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Leipzig – Einem Bericht des „Tagesspiegels“ zufolge soll der bisherige Chefredakteur des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), Stefan Raue, neuer Intendant des Deutschlandfunks werden. Entsprechende Gerüchte kursierten schon seit längerer Zeit, nun habe der Verwaltungsrat des Deutschlandradios sich für Raue entschieden, so das in Berlin erscheinende Blatt. Raue soll demnach am 8. Juni 2017 vom Hörfunkrat des Senders gewählt werden. Der amtierende Deutschlandradio-Intendant Willi Steul hatte bereits vor einigen Monaten seinen Rücktritt angekündigt.

Berlin/Dresden – Die Alternative für Deutschland (AfD) will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in seiner bisherigen Form abschaffen und durch einen abgespeckten „Bürgerfunk“ ersetzen. Dies erklärte AfD-Parteichefin Frauke im Rahmen einer Pressekonferenz zur Vorstellung der Publikation „Medienpolitik der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag“ am Dienstag in Berlin. Demnach sollen sich ARD und ZDF auf die Bereiche Information, Bildung und Kultur beschränken, während reine Unterhaltungsprogramme den Privatsendern vorbehalten bleiben.

Leipzig – Das ARD-Politikmagazin „Fakt“ bekommt ab Januar 2017 einen neuen Moderator. Thomas Kausch, der die Sendung bisher präsentierte, moderiert seit 2011 auch NDR „Aktuell“, die Hauptnachrichtensendung des Norddeutschen Rundfunks, worauf er sich künftig voll und ganz konzentrieren wolle, teilte der MDR, der „Fakt“ produziert, mit. Ihm folgt Felix Seibert-Daiker, der das KiKA-Wissenschaftsmagazin „Erde an Zukunft“ präsentiert und auch weiterhin moderieren wird.

Berlin – Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ist eine der weniger bekannten staatlichen Einrichtungen in unserem Land. Doch alle zwei Jahre steht sie im Fokus, wenn sie sich mit der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beschäftigt. Die aus handverlesenen Vertretern aller Bundesländer gebildete Kommission empfiehlt dann gerne mal, den Bürgern mehr Geld abzuknöpfen. Ein einziges Mal wurde die Gebühr in ihrer mehr als 60-jährigen Geschichte gesenkt – ansonsten ging es stetig bergauf.

Leipzig – Der Verwaltungsrat des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, die Senderintendantin Karola Wille für eine zweite Amtszeit zu nominieren. Beobachter gehen davon aus, dass bei der Sitzung des Rundfunkrats am 5. Dezember gegen Wille, die seit 2011 MDR-Intendantin ist und seit Anfang des Jahres auch als ARD-Vorsitzende amtiert, keine weiteren chancenreichen Kandidaten antreten werden. Die neue Amtszeit der Intendantin beginnt am 1. November 2017 und dauert sechs Jahre.

München – Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) glaubt einen sinnvollen Vorschlag zur Verschlankung des öffentlich-rechtlichen Rundfunkapparats gemacht zu haben. Mit Bezug zu dem bereits vom Parteivorstand der Christsozialen gebilligten Entwurf für ein neues CSU-Grundsatzprogramm forderte Seehofer eine Zusammenlegung der beiden Rundfunkanstalten ARD und ZDF. „Wir streben langfristig die Beseitigung von Doppelstrukturen und die Zusammenlegung von ARD und ZDF unter einem Dach an“, so der bayerische Regierungschef. Man sei der Auffassung, dass die sogenannte Grundversorgung „auch von einer Fernsehanstalt geleistet werden könnte“.

Dresden – Der Generalsekretär der FDP Sachsen, Torsten Herbst, hat den Vorschlag der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (KEF), den monatlichen Rundfunkbeitrag ab 2017 um 30 Cent auf 17,20 Euro abzusenken, aufgegriffen und die Staatsregierung aufgefordert, dies zu unterstützen. Der Vorschlag der KEF müsse „ohne Abstriche“ umgesetzt werden, erklärte Herbst am Mittwoch.

Erfurt – Die überwältigende Mehrheit der Deutschen spricht sich nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA für eine Abschaffung des gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus. Weit über zwei Drittel (69,4 Prozent) halten diesen für nicht mehr zeitgemäß, nur jeder Achte (12,6 Prozent) ist für seine Beibehaltung.

Dienstag, 04 August 2015 15:38

Nur 37 Prozent Informationsanteil beim MDR

in Medien

Leipzig – Die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender durch GEZ-Zwangsgebühren wird mit dem Argument der informationellen Grundversorgung legitimiert. Abgesehen davon, dass es mehr als fragwürdig ist, ob es im Zeitalter des Internets einer solchen Grundversorgung überhaupt noch bedarf, stellt sich die Frage, ob die Sender ihrem selbstgestellten Auftrag überhaupt nachkommen.

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