Login

sachsen-depesche.de

Mittwoch, 15 August 2018 00:10

15. August – Mariä Himmelfahrt

Dresden – Obschon im protestantischenSachsen kein gesetzlicher Feiertag, begehen auchhier katholische Christen alljährlich am 15. August „Mariä Aufnahme in den Himmel“ (Mariä Himmelfahrt), das höchste Fest zu Ehren der Gottesmutter. Seit dem 6. Jahrhundert ist der Glaube an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel bezeugt, was von Papst Pius XII. für die römisch-katholische Kirche 1950 zum Dogma erhoben wurde. An diesem Tag finden in Gottesdiensten auch sogenannte Kräuterweihenstatt, bei der zu Sträußen gebundene Kräuter durch Priester gesegnet werden. Vor allem Heil- und Gewürzkräuter werden gepflückt und nach der Weihe kopfüber getrocknet.

Panschwitz-Kuckau – Für den 19. August, Sonntag nach Mariä Himmelfahrt, laden das Christlich-Soziale Bildungswerk Sachsen e. V. (CSB) gemeinsam mit Äbtissin Gabriela Hesse und den Schwestern des Konvents in das Ernährungs- und Kräuterzentrum zum 24. Kräutersonntag nach Panschwitz-Kuckau ein. Die 6.000 Quadratmeter großeGartenanlage im Kloster St. Marienstern vereint auch über 100 verschiedene Kräuterarten. Das Wissen um deren Wirkung, das Vertrauen in die Heilkräfte, die Gottes Schöpfung den Menschen schenkt, wird auch an diesem Tag wieder tausende Gäste zusammenführen.

Dresden – Nachdem wir vor Wochenfrist mit der ersten Folge postgeschichtlicher Darstellungen nach Gemälden von Gustav Otto Müller (1827-1922) gestartet sind (https://www.sachsen-depesche.de/kultur/zwölf-farbige-bilder-aus-den-tagen-der-kurfürstlichen-und-königlich-sächsischen-post-1770-bis-1865-1.html ), hier nun eine Fortsetzung der 1925 erschienenen Dokumentation. Und wieder versetzt uns der Geheime Postrat Karl Thieme mit einer launigen Bildbeschreibung in jenes Zeitalter, als Sachsen noch ein Kurfürstentum war, und uniformierte Postbeamte auf Kutschböcken das Land durchmaßen. Diesmal geht es in die Oberlausitz, wo sich bis in unserer Zeit das kleine Volk der Sorben behauptet, dem auch unser „Kursächsischer Postillion von 1780“ anzugehören scheint:

Zittau – Es ist wieder still geworden, um Zittaus größtes Gebäude, die 1868/69 unter Leitung des Stadtbaumeisters Emil Trummler errichtete 102er-Kaserne. So freut sich der interessierte Beobachter einstweilen an Meldungen über den sympathischen Falkennachwuchs, der das dritte Jahr in Folge in dem traditionsreichen Bau das Licht der Welt erblickt. Und doch grenzt es an ein Wunder, daß die Kaserne mit ihren 200 Räumen und 12 000 m² Nutzfläche zwischen Stadtzentrum und Südvorstadt bis heute den Zeitläuften trotzt, der geplante Abriß in letzter Stunde verhindert werden konnte. Nachdem Notsicherungs- und Sanierungsarbeiten neue Perspektiven zu eröffnen schienen, standen Mitte 2017 immerhin 3,9 Millionen Euro Fördermittel aus dem Bundesbauministerium im Raum, rückte ein Erfolg in greifbare Nähe.

Stolpen - Die 800-Jahr-Feier der Burgstadt ist Geschichte. Auch wenn im Vorfeld Diskussionen über die Hintergründe des Jubiläums für Irritationen sorgten (Sachsen Depesche berichtete: https://www.sachsen-depesche.de/kultur/stolpen800.html), hat doch die Stolpener Bürgerschaft eine wunderbare Woche zelebriert, die im historischen Festumzug am Sonntag (10.6.) ihren glanzvollen Höhepunkt fand. Mit dabei, die ländlichen Ortstteile Stolpens: Langenwolmsdorf, Helmsdorf, Rennersdorf-Neudörfel, Heeselicht und Lauterbach; einst selbständige Dörfer, die seit 1994 dazugehören und sich nun selbstbewußt im Reigen der in 40 Bildern gezeigten Stadtgeschichte, inmitten von fast 1000 Mitwirkenden, präsentierten.

Pulsnitz – Barockes, Biblisches und Antikes kann man am 27. Mai 2018 in Oberlichtenau im Landkreis Bautzen erleben. Zum „Tag des offenen Barockschloßes“ öffnet das Besitzerehepaar Harm und Ank Holthuizen einem interessierten Publikum die Pforten von Schloß Oberlichtenau. Außerdem lädt der im Englischen und Französischen Stil gestaltete Schloßpark mit seinen wertvollen Sandsteinplastiken zu einem Spaziergang mit der ganzen Familie ein. Ob einzeln oder in Gruppen, garantiert ist eine Zeitreise in die bewegte Geschichte eines traditionsreichen Domizils.

Samstag, 07 April 2018 16:20

Vom Osterreiten im Sorbenland

Panschwitz-Kuckau – Noch aus der Ferne schält sich die Silhouette der Reiterprozession heraus, tragen Windböen Liedfetzen zu den Wartenden beidseits der Straße. „Christus ist heute auferstanden“ (Dzens Chrystus z mortwych stanyl je), heißt ein sorbischer Osterchoral, der vom Triumph des Lebens über den Tod kündet. In Paaren reiten sie heran, die Spitze mit Kirchenfahnen, Kruzifix und der Christus-Statue, dann in feierlichem Ernst der Zug: Alte und junge Männer, festlich angetan mit Gehrock und Zylinder, auf herausgeputzten Pferden in kostbarem Geschirr, gestickte Schleifen im Schweif, die Schabracken ziert das Osterlamm. Es ist schneidend kalt und mancher Reiter hat zu tun, den Hut auf dem Kopf und das Pferd in der Spur zu halten und doch: Wer an diesem Ostersonntag nach einem Sinnbild für das Heilige sucht, wird nicht unberührt bleiben, hier am Weg der Kreuzreiter von Crostwitz nach St. Marienstern. Was aber hat es mit dem katholischen Brauchtum im protestantisch geprägten Sachsen auf sich?

Freitag, 23 März 2018 23:52

Ostern 2018

Dresden – In wenigen Tagen feiern auch die Sachsen das Osterfest, jenes älteste und höchste Fest der Christenheit. Neben den christlich-jüdischen Wurzeln prägen dabei ebenso heidnische - germanische wie sorbische - Ursprünge Inhalt und Form dieser Tage. Doch während insbesondere die evangelische Amtskirche mit den Parteien um die bessere Politik wetteifert, kennen immer weniger Menschen die spirituellen Grundlagen der Ostertage, die unseren Altvorderen noch selbstverständliche Gewißheiten und Bestandteil ihrer Identität waren.

Kamenz – "Sammler sind glückliche Menschen", soll Goethe einst gesagt haben. In der Lessingsstadt Kamenz im Landkreis Bautzen gibt es jedes Jahr gleich zwei Veranstaltungen für die Liebhaber schöner Dinge. In wenigen Tagen öffnet die 41. Ostsächsische Sammlermesse im Saal der Kamenzer Bildungsgesellschaft ihre Pforten. Historische Ansichten aus Ostsachsen und Südbrandenburg, insbesondere der Oberlausitz; Briefmarken, Münzen, Medaillen, Geldscheine, Ansichtskarten aus aller Welt, Filmprogramme, Sammelbilderalben, Mosaikhefte, Orden und Medaillen – all dies bietet eine ambitionierte Händlerschaft am 17. März 2018 zwischen 9 und 14 Uhr dem interessierten Publikum.

Seite 1 von 4

TEAM