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Zittau – Es wäre so schön gewesen, 3,88 Millionen Euro Fördermittel aus dem Bundesbauministerium für einen denkmalgeschützten Monumentalbau in der Oberlausitz, die Zittauer Mandaukaserne. Doch der Stadtrat der Neißestadt hat in seiner Sitzung am 28. September 2017 die Einreichung eines Fördermittelantrages mit knapper Mehrheit abgelehnt. Die vom Eigentümer vorgelegten Unterlagen würden einer Prüfung des Bundes nicht standhalten, hieß es. Auch wolle die Stadt die erforderlichen Eigenmittel nicht schultern, welche an anderer Stelle notwendiger seien. Immerhin wird Oberbürgermeister Thomas Zenker dem Bund mitteilen, daß die Stadt Zittau ihre Mandaukaserne weiterhin als wichtiges Gebäude ansehe und darum bitte, einen neuerlichen Antrag wohlwollend zu prüfen.

Zittau – Die Rettung der Zittauer Mandaukaserne ist mittlerweile ein bundesweites Politikum. Noch Ende 2015 war ein Abriss des denkmalgeschützten Monumentalbaus geplant, dann führten Bürgerproteste und beherzte Fürsprecher zu einem Sinneswandel. Unter Federführung des Stadtforums Zittau wurde der einsturzgefährdete Südturm saniert, erfolgte die Notsicherung des Nordflügels. Die denkmalgerechte Ausführung der Arbeiten geschah in Absprache mit dem Amt für Denkmalpflege. Hoffnungsvolle Konzeptionen entstanden. Noch im März hatte Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) verkündet, dass das geplante „Mandau-Forum“ als „Nationales Projekt des Städtebaus“ anerkannt und mit vier Millionen Euro Förderung zu rechnen wäre. Jetzt scheint das ambitionierte Vorhaben ins Stocken zu kommen. SACHSEN DEPESCHE hat mit dem Eigentümer des Zittauer Kasernenbaues, dem Ostritzer Stadtrat Thomas Göttsberger (Wählervereinigung Siedlung), gesprochen.

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