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Bischofswerda – Am 18. Februar 2019 soll es losgehen, werden vorbereitende Abbrucharbeiten beginnen, damit die urtümliche Fronfeste, das wohl älteste Bauwerk der sächsischen Kreisstadt, wieder in neuem Glanz erstrahlt. Bis ins 13. Jahrhundert weisen die Spuren des „Dresdner Turmes“, der einst Teil mittelalterlicher Stadtbefestigung war, das Gefängnis und Diensträume der Polizei beherbergte und neben den Gefängniszellen auch über einen „Marterkeller“ verfügte. 2010 gründete sich der Förderverein Fronveste Bischofswerda e. V. mit dem ehrenvollen Ziel, den traditionsreichen Bau vor dem voranschreitenden Verfall zu retten.

Donnerstag, 10 Januar 2019 21:26

Winter in Sachsen

Dresden - In der Nacht zum Mittwoch öffnete sich der Himmel und plötzlich war der Winter da. Im Osterzgebirge, der Sächsischen Schweiz und der Oberlausitz sorgten Schnee und Eis am Morgen für Staus und Unfälle, Straßensperren und Verspätungen beim Nahverkehr.

Zittau – Am 08. Dezember ist es soweit. Anläßlich des Lichterfestes, dem weihnachtlichen Lichtspektakel an Salz- und Rathaus, findet von 14.00 – 18.00 Uhr im Durchgang zwischen Rathausplatz und Fleischbänken ein Benefizverkauf von Strick- und Häkelwaren statt, dessen Erlös der weiteren Notsicherung der Mandaukaserne zufließt. Eine Wiederholung findet die Verkaufsaktion dann am 15. und 16. Dezember am selben Platz zur gleichen Zeit.

Bischofswerda – Drei Rathäuser kennen die Annalen der am Westrand der sächsischen Oberlausitz gelegenen Kreisstadt. Ein ältester Bau wurde 1286 auf dem Altmarkt errichtet. Seit 1549 walten die Stadtväter an heutiger Stelle ihres Amtes, wo nach dem großen Stadtbrand von 1813 auch das dritte Rathaus nach Plänen von Gottlob Friedrich Thormeyer (1775-1842) entstand.

Montag, 08 Oktober 2018 18:09

Sütterlin ist keine Hexerei!

Oberlichtenau – Das idyllische Dorf mit Barockschloß, Bienenmuseum und Bibelgarten (Sachsen Depesche berichtete: https://www.sachsen-depesche.de/kultur/barock,-bibel-und-antik-–-am-27-mai-in-oberlichtenau.html) liegt in der westlichen Oberlausitz und ist heute Stadtteil von Pulsnitz. Zum wiederholten Male veranstaltet der Heimatverein Oberlichtenau e. V. ab dem 18. Oktober einen Abendkursus zum Erlernen alter Schreibschriften in 6 Unterrichtseinheiten. Vermittelt werden ferner Kennnisse in Sprache und Historischen Hilfswissenschaften. Ziel der Übung ist, alte Dokumente lesen und verstehen zu können. Neben Heimat- und Familienforschern, die damit unverzichtbares Handwerkszeug erwerben, richtet sich das Angebot ebenso an Interessenten aus der Region, denen die Pflege dieser Kulturtechnik und der Erhalt unserer Sprache einfach Herzenssache ist.

Bischofswerda – Letztmalig für dieses Jahr gehen die Bischofswerdaer Stadtführer am Sonnabend, dem 29. September 2018 mit ihren Gästen auf „Lebendige Stadtführung“. Die beliebte Veranstaltung war anläßlich der 790-Jahrfeier 2017 entstanden. Bei einem etwa 75-minütigen Rundgang durch die historische Altstadt (Start 15.00 Uhr) erwarten den Teilnehmer überraschende Begegnungen mit ehemals stadtbekannten Originalen. Karten gibt es im Bürger- und Tourismusservice Bischofswerda (Tel. 03594/786140, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Zittau - Schon zum dritten Mal beteiligen sich am Tag des offenen Denkmals in der Neißestadt auch die Kasernenretter um Thomas Göttsberger. Jeweils 3.000 Besucher waren in den vorangegangenen Jahren gekommen, um Zittaus größtem Bauwerk ihre Referenz zu erweisen. Die 1868/69 unter Leitung des Stadtbaumeisters Emil Trummler errichtete Kaserne war bis 1918 Quartier des Kgl. Sächs. 3. Infanterie-Regiments Nr. 102, wurde später für Wohnzwecke genutzt und steht seit 1997 leer. Mit der 2015/16 vom Stadtforum Zittau initiierten Notsicherung des Südturmes konnte der geplante Abriß in letzter Stunde verhindert werden. Wenn es am 9. September traditionell darum geht, die Öffentlichkeit für Belange des kulturellen Erbes und der Denkmalpflege zu sensibilisieren, werden auch die Pforten der Kaserne am Martin-Wehnert-Platz geöffnet und Teile ihres Südflügels zugänglich sein.

Mittwoch, 15 August 2018 00:10

15. August – Mariä Himmelfahrt

Dresden – Obschon im protestantischen Sachsen kein gesetzlicher Feiertag, begehen auch hier katholische Christen alljährlich am 15. August „Mariä Aufnahme in den Himmel“ (Mariä Himmelfahrt), das höchste Fest zu Ehren der Gottesmutter. Seit dem 6. Jahrhundert ist der Glaube an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel bezeugt, was von Papst Pius XII. für die römisch-katholische Kirche 1950 zum Dogma erhoben wurde. An diesem Tag finden in Gottesdiensten auch sogenannte Kräuterweihen statt, bei der zu Sträußen gebundene Kräuter durch Priester gesegnet werden. Vor allem Heil- und Gewürzkräuter werden gepflückt und nach der Weihe kopfüber getrocknet.

Panschwitz-Kuckau – Für den 19. August, Sonntag nach Mariä Himmelfahrt, laden das Christlich-Soziale Bildungswerk Sachsen e. V. (CSB) gemeinsam mit Äbtissin Gabriela Hesse und den Schwestern des Konvents in das Ernährungs- und Kräuterzentrum zum 24. Kräutersonntag nach Panschwitz-Kuckau ein. Die 6.000 Quadratmeter große Gartenanlage im Kloster St. Marienstern vereint auch über 100 verschiedene Kräuterarten. Das Wissen um deren Wirkung, das Vertrauen in die Heilkräfte, die Gottes Schöpfung den Menschen schenkt, wird auch an diesem Tag wieder tausende Gäste zusammenführen.

Dresden – Nachdem wir vor Wochenfrist mit der ersten Folge postgeschichtlicher Darstellungen nach Gemälden von Gustav Otto Müller (1827-1922) gestartet sind (https://www.sachsen-depesche.de/kultur/zwölf-farbige-bilder-aus-den-tagen-der-kurfürstlichen-und-königlich-sächsischen-post-1770-bis-1865-1.html ), hier nun eine Fortsetzung der 1925 erschienenen Dokumentation. Und wieder versetzt uns der Geheime Postrat Karl Thieme mit einer launigen Bildbeschreibung in jenes Zeitalter, als Sachsen noch ein Kurfürstentum war, und uniformierte Postbeamte auf Kutschböcken das Land durchmaßen. Diesmal geht es in die Oberlausitz, wo sich bis in unserer Zeit das kleine Volk der Sorben behauptet, dem auch unser „Kursächsischer Postillion von 1780“ anzugehören scheint:

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