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Stolpen - Die 800-Jahr-Feier der Burgstadt ist Geschichte. Auch wenn im Vorfeld Diskussionen über die Hintergründe des Jubiläums für Irritationen sorgten (Sachsen Depesche berichtete: https://www.sachsen-depesche.de/kultur/stolpen800.html), hat doch die Stolpener Bürgerschaft eine wunderbare Woche zelebriert, die im historischen Festumzug am Sonntag (10.6.) ihren glanzvollen Höhepunkt fand. Mit dabei, die ländlichen Ortstteile Stolpens: Langenwolmsdorf, Helmsdorf, Rennersdorf-Neudörfel, Heeselicht und Lauterbach; einst selbständige Dörfer, die seit 1994 dazugehören und sich nun selbstbewußt im Reigen der in 40 Bildern gezeigten Stadtgeschichte, inmitten von fast 1000 Mitwirkenden, präsentierten.

Bischofswerda - liegt etwa 30 Kilometer östlich von Dresden am Westrand der sächsischen Oberlausitz. Bischof Benno von Meißen (1010-1106) soll den Flecken „Werda“ 1076 zur Stadt erhoben haben, eine erste urkundliche Erwähnung datiert von 1227. In Ostsachsen wird die Kreisstadt mit gegenwärtig 11 573 Einwohnern bis heute umgangssprachlich „Schiebock“ genannt, nach einer Schubkarre, mit der einst Waren auf den Markt „geschoben“ wurden. Ihren (früheren) Wohlstand verdankte sie nicht zuletzt den Bischöfen von Meißen, die über Jahrhunderte (bis 1559) im nahen Stolpen residierten. 1429 verwüsteten die Hussiten Bischofswerda, forderten der Dreißigjährige Krieg, die Pest und immer wieder schwere Stadtbrände – zuletzt 1813 - ihren Tribut. Kein Geringerer als Gottlob Friedrich Thormeyer (1775-1842), dem die Stadt auch ihr klassizistisches Rathaus verdankt, leitete den Wiederaufbau.

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