Login

sachsen-depesche.de

Stolpen – Auf den nördlichen Ausläufern der Stolpener Flur liegt hinter Feldern und Waldflecken eine Hochfläche mit vereinzelten Gehöften, die an ein untergegangenes Bauerndorf erinnern. Spärliche Nachrichten nur künden vom Schicksal, daß diesen im Zug der deutschen Besiedelung gegründeten (und 1262 als „Reutendorph“ ersterwähnten) Ort und seine Bewohner ereilt haben mag. 1429 sollen böhmische Hussiten Röthendorf verbrannt haben. Tatsächlich trieben jene damals in Kursachsen ihr Unwesen, brandschatzten Altendresden und zogen elbabwärts weiter bis Magdeburg. Erfolglos hatten sie acht Wochen lang die Burg Stolpen belagert und in ohmächtigem Zorn das benachbarte Jockrim dem Erdboden gleichgemacht.

Dresden – Elf Aufenthalte Napoleons verzeichnen die Dresdner Annalen für den Zeitraum 1807 – 1813. Der erste Besuch des französischen Kaisers im Juli 1807 war glanzvoll und von der Hoffnung der Sachsen auf eine friedliche und glückliche Zukunft an der Seite Frankreichs getragen. Die Malerin Dora Stock (1759-1832), eine Tante Theodor Körners, notierte: „Die Tage, die Napoleon hier verweilte, waren äußerst merkwürdig. Das Zuströmen der Massen aus allen Ständen, die hierherkamen, ihn zu sehen, worunter sehr viele waren, die berühmt und ausgezeichnet sind, das Leben und die Tätigkeit, die von früh bis auf den Abend auf den Straßen war, gab eine eigene fröhliche Stimmung, die schwer zu schildern ist.“(3)

Großsedlitz – „Sachsens Versailles“ – liegt eine halbe Autostunde südöstlich von Dresden, im gleichnamigen Heidenauer Stadtteil. Die bedeutendste sächsische Gartenschöpfung umfasst 18 Hektar und gilt als eine der authentischsten Barockanlagen Deutschlands. Für seinen Ruhesitz ließ Reichsgraf August Christoph von Wackerbarth, Bauminister Augusts des Starken, von 1719 bis 1723 – wohl durch Johann Christoph Knöffel – ein dreiflügeliges Schloss, eine Orangerie und Teile einer großangelegten Gartenanlage errichten.

TEAM