malerin Dora Stock (1759-1832), eine Tante Theodor Körners, notierte: „Die Tage, die Napoleon hier verweilte, waren äußerst merkwürdig. Das Zuströmen der Massen aus allen Ständen, die hierherkamen, ihn zu sehen, worunter sehr viele waren, die berühmt und ausgezeichnet sind, das Leben und die Tätigkeit, die von früh bis auf den Abend auf den Straßen war, gab eine eigene fröhliche Stimmung, die schwer zu schildern ist.“(3)

Zittau – Die Rettung der Zittauer Mandaukaserne ist mittlerweile ein bundesweites Politikum. Noch Ende 2015 war ein Abriss des denkmalgeschützten Monumentalbaus geplant, dann führten Bürgerproteste und beherzte Fürsprecher zu einem Sinneswandel. Unter Federführung des Stadtforums Zittau wurde der einsturzgefährdete Südturm saniert, erfolgte die Notsicherung des Nordflügels. Die denkmalgerechte Ausführung der Arbeiten geschah in Absprache mit dem Amt für Denkmalpflege. Hoffnungsvolle Konzeptionen entstanden. Noch im März hatte Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) verkündet, dass das geplante „Mandau-Forum“ als „Nationales Projekt des Städtebaus“ anerkannt und mit vier Millionen Euro Förderung zu rechnen wäre. Jetzt scheint das ambitionierte Vorhaben ins Stocken zu kommen. SACHSEN DEPESCHE hat mit dem Eigentümer des Zittauer Kasernenbaues, dem Ostritzer Stadtrat Thomas Göttsberger (Wählervereinigung Siedlung), gesprochen.

Dresden – Der Alaunplatz im Dresdner Norden war der wichtigste Exerzier- und Paradeplatz der Königlich Sächsischen Armee. Bis 1918 fand auf dem 8,5 Hektar umfassenden Areal an Königs Geburtstag die Parade der Dresdner Garnison statt. Ein damals Beteiligter, Oberst z. D. von Schimpff, schildert stimmungsvoll und ganz im Stil jener Zeit, wie sich die Geburtstagsfeierlichkeiten zu Ehren König Alberts von Sachsen (*1828, König 1873-1902), an einem 23. April kurz vor der Jahrhundertwende abgespielt haben mögen:

Sebnitz – Vor 190 Jahren begann die maschinelle Papierfertigung in Sachsen. In der Kleinstadt Sebnitz am Rand der Sächsischen Schweiz entstand mit Just & Hantzsch die erste sächsische Papierfabrik, die zweite im ganzen Kaiserreich. Eine sächsische Erfolgsgeschichte. Die Gründer des Unternehmens, Christian Friedrich Just, Carl Gotthelf Just und Carl Gotthold Hantzsch – sämtlich miteinander verwandt –, waren wohlhabend gewordene Sebnitzer Leinwandhändler. Mit dem Niedergang des Weberhandwerks durch die aufstrebende Maschinenweberei und die Einfuhr billiger englischer Textilwaren, suchten diese wohl nach einer zukunftssicheren Einnahmequelle.

Dresden – Am westlichen Ende der Collenbuschstraße im noblen Stadtteil Weißer Hirsch befindet sich eine kleine Parkanlage mit Aussichtsterrasse, die einen überwältigenden Blick auf das Dresdner Elbtal bietet. Das reizvolle Ensemble, zu dem der Stadtbaurat Paul Wolf (1879-1957) die Pläne schuf, soll als sogenannte „Notstandsarbeit“ 1931 entstanden sein, wozu in der Weimarer Republik Arbeitslose herangezogen wurden.

Dresden – Am 4. Februar 1682 wurde Johann Friedrich Böttger als Sohn eines Münzmeisters im thüringischen Schleiz geboren. 14-jährig absolviert er eine Apothekerlehre in Berlin, was sein Interesse an der Alchemie weckte. Bekannt wurde Böttger, weil er seinem Apotheker vor Zeugen die Verwandlung von Silber in Gold demonstriert haben soll. Einer Einladung des brandenburgischen Kurfürsten entzog sich der „Goldmacher“ im Oktober 1701 durch Flucht nach Wittenberg in Sachsen. In einer Bittschrift schilderte er August dem Starken seine Fähigkeiten und bat um dessen Schutz.

Dienstag, 17 Januar 2017 18:38

Das Dresdner Blockhaus

Dresden – Am Neustädter Markt, wenige Meter vom „Goldenen Reiter“ entfernt, steht am Kopf der Augustusbrücke das sogenannte Blockhaus – die ehemalige Neustädter Wache. Zacharias Longuelune (1669-1748), Oberlandbaumeister am sächsischen Hof, hat den Bau errichtet. Ursprünglich sahen die Entwürfe vis-á-vis ein weiteres Wachhaus vor, beide sollten auf ihren Dächern Denkmäler zur Verherrlichung Augusts des Starken tragen. Die Grundsteinlegung erfolgte 1732, doch nach dem Tod des Kurfürst-Königs (1733) verzögerten sich die Arbeiten. Realisiert wurde ein eingeschossiger, quadratischer Bau mit je fünf Achsen im Stile des französischen Barocks. Eine geschmückte Balustrade schloss das in Sandstein ausgeführte Gebäude ab.

Dresden – Dresdens ältestes erhaltenes Denkmal – ist das Wilhelm Walter (1526-1586) zugeschriebene Moritzmonument aus dem Jahre 1555. Nachdem Kurfürst Moritz von Sachsen (1521-1553), ohne männliche Erben zu hinterlassen, in der Schlacht von Sievershausen den Soldatentod gefunden hatte, trat sein Bruder August (1626-1586) dessen Nachfolge an. Während dieser Zeit waren die Festungsanlagen Dresdens ausgebaut worden, und so ließ August an der Spitze der Hasenberg-Bastei – zwischen dem früheren Pirnaischen und Ziegeltor – seinem Bruder ein imposantes Denkmal setzen.

Seite 1 von 3

TEAM