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Dresden – Hier nun Folge 4 unserer kleinen sächsischen Postgeschichte aus dem Jahr 1925. Erneut versetzt uns Postrat Karl Thieme mit einer stimmungsvollem Bildbeschreibung in jenes Zeitalter, als Sachsen noch ein Königreich war. Diesmal geht es um jene zwei „gelben Kutschen“, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts den Postverkehr zwischen Dresden und Leipzig zu bewältigen hatten. Im kleineren der beiden Wagen könnten einst sogar Frischvermählte auf Hochzeitsreise gegangen sein, wie ein zeitgenössisches Aquarell vermuten läßt:

Oschatz – Zuletzt ging alles ganz schnell: Am 26. Oktober 2017 hatte Sachsen Depesche auf den bevorstehenden Abriss aufmerksam gemacht (https://www.sachsen-depesche.de/kultur/denkmalalarm-in-oschatz.html). Zwei Tage später startete die Facebookseite https://www.facebook.com/rotesvorwerk/ der Oschatzer Abrissgegner, gefolgt von einer Online-Petition des Vogtshaus Oschatz e. V. am 6. November (https://www.openpetition.de/petition/online/kein-abriss-des-baudenkmals-rotes-vorwerk-in-oschatz). Wenig später (12.11) versammelten sich ein Dutzend Vorwerks-Unterstützer zu einer Mahnwache für den Erhalt am umstrittenen Ort.

Oschatz – Am 25. Oktober 2017 berichteten wir an dieser Stelle, daß eines der ältesten Bauwerke der Stadt, das denkmalgeschützte „Rote Vorwerk“ in der Bahnhofstraße abgerissen werden soll (https://www.sachsen-depesche.de/kultur/denkmalalarm-in-oschatz.html). Einst lieferte das, vielleicht schon im 12. Jahrhundert vorhandene, kommunale Gut einen beachtlichen Beitrag zum Stadthaushalt. Mit dem Hospital entstand 1840 darin das erste städtische Krankenhaus. Nach dessen Schließung diente das Anwesen noch bis 2004 zu Wohnzwecken.

 

Mittwoch, 25 Oktober 2017 21:11

Denkmalalarm in Oschatz

Oschatz - Die Zahl der geschützten Kulturdenkmale in Sachsen sinkt weiter. Noch im November 2014 gab es laut Innenminister Ulbig 102.911 Denkmale im Freistaat, im Mai 2017 waren es noch 101.600. (Sachsen Depesche berichtete: https://www.sachsen-depesche.de/kultur/denkmalalarm-im-landkreis.html) Demnach gingen binnen zweieinhalb Jahren mehr als 1.300 Denkmale unwiderruflich verloren, und der Abriß geht munter weiter, auch in Oschatz.

Königstein – Als Sebastian Abratzky am 26. Januar vor 120 Jahren in einem Dresdner Polizeigefängnis verstarb, da hatte er ein wohl elendes Leben hinter sich. Doch einst, da galt er als tollkühner Draufgänger, der am 19. März 1848ohne Hilfsmittel über die Außenwand einer als uneinnehmbar geltenden Festung einstiegen war.

Dresden/Plauen/Schneeberg/Oschatz – Auch an diesem Montag waren in Dresden wieder weit über 10.000 Menschen auf der Straße unterwegs, um mit PEGIDA gegen die Zuwanderungs- und Asylpolitik der Bundesregierung zu demonstrieren. Für seine Anhänger hatte Organisator Lutz Bachmann wieder deutliche Botschaften parat. So forderte er unter anderem einen Aufnahmestopp für Migranten, was in der Presse als ganz besonders verwerflich und „rechtsextrem“ gebrandmarkt wurde, obwohl der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch erst kürzlich genau dieselbe Forderung aufgestellt hatte.

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