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Dresden – Am 21. Februar vor 230 Jahren verstarb in Prohlis bei Dresden der „Bauernastronom“ Johann Georg Palitzsch. Ohne höhere Schul- und Studienbildung und zeitlebens seinem landwirtschaftlichen Beruf verpflichtet, hat der Bauernsohn aus eigener Kraft Fähigkeiten und Kenntnisse erworben, die ihn weit über seinen Stand hinaushoben. Geboren am 11. Juni 1723 als einziger männlicher Nachkomme des Gutsbesitzers Johannes Palitzsch und dessen Frau Martha geb. Heyne, wurde der Knabe nach dem frühen Verlust des Vaters von seiner Mutter und dem Stiefvater Michael Philipp erzogen, der vor allem einen tüchtigen Bauern aus ihm machen wollte.

Freitag, 20 Oktober 2017 00:41

„Erntedank“ bei PEGIDA

in Politik

Dresden - Beim Erntedankfest im Herbst danken die Christen Gott für das Gedeihenlassen der eingebrachten Früchte. Dabei kommt zum Ausdruck, daß das „tägliche Brot“ keinesfalls eine mühelose Selbstverständlichkeit ist, vielmehr erst durch harte Arbeit erkämpft werden muß. Dezidiert Christliches hört man montags auf den Dresdner Straßen selten. Bei der 128. PEGIDA auf dem Altmarkt ist das anders. „Hans“, unverkennbar Sachse, kommt nicht als Unbekannter. Schon mehrfach sprach der ambitionierte Christ bei den Islamkritikern, zumeist vor Weihnachten. Gewiß ist er kein „richtiger“ Pfarrer, wie anfangs suggeriert wurde. Eher ist „Hans“ eine Art PEGIDA-Theologe, mit ausgeprägtem Mutterwitz jedenfalls, und so gibt es bei der Gelegenheit einen jener selteneren Redebeiträge, Motto: Wenn schon Rechtspopulismus, dann bitte nicht ohne Humor!

Wiesbaden – Rund 3,3 Millionen Unternehmen in Deutschland machten 2015 einen Umsatz von fast sechs Billionen Euro. Dies teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden unter Verweis auf die Umsatzsteuer-Voranmeldungen mit, die bei den Finanzbehörden eingegangen waren. Demnach stieg der Wert der Lieferungen und Leistungen gegenüber 2014 um 2,0% an. Die Zahl der Steuerpflichtigen stieg im Vorjahresvergleich um 0,5%. Die aus den angemeldeten Umsätzen resultierenden Umsatzsteuer-Vorauszahlungen summierten sich 2015 auf 159 Milliarden Euro, was einem Plus von 2,4% entspricht.

Dresden – Führende Politiker der sächsischen Union haben sich für eine Abschussgenehmigung für Wölfe in bestimmten Fällen ausgesprochen. Wie der CDU-Landtagsabgeordnete Jan Hippold Anfang dieser Woche nach einem Treffen von CDU- und CSU-Umweltpolitikern erklärte, plädiere er dafür, dass solche Wölfe abgeschossen werden dürfen, „die ein atypisches Verhalten aufweisen oder sich innerhalb eingezäunter Weiden befinden“.

Berlin – Ein deutscher Milchbauer bekommt für einen Liter Milch mitunter weniger als 20 Cent. Beim Discounter kann der Verbraucher den Liter dann für weniger als 50 Cent erwerben, womit Milch billiger als Mineralwasser ist. Sollten die Milchpreise nicht bald nach oben gehen, droht nicht weniger als die Auslöschung eines gesamten Berufsstandes in Deutschland. Seit Monaten rufen die Landwirte um Hilfe, doch in Berlin und Brüssel hört kaum jemand hin.

Berlin - Die umstrittene Neuzulassung des gesundheitlich bedenklichen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat steht möglicherweise auf der Kippe. Bei einem Treffen nationaler Experten in Brüssel kam nun keine Einigung zustande. In den nächsten Tagen solle weiter beraten werden. Zahlreiche europäische Staaten konnten sich bisher nicht auf eine Position verständigen. Auch die deutsche Bundesregierung scheint sich in dieser Frage uneins zu sein. Während Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) sich für die Wiederzulassung ausspricht, lehnt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) diese ab.

Potsdam – Weil die Preise für Milch und Fleisch schon seit vielen Monaten extrem niedrig sind, haben immer mehr Bauern finanzielle Nothilfen beantragt. Mitte September vergangenen Jahres hatte sich die Europäische Union mit den Agrarministern der EU-Länder auf ein Unterstützungsprogramm mit einem Volumen von rund 500 Millionen Euro geeinigt. Etwa 70 Millionen Euro davon sollen deutschen Landwirten zugutekommen. „7.800 Betrieben konnten wir auf diese Weise etwas Luft verschaffen“, so Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU). Eine Vielzahl von Anträgen müsse allerdings noch bearbeitet werden. Besonders betroffen sind demnach Betriebe aus Bayern (2.476), Niedersachsen (1.863) und Nordrhein-Westfalen (1.181). Zwei Drittel der Antragsteller sind Milchbauern.

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