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Dresden – Nicht einmal 22 Jahre alt ist Theodor Körner (1791-1813) geworden. Sind auch die meisten seiner Gedichte, Erzählungen und Theaterstücke heute fast vergessen, ist Körner als „Dichter der Befreiungskriege“ und „Lützower Jäger“ noch immer populär. Doch wer waren jene Freiwilligen um den preußischen Major von Lützow, die aus fast allen deutschen Staaten kamen, und welches Schicksal erwartete den enthusiastischen Sachsen in ihren Reihen?

Dresden - Vorab: Ihr Körnerdenkmal wird den Dresdnern auch künftig erhalten bleiben. Wer angesichts des provokanten Mottos „Lobpreisung eines chauvinistischen Romantikers? Das Denkmal für Theodor Körner am Georgplatz“ Schlimmes befürchtet hatte, kann aufatmen. Auch wenn, im Zuge des geplanten Rathausneubaus am benachbarten Ferdinandplatz, die 1871 von Ernst Hähnel geschaffene Monumentalskulptur einen neuen Standort finden muß, ging es am 2. Mai im Neustädter Kügelgenhaus für zwei Stunden vielmehr darum, Blickwinkel aufzuzeigen und in offener Diskussion zu erörtern, in welchen Kontexten die Stadtgesellschaft künftig mit besagtem Denkmal umgehen sollte. Der örtliche Rahmen hätte nicht passender sein können: Im Barockhaus „Gottessegen“, dem berühmten früheren Wohnhaus des Malers Georg von Kügelgen, ist seit 1981 das Museum für Frühromantik eingerichtet, in dessen Ausstellung auch Uniformteile und Waffen aus dem persönlichem Besitz Theodor Körners zu bewundern sind.

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