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Frankfurt am Main - Angesichts der schrecklichen Bluttat von Münster ist untergegangen, dass am Tag zuvor ein 25-Jähriger mit einem Geländewagen in Cottbus absichtlich in eine Gruppe von Passanten gefahren war. Es gab glücklicherweise keine Toten und der Täter hat sich zwischenzeitlich gestellt. Angeblich soll ein Streit vorausgegangen sein. Eine Alltagsmeldung vielleicht, die aber auf erschreckende Weise eine Verrohung dokumentiert, die weit fortgeschritten ist. Deutlich gemacht hat dies erst recht der Anschlag in Münster. Abgesehen von der Tatwaffe, unterscheiden sich die beiden Angriffe allerdings grundlegend: Hier die spontane Wuthandlung nach einer Auseinandersetzung, da der kaltblütig geplante Mordanschlag. Hier ein offenbar fremdenfeindlicher Drogenkonsument, da ein psychisch Gestörter ohne jedes politische Motiv. Vor allem aber unterscheiden sich die Taten von Cottbus und Münster in der Berichterstattung. Während sämtliche Medien von einem “Fahrzeug” titelten, das in Münster in eine Menschenmenge gefahren sei, weil sie zunächst nicht ausschließen konnten, dass der Anschlag einen islamistischen Hintergrund haben könnte, berichtete die Titelzeile zum zeitgleich publizierten Cottbuser Angriff von einem “Mann”, der seinen Geländewagen in eine Fußgängergruppe gesteuert habe. Während also die Headline zu Münster den Verursacher in den Hintergrund treten und bestenfalls als Insassen des zum Subjekt erklärten Tatfahrzeugs erscheinen lässt, macht die Überschrift zu Cottbus unmissverständlich klar, wer hier aktiv und bewusst eine furchtbare Straftat begangen hat.

Dienstag, 31 Januar 2017 23:53

„Verarscht von vorne bis hinten“

Dresden – Weder gefrierender Regen noch die am Postplatz aufmarschierte Antifa konnte an die 1.500 Pegidianer am Montag davon abhalten, am traditionellen „Spaziergang“ durch die Dresdner Innenstadt teilzunehmen. Dafür gab es dann „Sportnachrichten“ mit Siegfried Däbritz aus Aleppo: Im dortigen Al-Shabab-Stadion habe erst am vergangenen Samstag vor zehntausenden Zuschauern ein Fußballspiel zwischen dem syrischen Meister Al-Ittihad und Horiyah Riayat stattgefunden, während anderswo nicht wenige Syrer (als Flüchtlinge) damit beschäftigt gewesen seien, die europäischen Fußgängerzonen zu „bereichern“, den Familiennachzug Hunderttausender einzuklagen und über ihre Traumatisierungen zu „lamentieren“.

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